Skandia will Dread Disease Versicherung bekannter machen
Dass man sich gegen besonders schwere Erkrankungen und Krankheiten versichern kann, hat sich in der Bundesrepublik noch nicht sehr weit herumgesprochen. Hierzulande gehört die Dread Disease Versicherung immer noch zu den Policen, die eher Staub ansetzen als dass sie nachgefragt werden. Dabei gibt es sie bereits seit 25 Jahren und hat durchaus ihre Berechtigung, wenn man bedenkt, dass sie zum Beispiel bei Krebs, Nierenversagen, Schlaganfall oder einem Herzinfarkt zahlt. Diese Vorteile möchte die Skandia Lebensversicherung AG nun deutlicher herausarbeiten und die Werbetrommel für die Dread Disease über ihre Berater und Vermittler noch lauter schlagen.
Dass sie gehört wird, ist nicht einmal unwahrscheinlich. Heiko Reddmann, Vertriebsdirektor der Skandia, sieht in Deutschland einen riesigen Wachstumsmarkt und hofft auf eine ähnliche Entwicklung wie in Großbritannien. Bis die Dread Disease so oft nachgefragt wird wie eine Berufsunfähigkeits- oder eine private Krankenzusatzversicherung, dürfte es allerdings noch einige Zeit dauern. Aktuell liegt die Quote der Absicherung gegen schwere Erkrankungen im Vergleich zum Schutz gegen Berufsunfähigkeit zumindest bei der Skandia noch bei mageren 1:100. Insgesamt 12.500 Kunden haben bereits einen Vertrag abgeschlossen. In diesem Jahr sollen, recht zuversichtlich gerechnet, 1.300 Neuabschlüsse dazukommen. Die Canada Life Assurance Europe Ltd., ihres Zeichens Branchenführer, hat 80.000 Verträge im System und alleine 2008 7.000 neue Kunden gewonnen. Für 2009 wird mit einem Zuwachs von 14 Prozent gerechnet.
Für die Skandia Lebensversicherung AG also noch ein gutes Stück Arbeit. Ihre Dread Disease Versicherung deckt in der Basisvariante sieben Krankheiten ab. Zusätzlich lässt sich ein Schutz für bis zu 25 weitere Erkrankungen vereinbaren. Der Beitrag für einen Mann Mitte 30 liegt im Schnitt bei 75 Euro im Monat, wenn 25 Jahre eingezahlt wird. Dabei greift die Police in Form einer Einmalzahlung, sobald auch nur die gesicherte Diagnose gestellt wird. Spielraum wie bei einer BU-Versicherung gebe es nicht – wobei Berufsunfähigkeitsversicherung und Dread Disease nicht gegeneinander konkurrieren, sondern sich ergänzen.
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