KfW Wohneigentumsprogramm: Einbindung lohnt nicht immer
Der Großteil aller privaten Bauherren und Immobilienkäufer ist sich heutzutage der Tatsache bewusst, dass die Möglichkeit besteht, einen Teil der Kosten mit Förderdarlehen zu finanzieren. Vor allem die Förderdarlehen der KfW-Bank gelten als sehr gefragt. Viele Haus- und Direktbanken kooperieren nämlich mit der KfW-Bank und bieten daher eine vergleichsweise unkomplizierte Einbindung dieser Darlehen an.
Besonders gefragt ist das sogenannte Wohneigentumsprogramm. Es kann von jedermann in Anspruch genommen werden, der sich für den Erwerb selbst genutzten Wohneigentums entscheidet. Wichtig ist im Grunde genommen nur eine Sache: Das Programm darf nicht schon einmal in Anspruch genommen worden sein.
Im Wesentlichen zeichnet sich das KfW Wohneigentumsprogramm durch einen niedrigen Zinssatz aus – zumindest wird ihm dies nachgesagt. Allerdings muss das nicht automatisch bedeuten, dass es auf diesem Weg möglich ist, eine günstige Baufinanzierung abzuschließen bzw. ein Darlehen aufzunehmen, das günstiger als das der Hauptbank ist. Die Tranche, die über die KfW-Bank finanziert wird, kann unter Umständen auch teurer sein. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass in den ersten Jahren (je nach gewählter Variante zwischen einem und fünf Jahren) keine Tilgung möglich ist. Eine fehlende Tilgungsmöglichkeit führt wiederum dazu, dass über diesen Zeitraum konstant hohe Zinsen anfallen.
Potentielle Darlehensnehmer sollten deshalb genau kalkulieren: Die Aufnahme entsprechender Förderdarlehen ergibt nur dann einen Sinn, wenn zweifelsfrei ein finanzieller Vorteil entsteht, der so groß ist, dass sich der Aufwand der Darlehenseinbindung lohnt. Doch gerade weil die Hypothekenzinsen derzeit so niedrig sind, kann es in manchen Fällen sogar günstiger sein, auf die Einbindung des Förderprogramms zu verzichten.
