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Freitag, Januar 08, 2010

Gut versichert in Ausbildung und Studium

Der Bund der Versicherten (BdV) hat die wichtigsten Policen für Studierende und Auszubildende in einem kleinen Katalog zusammengefasst. Die Übersicht soll dabei helfen, die eigene Absicherung besser planen und wichtige von vorerst weniger wichtigen Verträgen unterscheiden zu können. Auf Platz eins der Liste, die von der Vorstandsvorsitzenden des BdV, Lilo Blunck, erarbeitet wurde, steht nach wie die Berufsunfähigkeitsversicherung.

„Sie sollte so früh, so hoch und so lange wie möglich abgeschlossen werden“, heißt es in der Übersicht. Allerdings, das weiß auch der Bund der Versicherten: Nicht jeder erhält eine Berufsunfähigkeitsversicherung. In der Regel sind es gesundheitliche Gründe, die für eine Ablehnung durch das Versicherungsunternehmen verantwortlich sind. In dem Fall rät der BdV zu einer Unfallversicherung. Sie sorge 24 Stunden rund um die Uhr für Schutz, insbesondere in der Freizeit. Empfohlen wird eine Einmalleistung anstelle einer monatlichen Rente, um das Geld flexibler einsetzen zu können.

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Umfrage, die der Finanzdienstleister AWD beim Meinungsforschungsinstitut Forsa in Auftrag gegeben hat. Zwar sehen 41 Prozent der Befragten durchaus Einsparpotenzial beim Versicherungsschutz. Auf eine gute Absicherung wird dennoch großer Wert gelegt. Demnach haben 20 Prozent vor, in nächster Zeit eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. 38 Prozent verfügen bereits über die entsprechende Police. Immer mehr in den Vordergrund rückt auch die private Pflegeversicherung. Hier hegen 17 Prozent den Gedanken, sich um einen Vertrag zu kümmern.

In der Liste der Policen für Azubis steht die Pflegeversicherung (noch) nicht. Dafür aber die gesetzliche Krankenversicherung, in der die Auszubildenden pflichtversichert sind. Noch keinen eigenen Vertrag benötigen junge Menschen, geht es um die private Haftpflichtversicherung. „Weil häufig Schutz über die Police der Eltern besteht“, so der Bund der Versicherten. Gleiches gilt, für die Hausratversicherung, sofern noch keine eigene Wohnung bezogen wird, und die Rechtsschutzversicherung, zumindest bis zum 25. Lebensjahr. Wenn Auszubildende und Studierende sich um eine Versicherung bemühen, sollten sie nach Singletarifen fragen, rät der BdV.

Posted by Andre on 01/08 at 11:53 AM
VersicherungenBerufsunfähigkeitUnfallversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Riester-Rente rechtzeitig anpassen

Die staatlichen Zulagen zur Riester-Rente fließen nur dann in voller Höhe, wenn einerseits ein Antrag gestellt wird – idealerweise ein Dauerzulagenantrag, um sich nicht jedes Jahr aufs Neue mit dem Papierkram herumärgern zu müssen – und anderseits die eigenen Beiträge mindestens vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens ausmachen. Ändern sich die Lebensumstände oder das Gehalt, sollte die Versicherung bzw. die Bank rechtzeitig informiert werden, damit kein Geld verschenkt wird.

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich um diese Belange zu kümmern. Viele Rechengrößen in der Sozialversicherung wurden angepasst und wirken sich entsprechend auf den Lohn aus. Steigt dadurch das Einkommen, muss auch mehr aus eigener Tasche in die Riester-Rente investiert werden. Lügen haben dabei kurze Beine. Wer sein Gehalt bewusst „klein macht“, um weniger zahlen zu müssen, bekommt das bei der Abrechnung zu spüren. Die Zulagenstelle nutzt die Daten der Rentenversicherungsträger für einen Abgleich. Lag der Eigenanteil unterhalb der gesetzlich geregelten Grenze, werden die Zulagen entsprechend gekürzt.

Sinnvoll ist es, selbst aktiv zu werden und die neuen Daten an die Versicherung zu melden. Teilweisen fragen die Unternehmen auch von sich aus nach, ob sich etwas geändert hat. Anhand dieser Informationen wird der neue Beitrag berechnet und alles läuft seinen gewohnten Gang. Melden sollte man sich auch nach der Geburt eines Kindes. Schließlich stockt der Staat die Zuschüsse für die private Altersvorsorge in dem Fall um die Kinderzulage auf. Die fließt aber nicht automatisch. Ein Anruf oder Brief sollte reichen, damit die Bank oder Versicherung informiert ist und alles Nötige in die Wege leiten kann.

Posted by Andre on 01/08 at 05:00 AM
Altersvorsorge • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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