Lebensversicherung: Rendite bleibt stabil
In Sachen Altersvorsorge setzen die Deutschen vor allem auf private Renten- und Kapitallebensversicherungen. 90 Millionen Verträge schlummern in den Haushalten. Ob und inwieweit die Policen und damit letztendlich auch der „Ertrag“ von der Finanzkrise betroffen sind, gehört zu den Fragen, die sich viele Versicherte stellen. In dem Punkt kann das Analysehaus Morgen & Morgen die Kunden beruhigen.
Zwar ist die durchschnittliche Verzinsung auf Vertragsebene im vorigen Jahr ein wenig abgesackt, von 4,24 Prozent in 2007 auf 4,14 Prozent. Sie liegt aber immer noch deutlich besser als in den Jahren zuvor. Betrachtet man ausschließlich die Nettoverzinsung, im Schnitt 3,51 Prozent, so ergab sich 2008 ein Minus von rund einem Prozentpunkt. Dass die Talfahrt nicht deutlicher ausgefallen ist, liegt einerseits am finanziellen Polster der Versicherungsunternehmen, andererseits an den Risiko- und Kostenüberschüssen, die als weitere Einnahmequellen wie ein Puffer wirkten. Wenn die Assekuranzen finanziell ausreichend ausgestattet sind und damit auch längere Durststrecken überstehen können, muss man sich um seine Lebensversicherung also keine Sorgen machen.
Wie es um die Finanzen der Versicherungen bestellt ist, lässt sich unter anderem an den Ratings ablesen. Wer sich aktuell für eine Kapitallebensversicherung entscheidet, sollte also sehr genau darauf achten, welchem Unternehmen er sein Vertrauen schenkt. Die Analysten empfehlen, sich unabhängig beraten zu lassen. Wie groß die Unterschiede in der prognostizierten Ablaufleistung sein können, zeigt ein Vergleich. Im schlechtesten Fall sind bei einer Laufzeit von 30 Jahren und einer Beitragssumme von 1.200 Euro jährlich nicht mehr als drei Prozent Rendite drin. Ausgezahlt werden dann gerade einmal 60.000 Euro. Bei anderen Unternehmen sind es 90.779 Euro, damit 5,46 Prozent Rendite (Europa) oder 80.336 Euro und 4,77 Prozent (Debeka).
Lebensversicherung • Kommentar(e): (1) • Trackbacks (0) • Permalink
