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Mittwoch, Januar 20, 2010

Finanztest bewertet Axa Unfall-Kombirente

Wenn der Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung negativ beschieden wird, gibt es eine Reihe von Alternativen, um sich dennoch abzusichern. Der Schutzschirm dieser Produkte lässt sich allerdings nicht mit dem einer klassischen Berufsunfähigkeitspolice vergleichen. Das gilt auch für die Unfall-Kombirente der Axa, die von der Zeitschrift „Finanztest“ einem Schnelltests unterzogen wurde. Das Ergebnis: „Ein interessantes aber teures Produkt, das nur in schwerwiegenden Fällen Schutz bietet“.

Zugute halten die Tester der Axa Unfall-Kombirente, dass die lebenslange Rente im Schadensfall dynamisiert wird. Sie steigt jährlich um 1,5 Prozent. Ebenfalls von Vorteil sind die wenigen Gesundheitsfragen. Sie gehen nicht so sehr ins Detail wie bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Axa kommt es bei ihrem Fragenkatalog in erster Linie auf schwere Vorerkrankungen an. Zudem spielt der Beruf für den Versicherungsschutz keine Rolle.

Wer sich für die Unfall-Kombirente entscheidet, dem sollte allerdings bewusst sein, dass der Leistungsfall sehr stark eingegrenzt wird. Das heißt, die Versicherung zahlt erst in ganz bestimmten Fällen. Um nach einem Unfall eine Leistung zu erhalten, muss mindestens eine 50-prozentige dauerhafte Invalidität vorliegen. Bei Gebärmutterhals- oder Hautkrebs gibt es gar nichts. Bei Krebserkrankungen ansonsten nur, wenn ein schwerer Dauerschaden diagnostiziert wird. Und psychische Erkrankungen, die immer öfter für eine Berufsunfähigkeit verantwortlich sind, werden nur gedeckt, sollte der Kunde auf Dauer einen Vormund benötigen.

Die Titel des Schnelltests umschreibt recht gut, was von der Absicherung zu halten ist: „Heikle Alternative zur Berufsunfähigkeitspolice“. Gedacht ist die Unfall-Kombirente als Police für schwere Krankheiten, Unfälle und den Verlust von Grundfähigkeiten. Allerdings muss, so Finanztest „sehr viel passieren, ehe die Axa überhaupt zahlt“. Die Kosten für die Versicherung bei einer vereinbarten Rente von 2.000 Euro im Monat liegen für eine 30-jährige Frau bei rund 521 Euro im Jahr, wenn der Vertrag bis zum 65. Lebensjahr läuft.

Posted by Andre on 01/20 at 11:04 AM
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