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Freitag, Juni 11, 2010

BU-Schutz wird oft zu niedrig gewählt

Prioritäten, die beim Versicherungsschutz gesetzt werden, lassen sich anhand von Statistiken sehr leicht ablesen. Sehr weit vorne steht die Lebensversicherung. Sie kommt in der Bundesrepublik auf über 70 Millionen Policen. Ihre Aufgabe: Sie soll passend zur Rente ein paar Euro zusätzlich in die Kasse spülen und die Familie absichern. Deutlich seltener nachgefragt wird die Berufsunfähigkeitsversicherung. Bis Ende 2009 verbuchten die Assekuranzen lediglich 16,6 Millionen Verträge. Dabei gilt der BU-Schutz als eine der wichtigsten Absicherungen, direkt nach der privaten Haftpflichtversicherung.

Die Zahlen vom Handelsblatt belegen allerdings nicht nur, dass die Deutschen eine Lebensversicherung für wichtiger erachten als den Berufsunfähigkeitsschutz. Sie zeigen auch, dass die meisten Kunden einen Vertrag mit viel zu geringer Leistung gewählt haben. Die Ratingagentur Franke und Bornberg ermittelte, dass 70 bis 90 Prozent der Verträge auf eine Rente von unter 1.000 Euro im Monat kommen. Bei eigenständigen Policen seien es rund 900 Euro. Werde die BU-Versicherung als Zusatz zu einer Lebensversicherung vereinbart, ergebe sich ein Durchschnitt von 500 Euro.

Dass es mit solchen Beträgen relativ schwer sein dürfte, über die Runden zu kommen, steht außer Frage. Denn wer seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter ausüben kann – ein Schicksal, das mittlerweile jedem Vierten droht – steht allein auf weiter Flur. Vom Staat ist nicht viel zu erwarten - da hilft nur private Vorsorge. Deshalb sind Policen mit niedriger Rente zwar lobenswert, weil man sich Gedanken über den Fall der Fälle gemacht hat, aber nicht dazu geeignet, den Lebensstandard zu sichern. „Das ist deutlich zu wenig und hat damit zu tun, dass in den meisten Fällen keine bedarfsgerechte Beratung geführt wird“, moniert Michael Franke von der Ratingagentur.

Beratung ist gerade bei der Berufsunfähigkeitsversicherung das A und O. Der Aufwand ist zwar vergleichsweise groß, unter anderem, weil ein Fragenkatalog zur Gesundheit beantwortet werden muss - aber er lohnt sich. Nur ein maßgeschneiderter Schutz passt später auch. Das Problem bei der BU-Police: Viele Interessenten werden abgelehnt und in einigen Berufsgruppen liegen die Prämien aufgrund des vermuteten Risikos extrem hoch. Gegenüber dem Handelsblatt kritisiert Michael Franke daher, dass gerade für diejenigen, die den Schutz dringend nötig hätten – auch weil sie nur ein niedriges Einkommen erzielen –, sich die Prämien „verdoppelt bis vervierfacht“ haben.

Posted by Andre on 06/11 at 09:39 PM
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Schwacher Euro macht US-Ferienimmobilien teurer

imageDeutsche bzw. Europäer, die sich ihren Traum von einer Ferienimmobilie in den USA erfüllen wollten, hatten es bis vor kurzem noch richtig gut. Die globale Finanzkrise ist ihnen regelrecht entgegen gekommen: In den USA musste der Häusermarkt einen starken Einbruch verzeichnen, weshalb die Immobilienpreise sehr deutlich gefallen sind. Zudem wurde der Euro gegenüber dem US-Dollar immer stärker. Da wundert es nicht, dass etliche Leute die Chance genutzt und Immobilieneigentum erworben haben. Besonders in Florida haben die Europäer ordentlich zugeschlagen und günstig Land erworben.

Doch diese Zeiten sind nun schlagartig beendet. Grund ist weniger der US-Immobilienmarkt. Zwar zeigt der Markt erste Anzeichen von Erholung, jedoch liegt der Hauptgrund ganz woanders. Er ist beim Wechselkurs des Euro zu finden: Innerhalb weniger Wochen hat der Euro gegenüber dem US-Dollar beträchtlich an Wert eingebüßt. Zu Beginn des Jahres war der Euro noch satte 1,50 US-Dollar wert – in der vergangenen Woche hat er die Grenze von 1,20 Dollar unterschritten. Damit ist der US-Dollar so teuer wie schon seit vier Jahren nicht mehr.

Historisch betrachtet ist der US-Dollar immer noch äußerst günstig. Frühere Wechselkurse (ganz egal ob gegenüber dem Euro oder der D-Mark) sahen ganz anders aus. Wer Immobilien in den USA erwerben wollte, musste ordentlich tief in die Tasche greifen, weil der Dollar als vergleichsweise teuer galt. Weil der Euro immer noch gute 20 Cent über dem Dollar liegt, sind so gesehen immer noch attraktive Käufe möglich. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die Abwertung des Euro nicht zu unterschätzen ist: Wer erst vor wenigen Monaten als Europäer in den USA eine Immobilie gekauft hat, darf sich schon jetzt über einen satten Wertzuwachs freuen.

Posted by Jochen on 06/11 at 07:00 AM
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