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Dienstag, Oktober 13, 2009

Baufinanzierung: Keine Angst vor den Direktbanken

Wie ich bereits in meinem vorangegangenen Beitrag hervorgehoben habe, gibt es vergleichsweise Personen, die sich bei der Aufnahme eines Immobiliendarlehens bewusst für ein regionales Geldinstitut entscheiden, obwohl sie die Baufinanzierung bei einer Direktbank deutlich günstiger abschließen könnten.

In so gut wie allen Fällen ist die Entscheidung für die Hausbank bzw. für eine regionale Bank auf die Tatsache zurückzuführen, dass sich die Darlehensnehmer in der Lage befinden, die Bank direkt vor Ort aufsuchen zu können. Die Möglichkeit, den Ansprechpartner persönlich treffen zu können, wird sehr hoch bewertet.

Dennoch sollte man sich unbedingt die Frage stellen, ob es tatsächlich lohnenswert ist, diesen Weg zu gehen bzw. sich ausschließlich wegen dieser Möglichkeit für eine regionale Bank zu entscheiden. Bei einer Baufinanzierung geht es in der Regel um sehr hohe Darlehensbeträge – und bereits kleine Unterschiede beim Zinssatz können letzten Endes zu Mehrkosten in Höhe von mehreren tausend Euro führen. Sofern man seine Baufinanzierung wirklich günstig abschließen möchte, bleibt einem zumeist gar keine andere Wahl, als sich für eine Direktbank zu entscheiden.

Außerdem ist nicht zu vergessen, dass auch die Direktbanken mit einem erstklassigen Service aufwarten. Dies gilt auch für die Erreichbarkeit: Sollte es Schwierigkeiten geben oder man schlichtweg Fragen haben, so kann die Bank jederzeit kontaktiert werden – in der Regel hat man den Sachverhalt mit der Direktbank sehr schnell am Telefon geklärt. Die Vereinbarung eines Termins mit einem persönlichen Ansprechpartner bei der Hausbank würde vermutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Außerdem gibt es inzwischen einige Direktbanken, die jedem Kunden einen persönlichen Ansprechpartner zuteilen.

Posted by Jochen on 10/13 at 08:18 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Riester-Zulagen fließen nicht automatisch

Mit aktuell rund 12,6 Millionen Verträgen gehört die Riester-Rente zu den erfolgreichsten Modellen der privaten Altersvorsorge. Das hat sie den staatlichen Zulagen zu verdanken: 154 Euro Grundzulage, 185 Euro je Kind das vor 2008 geboren wurden, 300 Euro für Kinder, die ab 2008 das Licht der Welt erblickten, und der einmalige Bonus für Berufseinsteiger in Höhe von 200 Euro. Obwohl die Zuschüsse bei den meisten Kunden den Ausschlag für den Vertragsabschluss gegeben haben dürften, kümmern sich immer noch rund 2,5 Millionen Menschen nicht darum, dass die Zulagen auch gebucht werden.

Walter Glanz von der Deutschen Rentenversicherung versteht es nicht: „Viele Riester-Sparer verschenken ihre Zulagen.“ Sie wissen anscheinend nicht, dass die Zulagen beantragt werden müssen und nicht automatisch fließen. Bislang liegen nur 10,1 Millionen Anträge bei der Deutschen Rentenversicherung vor, die als Zulagen-Stelle für die Zahlung der Zuschüsse verantwortlich zeichnet. Bis Ende 2009 haben Sparer noch die Möglichkeit, die Zulagen für die Jahre 2007 und 2008 zu beantragen. Wer sich auch bis dahin nicht die Mühe macht, das Formular auszufüllen und der Versicherung oder Bank zu geben, geht leer aus.

Dabei ist das Prozedere bereits vereinfacht worden. Musste in der Anfangszeit der Riester-Rente noch jedes Jahr aufs Neue ein Antrag für die staatlichen Zuschüsse gestellt werden, reicht inzwischen ein Dauerzulagenantrag. Die Papiere gibt es bei dem Unternehmen, über das der Riester-Vertrag abgeschlossen wurde. Wichtig ist, die ausgefüllten Unterlagen rechtzeitig einzuschicken. Es gilt eine Frist von zwei Jahren. Ansprüche aus 2007 müssen demnach bis Ende 2009 geltend gemacht werden. Wenn der Dauerzulagenantrag erst einmal vorliegt, müssen sich die Kunden um nichts weiter kümmern. Dann übernimmt die Bank oder Versicherung automatisch die Aufgabe, die für die Bewilligung der Zulagen nötigen Schritte einzuleiten.

Posted by Andre on 10/13 at 08:17 AM
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