Tipps und Hinweise zur Sondertilgung bei Immobiliendarlehen
In meinem vorangegangenen Beitrag habe ich auf die Bedeutung sowie die Möglichkeiten der Sondertilgung im Rahmen der Baufinanzierung aufmerksam gemacht: Wer Sondertilgungen leistet, befindet sich in der Lage, die Zinslast seines Darlehens zu verringern und somit die Gesamtlaufzeit der Finanzierung sichtlich zu verkürzen.
Doch um Sondertilgungen leisten zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Die erste Voraussetzung besteht darin, dass das Immobiliendarlehen die Leistung von Sondertilgungen zulässt. Heutzutage wird die Sondertilgungsoption bei der Baufinanzierung fast standardmäßig angeboten – dennoch gibt es einige Banken, die dies nicht tun. Beim Vertragsabschluss gilt es daher gut aufzupassen. Eventuell muss das Recht auf die Leistung von Sondertilgungen gezielt vereinbart werden.
Die nächste Voraussetzung besteht darin, eine ausreichend hohe Tilgungsrate zu erbringen. Die meisten Banken haben eine Grenze festgesetzt, die bei rund 1.000 Euro liegt. Dies ist der Mindestbetrag, den eine Sondertilgung umfassen muss. Kleinere Beträge sind üblicherweise nicht zulässig. Dies liegt vorrangig am Aufwand, schließlich müssen Restschuld, Zinsbelastung etc. nach jeder geleisteten Sondertilgung neu berechnet werden, damit eine korrekte Anrechnung der regulären Darlehensraten erfolgen kann. Aus diesem Grund lassen die Banken zumeist nur eine Sondertilgung pro Jahr zu. Deshalb ist es zumeist am besten, kleinere Beträge anzusparen und dann gegen Ende des Jahres die Sondertilgung zu leisten – somit kann die größtmögliche Tilgung im Jahr erzielt werden.
Übrigens können durch die Vereinbarung eines Sondertilgungsrechts auch Kosten entstehen. Üblich ist der sogenannte Zinsaufschlag: Der Normalzinssatz des Darlehens erhöht sich geringfügig – üblich sind Aufschläge von etwa 0,05 bis 0,1 Prozent. Diese Tatsache sollte man bei der Darlehensgestaltung unbedingt im Hinterkopf behalten. Sollte beispielsweise absehbar sein, dass man sich während des Finanzierungszeitraums keine Sondertilgungen leisten kann, so verzichtet man unter Umständen auf die Option. Immerhin fällt dann kein Zinsaufschlag an.
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Jochen on 01/07 at 10:01 AM
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Das bringen Lebensversicherungen
Die Lebensversicherer scheinen von der Wirtschafts- und Finanzkrise nur minimal betroffen zu sein. Diesen Anschein erweckt jedenfalls der Durchschnittswert, den das Handelsblatt für die laufende Verzinsung berechnet hat. Grundlage waren die Verträge von 73 Unternehmen. In diesem Jahr stehen 4,18 Prozent zu Buche – wohlgemerkt, im Schnitt. Denn die Spanne ist enorm, sie reicht von 3,25 bis 4,8 Prozent. Immerhin: Die Branche hat die Überschussbeteiligung bei Lebensversicherungen weitgehend konstant gehalten und nur um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert.
Langsam aber sicher wird es für einige Unternehmen jedoch immer schwerer, das Niveau bei den Lebensversicherungen zu halten. Das Problem: Sie müssen ihren Versprechen nachkommen, die sie den Kunden bei Vertragsabschluss gegeben haben. Dieser Garantiezins liegt bei durchschnittlich 3,4 Prozent. Neukunden, die jetzt eine Lebensversicherung abschließen, erhalten gerade einmal 2,25 Prozent garantiert, plus einen kleinen oder auch größeren Bonus, je nachdem, wie gut das Unternehmen wirtschaftet. Vor einigen Jahren gab es noch Garantien von bis zu vier Prozent. Aber da lagen die Zinssätze generell deutlich höher als heute.
Ein Blick auf die einzelnen Versicherer zeigt, wie unterschiedlich die Verzinsung ausfällt. Während die DEVK sich ziemlich nah am Branchendurchschnitt bewegt – mit 4,3 und 4,4 Prozent – haben Delta Lloyd, Gothaer Leben und Asstel die Notbremse gezogen und die Zinssätze um 0,5 bis 0,75 Prozent zurückgefahren. Das sind schon drastische Schritte. Schuld ist aus Sicht von Experten die Krise. Selbst Unternehmen, die jetzt noch die Werte halten können, dürften auf Dauer ihren Puffer aufgebraucht haben. Branchenintern ist es kein Geheimnis, dass es vielen schon jetzt schwer fallen dürfte, die Garantien zu erfüllen.
Von Vorteil ist dann eine niedrige Verwaltungskostenquote, die bei der Europa, der Neuen Leben und der CiV bei 0,8 bis 1,3 Prozent liegt. Damit fällt sie deutlich geringer aus als der Branchenschnitt von 2,8 Prozent (Wert von 2008). Das kommt den Kunden zugute: Je niedriger die Kosten für Verwaltung und Co., desto mehr Kapital kann angelegt werden und Zinsen bringen. Positiv wirkt es sich auch aus, wenn das Unternehmen eher vorsichtig agiert, um schmerzliche Verluste zu vermeiden.
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Andre on 01/07 at 05:00 AM
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