Policen für Kinder sind absolut im Trend
Die Deutschen sind aktuell zwar nicht bereit, mehr Geld auf die hohe Kante zu legen. Geht es aber um den Nachwuchs, ist ihnen nichts zu teuer. Die Kinder stehen nach wie vor an erster Stelle. Dieses Fazit lässt sich angesichts der Umfrageergebnisse ziehen, die jetzt von der Aspecta Lebensversicherung veröffentlicht wurden. Demnach setzen Eltern, Großeltern und Verwandte vor allem auf eine frühe Absicherung gegen die Risiken des Lebens. Ebenso wichtig ist ihnen, den Grundstein für die private Altersvorsorge der Kinder zu legen.
33 Prozent aller Befragten – über 2.000 Personen im Alter von 18 bis 80 Jahren – haben bereits eine Versicherung für Kinder abgeschlossen, zum Beispiel eine Kinder-Unfallversicherung. 16 Prozent denken darüber nach. Von den Eltern sind bereits 64 Prozent aktiv geworden und haben Policen für den Nachwuchs unterschrieben. Bei den Großeltern waren es 18 Prozent. Diejenigen, die noch keine Kinderversicherung haben, wollen zu 24 Prozent maximal 25 Euro im Monat für die Absicherung bezahlen. 20 Prozent wären bereit, bis zu 50 Euro auszugeben und zwei Prozent mehr als 100 Euro. Allerdings sagen auch 31 Prozent, dass sie gar nichts investieren möchten.
Die Aussagen der Eltern, die vom Meinungsforschungsinstitut Forsa befragt wurden, decken sich mit denen der Versicherungsmakler, die bei einer Umfrage von „Focus Money Versicherungsprofi“ Rede und Antwort standen. Sie bewerten die Verkaufschancen von Policen, die speziell auf Kinder abgestimmt sind, zu 86 Prozent mit „gut“ und sehr gut“. Wichtig sei, dass die Policen über Merkmale wie Berufsunfähigkeits- und Invaliditätsschutz, Ausbildungs- und Altersvorsorge verfügten. Nicht einmal die Wirtschaftskrise könne diesen Trend bremsen. Im Gegenteil, sie verbessere sogar die Verkaufschancen. Davon sind 77 Prozent der Versicherungsagenten und -makler überzeugt.
Lüder Mehren, Vertriebsvorstand der Aspecta Lebensversicherung, kennt den Grund: „An den Kinder wird zuletzt gespart“. Allerdings werde häufig vollkommen falsch investiert. 60 Prozent der Eltern geben jährlich rund 200 Euro pro Kind für Geschenke aus. Hinzu kommen 100 Euro von den Großeltern, plus das, was die Freunde kaufen. Berge von geschenktem Spielzeug seien das Ergebnis. „Hier schlummert ein erhebliches Potential. Statt das zehnte Kuscheltier zu kaufen, wäre es doch sinnvoller, das Geld zum Beispiel in die Altersvorsorge des Kindes zu stecken“, schlägt Mehren nicht ganz uneigennützig vor.
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