Wie man sich vor Pfusch am Bau schützt
Vorgestern habe ich einen Beitrag zum Thema Pfusch am Bau veröffentlicht. Der Beitrag machte deutlich, welche finanziellen Gefahren ein Bauvorhaben mit sich bringt, wenn es zu Pfusch bzw. zu schlecht ausgeführten Arbeiten kommt: Schon etliche Familien haben ihr Hab und Gut verloren, weil Baufirmen gepfuscht haben. In diesem Beitrag wird aufgezeigt, wie man sich vor dieser Gefahr schützen kann:
1. Die Baupartner gezielt auswählen
Eine bewusste Auswahl der Bauunternehmen und Handwerksbetriebe gilt als unverzichtbar. Sie gilt als die mit Abstand beste Maßnahme, um sich vor Pfusch am Bau zu schützen. Es ist falsch, bei der Vergabe von Arbeiten nur auf den Preis zu achten. Ganz egal ob Massivbauweise oder Fertigbau: Man sollte ausschließlich mit namhaften Bauunternehmen zusammenarbeiten. Häufig sind diese nicht so günstig, aber dafür erhält man Qualität.
2. Verträge gelten als unverzichtbar
Relativ häufig kommt es vor, dass Bauherren und die am Bau beteiligten Unternehmen ausschließlich mündliche Absprachen treffen. Das ist nicht gut, da Fehler später häufig missbilligend in Kauf genommen werden müssen oder es zu einem langen Rechtsstreit mit ungewissem Ende kommt. Besser ist es, Verträge zu schließen, in denen genau festgehalten ist, welche Leistungen die Unternehmen zu erbringen haben, welche Materialien verwendet werden und welche Kosten vereinbart sind.
3. Unabhängige Bauleiter und Gutachter bestellen
Ein eigens bestellter Bauleiter, der unabhängig den Bau überwacht, kostet zwar zusätzliches Geld, ist aber letztlich sehr wertvoll. Er überprüft die Arbeiten der Unternehmen und kann rechtzeitig einspringen. Fehler werden früher erkannt und Pfusch wird vermieden. Dasselbe gilt für Gutachter, die man während der einzelnen Bauphasen bestellt, um ausgeführte Arbeiten überprüfen zu lassen. Zwar entstehen zusätzliche Kosten – doch weil Pfusch früher aufgedeckt wird, spart man letztlich sogar Geld.
