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Montag, November 23, 2009

Ergo-Konzern fährt neue Markenstrategie

Der Ergo-Versicherungskonzern strukturiert sich vollkommen neu und lässt einige seiner Marken wie die Hamburg-Mannheimer von der Bildfläche verschwinden. Damit geht auch Günter Kaiser, einer der „berühmtesten Versicherungsexperten“, nach 35 Jahren in Rente. Als Anlass für die überarbeitete Markenstrategie nennt das Unternehmen die Insolvenz von Arcandor und Quelle. Da die KarstadtQuelle-Versicherungen zur Ergo-Gruppe gehören, habe Handlungsbedarf bestanden.

Neben der Hamburg Mannheimer wird also auch KarstadtQuelle zukünftig nicht mehr als Marke auftauchen. Das gleiche Schicksal ereilt die Victoria. Sämtliche Lebens- und Sachversicherungen werden demnächst unter dem Namen Ergo angeboten, wobei die KarstadtQuelle Versicherungen in Ergo Direkt Versicherungen umbenannt werden. Im Bereich Krankenversicherung, in dem die Ergo bislang mit DKV und Victoria vertreten ist, bleibt nur noch der Markenname DKV. Die Sparte Rechtsschutzversicherungen wird unter dem Dach der D.A.S. weitergeführt. Erhalten bleibt auch der Name Europäische Reiseversicherung (ERV).

Der zeitliche Ablauf sieht vor, dass KarstadtQuelle schon im ersten Quartal 2010 mit dem neuen Namen an den Start gehen wird. Die anderen Marken werden bis Mitte 2010 neu formiert. Mit einem Stellenabbau gehe diese Entwicklung laut Vorstand nicht einher. Auch die Vertriebsstrukturen sollen so wie sie sind erhalten bleiben, damit die Makler ihre „ihre vertriebliche Heimat“ behielten. Ziel sämtlicher Maßnahmen sei, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Torsten Oletzky, sich stärker an den Bedürfnissen der Verbraucher auszurichten, um so neue Kunden zu gewinnen und mehr Wachstum zu erzielen: „Mit unserem umfassenden Angebot an Versicherungen, Vorsorge und Serviceleistungen aus einer Hand und über alle Vertriebswege haben wir flexible Antworten auf alle Kundenwünsche“.

Posted by Andre on 11/23 at 09:35 AM
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Eigenheim bietet sichere Altersruhe

Ersparte Miete erlaubt Rentenalter mit finanziellen Vorteilen

Auch ohne die Schlagzeilen, die Tatsachen und die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise wäre der beständige Wunsch nach Wohneigentum stark wie schon immer. Das belegt eine der jüngsten Allensbach-Umfrage zur Altersvorsorge, wonach 63 von 100 Berufstätigen ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung als “besonders sicher” empfunden.

Aktuell wohnen 50 von 500 Deutschen in den eigenen vier Wänden, von denen noch viele Mieter träumen. So steigt die Zahl derer im Vergleich zum Vorjahr, die zum Ziel haben, mittelfristig ins eigene Heim zu ziehen.
Bei der Begründung steht dann auch für 90 von 100 Mietern ganz vorne, dass man unabhängig sein will vom Vermieter, dass man lieber in die eigene Tasche zahlen, dass wahrscheinlich ein Wert verbleibe, den man vererben könne und dass Wohneigentum Vorsorge fürs Alter bedeute.
Auch ohne die gestrichene Eigenheimzulage ist festzustellen, dass der Staat beim Bau einer Immobilie noch immer fördert und zinsbegünstigte Darlehen auf Bundes- und Landesebene bietet. Dabei bleiben sämtliche Erträge aus der eigenen Immobilien - Mietersparnis, Wertsteigerung oder staatliche Zulagen - steuerfrei. Wer als Mieter freie Mittel in Wertpapieren oder Versicherungen anlegt, der muss in der Regel die Erträge versteuern (Abgeltungsteuer). Dagegen bleibt das Wohneigentum für die private Altersvorsorge also deutlich interessanter.

Gründe fürs Wohneigentum

Vergleicht man auf längere Sicht Mieter und ‘junge’ Eigenheimer, ist zu erkennen, dass Mieter auf den ersten Jahren finanziell im Vorteil liegen. Anfängliche Nebenkosten bei Bau oder Kauf sind für den Eigenheimer “verloren” und auch die monatlichen Belastungen sind über Jahre deutlich höher als bei der Miete. Die Betrachtung kehrt sich erst nach ungefähr 18 bis 20 Jahren um. Dann hat der Eigentümer seinen ersten Vermögensvorteil: Mit zunehmender Restschuld-Tilgung wird dann der Vorsprung im Eigenheim größer.

“Mietfrei” zu sein, ist ein weiterer Grund, in eigenen Wänden zu wohnen. Mit dem Blick des noch jungen Erwachsenen gilt dies eher als schwaches Argument, doch im höheren Alter bringt das mietfreie Wohnen in einer Immobilie, die frei von Schulden ist, kräftige Vorteile. Als monatlich ersparte Miete berechnete das Statistische Bundesamt beim Einpersonen-Haushalt 519 und bei Ehepaaren 613 Euro.
Stimmen zudem gepflegte Qualität und Wohnlage, darf der Eigentümer davon ausgehen, dass der Wert seiner Immobilie langfristig steigt.
Aktuell (November 2009) sind die Konditionen zur Finanzierung für selbst genutzte Häuser und Eigentumswohnungen günstig wie selten. Ein Baudarlehen mit durchschnittlich 4,25 Prozent ist auf zehn Jahre zu haben.

Gute Chancen für Mehr-Kind-Familien

Seit Juli 2008 ist durch das Eigenheimrentengesetz auch der Weg frei, selbst genutztes Wohneigentum durch die Riester-Förderung zu begünstigen. Dies gilt für Spar- und Tilgungsleistungen bis 2.100 Euro jährlich (abzüglich der Zulagen). Berechtigte erhalten eine jährliche Grundzulage von 154 Euro; für jedes Kind 185 Euro. Sind Kinder nach 2008 geboren, erhöht sich dieser Betrag auf 300 Euro pro Kind. Nach Berechnung von Stiftung Warentest kann eine Familie, die mit zwei Kindern in 20 Jahren eine Immobilie abbezahlt, in derselben Zeit Riester-Zulagen bis zu 13.560 Erhalten. Fließt dieser als Tilgung aufs Darlehenskonto, spart die Familie bei 5,5 Prozent Kreditzinssatz weitere 10.000 Euro an Zinsen. Leider wissen wohl nur 50 von 100 Bundesbürger überhaupt etwas von dem sogenannten “Wohn-Riestern”.

Posted by wob. on 11/23 at 09:35 AM
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