Roland Rechtsschutz baut auf Mediation
Zufrieden mit dem Geschäft im laufenden Jahr und gerüstet für die Zukunft: Die Bilanz der Roland Rechtsschutz fällt durchweg positiv aus. Zu verdanken ist diese Entwicklung dem Engagement im Ausland sowie dem Weitblick und der Kreativität bei der Entwicklung neuer Bausteine und Serviceleistungen bei der Rechtsschutzversicherung.
Gerhard Horrion, Chef der Roland Rechtsschutz, rechnet in diesem Jahr mit Prämieneinnahmen in Höhe von 277,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 0,8 Prozent. Die Niederlassungen in Italien und Österreich steuerten rund 16,1 Millionen Euro (2008: 13,1 Millionen) zum Ergebnis bei. Ab 2010 plant der Rechtsschutzversicherer, auch in den Niederlanden aktiv zu werden. Am heimischen Markt erreicht das Unternehmen derzeit einen Anteil von 8,2 Prozent (7,3 Prozent) und konnte sich damit erneut ein etwas größeres Stückchen vom Kuchen sichern. Dementsprechend positiv verlief mit 30,3 Millionen Euro (29,0 Millionen) auch das Neugeschäft. Berücksichtigt man die Ergebnisse der Rechtsschutz-Marke Jurpartner, der Schutzbrief-Versicherung, der Assistance-Tochter sowie des Prozessfinanzierers, liegt der Umsatz wahrscheinlich bei 319,1 Millionen Euro. 1,1 Prozent mehr als 2008.
„Diese Zahlen zeigen uns, dass viele Kunden erkannt haben, wie wichtig Rechtsschutz gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist“, betonte Gerhard Horrion im Rahmen der Präsentation. Das belegen auch die Leistungsfälle. Alleine im Bereich Arbeitsrechtsschutz nahmen sie um 15 Prozent zu, die Zahlungen um 20 Prozent. Insgesamt rechnet die Roland Rechtsschutz mit einer Schadenquote von 61,9 Prozent, die damit nur 0,1 Prozent über dem Vorjahresergebnis liegt.
Grundsätzlich gelte, so Horrion: „Wir wollen kein reiner Kostenerstatter sein, sondern die Rechtsschutzleistungen zunehmend erfahrbar machen“. Dazu gehört neben der telefonischen Erstberatung, die inzwischen von vielen Rechtsschutzversicherern angeboten wird, demnächst auch die Online-Rechtsberatung. Unter dem Namen „eRechtsservices“ ist sie als kostenpflichtiges Zusatzmodul geplant und soll 2010 als Pilotprojekt an den Start gehen. Ergänzt wird der Leistungskatalog zudem um die Mediation. Der außergerichtlichen Einigung über einen ausgebildeten Schlichter räumt die Roland große Chancen ein. Die Mediation spare Kosten und Zeit. Derzeit teste man, wie gut diese Form der Streitschlichtung akzeptiert werde.
