Hinweise zu Schnellspartarifen beim Bausparen
Zunehmend mehr Bausparkassen bieten heutzutage sogenannte Schnellspartarife an. Hierbei handelt es sich um Bausparverträge der besonderen Art. Von den klassischen Tarifen unterscheiden sie sich in erster Linie dahingehend, dass die Zuteilung schon nach einem vergleichsweise kurzen Zeitraum verfolgen kann. Während man beim klassischen Bausparvertrag gute 7 Jahre lang monatliche Sparraten leistet, erstreckt sich dieser Zeitraum beim Schnellspartarif auf 4 Jahre oder ggf. einen noch kürzeren Zeitraum.
Obwohl die Sparphase drastisch verkürzt wird, ist es dennoch möglich, in den Genuss sehr attraktiver Darlehenszinsen zu gelangen. Auf welche Höhe sich der Zinssatz beläuft, hängt besonders von der späteren Tilgung ab. Je schneller ein Darlehensnehmer sein Bauspardarlehen später an die Bausparkasse zurückzahlt, desto niedriger ist der Zinssatz, den er erhalten kann. Im Grunde ist dies Vor- und Nachteil zu gleich. Auf der einen Seite ist ein niedriger Zinssatz immer eine gute Sache, schließlich führt er zu einer niedrigen Zinslast. Auf der anderen Seite ist die Darlehensrate hoch bemessen, weshalb man sich erst einmal in der Lage befinden muss, die Finanzierung zu stemmen.
Daher richten sich entsprechende Bauspartarife vorrangig an Interessenten, die über ein vergleichsweise gutes Einkommen verfügen und somit keine Schwierigkeiten damit haben, die hohen Tilgungsraten zu tragen. Darlehensnehmer profitieren in diesem Fall von einem niedrigen Zinssatz und der schnellen Rückzahlung: Das Eigenheim ist nach kurzer Zeit abgezahlt und die Zinslast war nicht sehr hoch bemessen.
Wenn das Einkommen knapp bemessen ist bzw. nicht mehr viel Freiraum für die Darlehensrate bleibt (was besonders bei Familien der Fall ist), kommen Schnellspartarife eher nicht in Frage. Die spätere Darlehensrate ist oftmals deutlich zu hoch bemessen, weshalb andere Bauspartarife oder auch konventionelle Annuitätendarlehen die bessere Lösung verkörpern.
