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Dienstag, Mai 04, 2010

Schwarzfahrer versichern sich gegenseitig

Es erinnert ein wenig an die Anfänge des Versicherungswesens: In Paris bilden sich schon seit geraumer Zeit Gruppen und jedes Mitglied zahlt in eine Kasse, um im Schadensfall Beistand leisten zu können. Was früher bei den Zünften gängig war, um Hinterbliebene oder Alte zu unterstützen, funktioniert offenbar auch unter Schwarzfahrern. Nur, dass es sich nicht um eine Art Renten- oder Krankenversicherung handelt. Den Gruppen geht es schlichtweg darum, sich vor den hohen Geldstrafen zu schützen, wenn man in den Bussen oder U-Bahnen der französischen Hauptstadt ohne Ticket erwischt wird.

Sieben Euro zahlen die Mitglieder Monat für Monat in ihre Schwarzfahrerversicherung. Frédéric, der aus Überzeugung keinen Fahrschein löst, erklärte dazu in einer Pariser Tageszeitung: „Wir zahlen alle in eine Gemeinschaftskasse, aus der dann die Strafen der Mitglieder beglichen werden“. Damit bewegen sich Gruppen mit jeweils mehreren Dutzend Schwarzfahrern nicht einmal mehr am Rande der Legalität, sie haben die Grenze bereits überschritten und müssen im Ernstfall mit einer Anzeige wegen Anstiftung zum Betrug rechnen. Dabei spielt es keine Rolle, dass sie eigentlich politische Ziele verfolgen.

Sie verstehen die Risikoversicherung als Teil ihrer Bemühungen für die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wie Bus, Bahn und U-Bahn. Sie müssten allen zugänglich und ebenso wie die Schule oder die medizinische Versorgung kostenlos sein, heißt es aus Kreisen der Schwarzfahrer-Versicherungen. Diese Verbindungen gibt es schon seit Jahren. Geschätzt wird, dass vier Prozent der Métro-Passagiere „schwarz“ unterwegs sind. Für die Verkehrsbetriebe entstehen dadurch jährlich Einnahmeausfälle von 80 Millionen Euro, die auch mit 50 Euro Strafe für Fahren ohne Fahrschein nur schwer wieder ausgeglichen werden können.

Posted by Andre on 05/04 at 10:12 AM
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Baugeld: Zinstief hält weiterhin an

Zunehmend mehr Finanzexperten rechnen langfristig mit steigenden Zinsen. Grund ist die drohende Inflation: Die Finanzmärkte werden mit billigem Geld überschwemmt und gleichzeitig weiten die meisten Staaten ihre Haushaltsdefizite aus. Allerdings ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Inflation festzustellen, weshalb auch die Zinsen günstig bleiben.
Was Baugeld betrifft, so sind die Zinssätze in den letzten Tagen nochmals erneut gefallen. Schuld an dieser Entwicklung trägt insbesondere die Griechenlandkrise: Der verspätete Eingriff der EU Mitgliedsstaaten zur Rettung Griechenlands hat die Zinsen weiterhin verbilligt. Für angehende Bauherren und Immobilienkäufer könnte die Situation kaum besser aussehen. Bereits seit Monaten befinden sich die Hypothekenzinsen auf einem äußerst niedrigen Niveau. Im Vergleich zum Jahr 2008 sind die Zinssätze signifikant gefallen. Wie das „Handelsblatt“ schreibt, beläuft sich der Zinsrückgang auf fast 2 Prozent. Bei einem Immobiliendarlehen in Höhe von 200.000 Euro und einer Laufzeit von 20 Jahren führt dieser Zinsvorteil zu einer Ersparnis von rund 52.000 Euro.

Zu welchem Zinssatz ein Immobiliendarlehen letztlich aufgenommen werden kann, hängt natürlich vom jeweiligen Vorhaben ab. Bonität und Immobilie sind Faktoren, die auf den Zinssatz einen Einfluss nehmen können. Dasselbe gilt auch für die Zinsbindung: Je kürzer die Zinsbindung gewählt wird, desto niedriger ist der Darlehenszins bemessen. Allerdings ist es weniger empfehlenswert, eine kurze Zinsbindung zu wählen. Die meisten Darlehensnehmer sind besser damit beraten, die günstigen Hypothekenzinsen langfristig zu sichern, indem sie eine längere Zinsbindung wählen. Aufgrund der langfristigen Planungssicherheit und den ohnehin günstigen Zinssätzen dürfte man den Zinsaufschlag, der aus der Wahl einer langen Zinsbindung resultiert, verkraften können.

