Mehr Beschwerden gegen Versicherer
Wie die Frankfurter Rundschau heute berichtet, ist die Zahl der Beschwerden gegen Versicherer auch im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Die offizielle Jahresbilanz der Schiedsstelle steht zwar noch aus. Dafür hat der Ombudsmann der Versicherungswirtschaft, Günther Hirsch, im Gespräch mit der Zeitung erste Trends und Entwicklungen genannt. Nach einem Anstieg der Beschwerden in 2008 um sieben Prozent auf insgesamt rund 19.000 sei dieses Niveau erneut übertroffen worden.
Der Anstieg lasse sich nicht an wenigen Punkten festmachen, sondern habe viele Gründe. Zwei der Faktoren nannte Günther Hirsch, ehemals Präsident des Bundesgerichtshofes, beim Namen: Seit 2007 sei sein Büro auch für Beschwerden gegen selbständige Versicherungsvermittler zuständig. Hier greife dann das Vermittlergesetz. Zudem sei die Streitwert-Obergrenze auf 80.000 Euro gestiegen. Das habe sich in der Schiedsstelle, wo er mit 18 Juristen die Beschwerden bearbeitet, durchaus bemerkbar gemacht. Für zusätzliche Arbeit sorgte laut Hirsch auch die Finanz- und Wirtschaftskrise. Sie habe dafür gesorgt, dass sich die Assekuranzen nicht mehr ganz so kulant zeigten.
Oftmals reiche es, wenn er direkt mit der Versicherungsspitze Kontakt aufnehme, um eine Lösung herbeizuführen. Sein Schiedsspruch werde von den Unterenhmen in den meisten Fällen akzeptiert, allerdings sollten Kunden ihre Hoffnungen auf einen Erfolg ein wenig bremsen. Günther Hirsch nennt eine Faustregel: Positiv für den Kunden gingen rund ein Drittel der Beschwerden gegen Sachversicherungen aus. Bei Widersprüchen, die Lebensversicherungen und privaten Rentenversicherungen betreffen, sei nur noch jeder sechste Einwand von Erfolg gekrönt. Das größte Problem sieht der Ombudsmann dabei in der mangelnden Transparenz, zum Beispiel im Bezug auf die Überschuss- und Schlussbeteiligungen.
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Andre on 01/19 at 11:15 AM
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Experten rechnen 2010 durchweg mit steigenden Mietpreisen
Immobilienanlagen gelten in Deutschland als sehr beliebt: Vergleichsweise viele Bürger entscheiden sich beim Investieren bewusst für den Erwerb einer Immobilie, um diese anschließend zu vermieten. Allerdings galten die vergangenen Jahre als nicht ganz so ertragreich – zumindest nicht in allen Regionen der Republik. Wenn man einmal von den Metropolregionen absieht sind die Mieten kaum gestiegen. Laut dem Immobilienverband Deutschland (IVD) sind die Mieten im bundesweiten Durchschnitt seit dem Jahr 2000 um 11,3 Prozent gestiegen – die Verbraucherpreise sind im selben Zeitraum um 23,4 Prozent gestiegen.
Diese Entwicklung macht deutlich, dass sich in den letzten Jahren mit Immobilien nur bedingt gute Renditen erzielen ließen. Während in einigen Metropolstädten die Mieten vergleichsweise stark angestiegen sind, sind sie in vielen anderen Regionen sogar gefallen. Schuld ist unter anderem die Landflucht: Immer mehr Menschen zieht es aus beruflichen Gründen in die Metropolregionen, was sich auf die Mietpreise deutlich auswirkt: In Städten wie München, Hamburg und Stuttgart werden Rekordmieten erzielt. Auf dem Land haben es die Vermieter hingegen sehr schwer.
Allerdings gehen die Experten des IVD davon aus, dass die Mieten in diesem Jahr bundesweit steigen werden. Zwar soll der Anstieg der Mietpreise auch dieses Jahr in den Metropolregionen am stärksten ausfallen, doch auch in anderen Regionen sollen die Mietpreise wieder anziehen – unter anderem wegen der letzten schwachen Jahre. Im Hinblick auf dieses Thema gilt es lediglich einen bedeutenden Punkt zu berücksichtigen: Die steigenden Mietpreise gelten für den Abschluss neuer Mietverträge: Wer dieses Jahr neu vermietet, dürfte sich deshalb leichter damit tun, die Miete zu erhöhen. Bei bestehenden Verträgen rechnen die Experten mit überwiegend konstanten Mieten.
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Jochen on 01/19 at 11:06 AM
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