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Freitag, März 12, 2010

Der demographische Wandel wirkt sich auf die Garantieleistungen von Rentenpolicen aus

Die Lebenserwartung steigt. Das ist schön, hat versicherungstechnisch aber einen kleinen Haken: Die Beiträge, die über die Jahre in eine klassische Rentenversicherung eingezahlt und angelegt werden, müssen immer weiter „gestreckt“ werden, damit sie bis zum Lebensende reichen. Daraus resultiert auf Dauer eine niedrigere Garantieleistung. Auf diesen Zusammenhang macht die Zeitschrift Finanztest aufmerksam.

Die Experten haben für eine 37-jährige Frau, die 30 Jahre lang jeden Monat 100 Euro in eine private Rentenversicherung einzahlt, eine garantierte Rente zwischen 164 und 189 Euro ausgerechnet. Damit lassen sich keine große Sprünge machen. Wenn man bedenkt, über welchen Zeitraum das Kapital angespart und welcher Betrag insgesamt aufgebracht wurde, zeigt sich das Dilemma: Viele Rentenpolicen für die private Altersvorsorge rechnen sich erst, wenn der Kunde entsprechend alt wird. Finanztest spricht von mindestens 85 Jahren.

Gut zu wissen, dass die meisten Kunden, die eine klassische Rentenversicherung abgeschlossen haben, auch vergleichsweise alt werden. Das ändert allerdings nichts daran, dass für Verträge, die früh abgeschlossen werden, häufig schon während der Ausbildung oder in den ersten Berufsjahren, ein langes Stehvermögen nötig ist. Das Geld ist in der Police gebunden. Eine vorzeitige Kündigung würde hohe Verluste nach sich ziehen. Auch ein späterer Neuvertrag ist mit Nachteilen behaftet, eben weil die garantierte Leistung sinkt und zudem weniger eingezahlt würde.

Berechnet wird die Garantierente anhand der sogenannten Sterbetafel. Sie besagt zum Beispiel seit jeher, dass Frauen länger leben als Männer. Im Umkehrschluss bedeutet das: Frauen erhalten auch weniger Geld aus einer Rentenversicherung. Ein wenig aufgestockt wird der Betrag, den die Unternehmen ihren Kunden bieten, durch die Überschussbeteiligung. Wie hoch sie ausfällt, lässt sich nicht vorhersagen. Wirtschaftet die Versicherung gut, hat also niedrige Kosten und kann mit den Geldern eine hohe Rendite erzielen, dürfen sich auch die Kunden freuen.

Posted by Andre on 03/12 at 11:16 AM
AltersvorsorgeRentenversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Nur so klappt es mit der Muskelhypothek

Im vorangegangenen Beitrag zum Thema Baufinanzierung habe ich deutlich gemacht, wie praktisch die Erbringung von Eigenleistungen auf dem Bau sein kann. Wenn Bauherren auf der Baustelle anpacken und Teile der Arbeiten selbst verrichten, können sie bares Geld sparen. Gleichzeitig wird die Eigenleistung von der Bank anerkannt bzw. wertsteigernd im Rahmen der Kalkulation berücksichtigt.

Da wundert es nicht, dass viele Bauherren darauf abzielen, hohe Eigenleistungen zu bringen, um somit die Kosten ihrer Projekte zu senken. Allerdings darf man das Thema Muskelhypothek nicht überschätzen: Letztlich können entsprechende Arbeiten nur innerhalb eines begrenzten Umfangs erbracht werden. Gleich mehrere Gründe sorgen für Einschränkungen.
Besonders die Bauweise spielt eine ganz wichtige Rolle. Wer auf Ausbauhäuser setzt, befindet sich in der Lage, relativ viel am Bau mitzuarbeiten. Allerdings gibt es auch Bauvarianten, bei denen gar nicht so viel geholfen bzw. unterstützend mitgearbeitet werden kann. Beim klassischen Fertighaus können die Bauherren immer nur vergleichsweise wenig helfen.

Ebenso gilt es das Einsparpotential richtig einzuschätzen. Es kommt immer wieder vor, dass Bauherren 50.000 Euro oder mehr einsparen möchten. Allerdings können durch Eigenleistungen nur Lohnkosten eingespart werden: Baumaterialien gilt es trotzdem zu kaufen. Besonders dieser Punkt wird immer wieder außer Acht gelassen, weshalb es manchmal zu Fehlkalkulationen kommt. Dies ist auch der Grund, weshalb viele Banken bei der Erbringung größerer Eigenleistungen eine Auflistung der einzelnen Arbeiten sehen möchten.

Außerdem spielen auch die handwerklichen Fähigkeiten eine ganz wichtige Rolle. Verständlicherweise befindet sich ein Handwerker in der Lage, deutlich größere Leistungen zu erbringen, als beispielsweise ein Bankkaufmann ohne nennenswerte handwerkliche Erfahrung. Diesbezüglich sollte man sich nicht überschätzen – ebenso wenig wie die erforderliche Arbeitszeit, die es letztendlich zu investieren gilt.

Posted by Jochen on 03/12 at 11:15 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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