Posted by Jochen on 05/04 at 10:11 AM
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Montag, Mai 03, 2010

Hundehalter-Haftpflichtversicherung wird von vielen Tierfreunden unterschätzt

„Der beißt nicht. Der will nur spielen“, gehört zu den Standardsprüchen vieler Hundehalter. Was aber, wenn aus dem Spiel Ernst wird und das Tier zuschnappt? Oder wenn Fiffi sich losreißt, einen Radfahrer umwirft oder gar einen Auto-Unfall verursacht? Darüber denken viele Hundefreunde offenbar nicht nach. Denn von den fünf Millionen Vierbeinern in der Bundesrepublik steht nur etwa die Hälfte unter dem schützenden Mantel einer Hundehalter-Haftpflichtversicherung. Die übrigen Frauchen und Herrchen leben mit der Gefahr, irgendwann das Sparbuch plündern zu müssen. Denn sie haften für jeden Schaden von Bello oder Waldi.

Das passiert öfter als vielen Tierhaltern lieb sein kann. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft geht von 30.000 bis 50.000 Biss-Verletzungen pro Jahr aus, die von einem Arzt behandelt werden müssen. Dass es vermutlich weit mehr Fälle sind, steht zu befürchten. Ob nun großer oder kleiner Hund, spielt keine Rolle – der Schaden kann enorm sein. Deshalb besteht in Berlin und Hamburg seit dem 1. Januar 2010 die Pflicht, eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung vorweisen zu können. Ähnlich sieht es in Sachsen-Anhalt aus, wenn das Tier nach dem 1. März 2009 (teils auch eher) geboren wurde.

Der mahnende Finger des Gesetzgebers scheint allerdings keine Wirkung zu haben. Die Zahl der Vertragsabschlüsse ist in diesem Jahr weder sprunghaft gestiegen noch spüren die Unternehmen ein erhöhtes Interesse an der Haftpflichtpolice für Hundehalter. Den Grund sehen die DEVK Versicherungen darin, dass viele vorgesorgt und schon vor dem eigentlichen Termin ihre Unterschrift auf einen Vertrag gesetzt hätten. Trotzdem ist die Police in den Haushalten mit Vierbeiner noch absolute Mangelware, obwohl sie mit etwa 40 bis 60 Euro Jahresbeitrag bei einer Deckungssumme von fünf bis zehn Millionen Euro vergleichsweise günstig ist.

Den Ausschlag sollte der Leistungsumfang geben. Je mehr mögliche Schäden in den Versicherungsbedingungen berücksichtigt werden, desto besser. Ungewollte Deckakte sind dabei ebenso möglich wie der Verstoß gegen den Leinenzwang oder Schäden an (Wohn-)Räumen und Gebäuden. Wer den Hund regelmäßig in die Obhut von Freunden oder Bekannten gibt, ist gut beraten, die Option Fremdhüter bei der Hundehalter-Haftpflichtversicherung zu wählen.

Posted by Andre on 05/03 at 08:21 AM
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Sonntag, Mai 02, 2010

Sind Sie für den Urlaub ausreichend versichert?

Einige Leute mögen es für verfrüht halten, schon jetzt an den Sommerurlaub zu denken. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass die Urlaubszeit schneller vor der Tür stehen kann, als man meint. Immerhin haben wir bereits Mai: In ca. zweieinhalb Monaten brechen Millionen von Deutschen zum Sommerurlaub auf.

