Riester-Rente in der Kritik
Die staatlich geförderte Riester-Rente gerät zunehmend in die Kritik, und das nicht zum ersten Mal. Nachdem die Fraktion der Linkspartei kürzlich die Kosten für die Fördermaßnahmen in Frage stellte, monieren Verbraucherverbände jetzt Gebühren, schlechte Beratung und mangelnde Information der Kunden. Unterstützung erhalten sie dabei vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) aus Berlin.
Für Kornelia Hagen, wissenschaftliche Mitarbeiterin am DIW, handelt es sich beim Hinweis der Regierung auf bislang 13 Millionen Riester-Verträge um eine „Erfolgsmeldung ohne Fundament“. Nach zehn Jahren sei es an der Zeit, den Markt zu bewerten und die Riester-Rente einer systematischen Überprüfung zu unterziehen. Laut Schätzung des DIW nutzen bis dato nur knapp 37 Prozent der Anspruchsberechtigten die Möglichkeit, mit staatlichen Zuschüssen für das Alter zu sparen. Die eigentliche Zielgruppe, Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen, würde dabei viel zu selten erreicht.
Als weiteres, nicht minder gravierendes Problem sieht das DIW die Kosten und Konditionen bei Riester-Policen. Sie seien gegenwärtig kaum zu überprüfen. „Dafür, dass es um ein Produkt geht, das von der Politik als eine tragende Säule der Altersvorsorge mit zunehmendem Gewicht eingeführt wurde, muss die Datenlage als eklatant unzureichend bezeichnet werden“, so Kornelia Hagen. Sie versteht allerdings auch nicht, weshalb die Verbraucherzentralen es bislang versäumt haben, ein eigenes, flächendeckendes Monitoring zu installieren. Schließlich beklagten sie schon längere Zeit die Missstände bei der Riester-Rente.
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Andre on 02/26 at 11:19 AM
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Augen auf bei der Kombidarlehen Baufinanzierung
Banken und Baugeldvermittler preisen bereits seit mehreren Monaten die sogenannten variablen Darlehen an. Hierbei handelt es sich um Immobiliendarlehen mit einer variablen Verzinsung. Die Höhe des Zinssatzes ist dabei an die Marktzinsen gekoppelt: Wenn die Marktzinsen steigen oder fallen, werden die Zinssätze dieser Immobiliendarlehen entsprechend angepasst. Das Risiko bei der Finanzierung solcher Darlehen liegt vergleichsweise hoch: Sollten die Marktzinsen ordentlich anziehen, kann sich die Baufinanzierung spürbar verteuern.
Deshalb ziehen es mehr und mehr Banken vor, sogenannte Kombidarlehen zu bewerben. Diese bieten mehr Sicherheit, weil sie eine Kombination aus klassischem Annuitätendarlehen und einem variablen Darlehen bilden. Das Prinzip ist simpel: Ein Teil des Finanzierungsbetrags wird über ein Annuitätendarlehen finanziert, der Restbetrag über ein variables Darlehen. Die Anteile sind häufig gleich groß. Durch die Kombination beider Darlehensarten sollen die Auswirkungen, die ein Zinsanstieg mit sich bringen kann, verringert werden.
Dennoch sollten sich Darlehensnehmer genau überlegen, ob diese Form der Baufinanzierung wirklich zu ihnen passt. Selbst wenn nur der halbe Darlehensbetrag mit einem variablen Zinssatz finanziert wird, kann das Risiko immer noch sehr hoch bemessen sein. Gerade bei knappen Finanzierungen ist es daher besser, von dieser Variante der Immobilienfinanzierung abzusehen. Zwar mag das variable Darlehen zu einem besonders günstigen Zinssatz zu haben sein, doch das Risiko ist am Ende für die meisten Leute zu hoch. Die meisten privaten Immobilienkäufer und Bauherren sind deshalb besser damit beraten, sich für ein klassisches Annuiätendarlehen zu entscheiden - es bietet einfach mehr Sicherheit.
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Jochen on 02/26 at 11:18 AM
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