Die meisten Leute haben ihren Urlaub bereits präzise geplant und häufig auch schon gebucht. Allerdings fällt auf, dass dem Thema Versicherungsschutz wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht wird: Vielen angehenden Urlaubern kommt es gar nicht in den Sinn, dass sie um Urlaub verletzt werden könnten oder andere Schadensfälle eintreten, die hohe Kosten nach sich ziehen. Das mag vor allem daran liegen, dass sich die meisten Leute der drohenden Kosten nicht bewusst sind. In Deutschland sind sie relativ gut abgesichert – doch sobald sie sich im Ausland aufhalten, kann es schon ganz anders aussehen. Man denke nur an das Thema Krankenversicherung: Die gesetzliche Krankenversicherung bietet nur einen eingeschränkten Krankenschutz für Auslandsaufenthalte.
Bei der privaten Haftpflichtversicherung sieht es unter Umständen nicht anders aus. Zwar gibt es Tarife, die einen solchen Schutz bieten – allerdings gibt es ebenso viele Tarife, deren Schutz bei Auslandsaufenthalten nicht greift. Dementsprechend kann auch in diesem Bereich Nachbesserungsbedarf bestehen, beispielsweise indem der Tarif gewechselt wird.
Außerdem ist festzustellen, dass zunehmend mehr Urlauber auf den Abschluss einer Reisekostenrücktrittsversicherung verzichten. Zwar lässt sich hierdurch häufig eine größere Ersparnis erzielen, allerdings kann im Schadensfall umso mehr Geld verloren gehen.

Alle angehenden Urlauber sollten deshalb noch einmal genau überprüfen, ob sie tatsächlich ausreichend versichert sind. Für die meisten mag dies kein interessantes Thema sein - eine grundlegende Absicherung ist jedoch sehr wichtig.

Posted by Jochen on 05/02 at 10:24 AM
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Samstag, Mai 01, 2010

Wenn sich Versicherer der Entschädigungszahlung verweigern

Es steht außer Frage, dass es ein paar Versicherungen gibt, über deren Schutz man schlichtweg verfügen sollte. Allerdings hilft einem der beste Versicherungsschutz nichts, wenn sich der Versicherer im Schadensfall weigert, die Kosten zu übernehmen. Dies ist ein Thema, über das in der Versicherungsbranche nur ungern gesprochen wird – schließlich stellt es die Versicherungsunternehmen nicht unbedingt ins beste Licht. Leider gibt es solche Fälle dennoch: Immer wieder hört man von ihnen – und hofft insgeheim, dass einem selbst so etwas nicht passieren kann. Das Problem besteht zumeist darin, dass die Versicherer sich der Verzögerungstaktik bedienen und hoffen, somit ihrer Zahlungspflicht nicht nachkommen zu müssen. Unglücklicherweise funktioniert diese Verfahrensweise sehr gut: Meistens ist es relativ leicht möglich, immer wieder neue Gegenargumente zu nennen und anschließend die Erstellung neuer Gutachten anzufordern.

Ein derartiger Fall wurde nun von der Presse aufgegriffen. Wie der „Südkurier“ schreibt, wurde ein mittelständischer Unternehmer finanziell ruiniert, weil seine Produktionshalle einem Brand zum Opfer viel. Der Brand war auf einem Nachbargrundstück entstanden und schlug über. Die R+V Versicherung, bei welcher ein entsprechender Versicherungsschutz abgeschlossen wurde, hält dem Versicherungsnehmer vor, er habe selbst den Brand gelegt – zugleich wurden mehrere Gutachten angezweifelt. Das Unternehmen sowie der Unternehmer selbst stehen mittlerweile vor dem finanziellen Ruin.

Gegen derartige Fälle kann man sich als Versicherungsnehmer natürlich nur schwer absichern – gerade wenn es darum geht, größere Entschädigungsbeträge zu leisten, stellen sich viele Versicherer quer. Dementsprechend wird die eigentliche Wahl des Versicherers wohl nur bedingt einen Einfluss auf die Geschwindigkeit bei der Entschädigung nehmen. Doch zumindest kann man sich grob absichern, indem man Versicherungsunterlagen stets sicher aufbewahrt, bei schweren Schadensfällen eine schnelle Gutachtenserstellung anstrebt und ggf. auch schon frühzeitig einen Anwalt hinzuzieht.

Posted by Jochen on 05/01 at 09:30 AM
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