Österreich: Familien-Vorsorgestudie 2010
Für die private Altersvorsorge wählen die Österreicher am liebsten eine Lebensversicherung. Sie wird von 43 Prozent favorisiert. Auf Platz zwei folgt die sogenannte Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung, die in der Bundesrepublik mit Riester- und Rürup-Rente betrieben wird. Hierfür haben sich in der Alpenrepublik bislang 41 Prozent entschieden. Die weiteren Ränge gehen an Bausparverträge (38 Prozent), private Zusatzpensionsversicherungen (35 Prozent) und Immobilien (35 Prozent). Firmenpensionen sind weit abgeschlagen und kommen nur auf acht Prozent.
Mit diesen Zahlen wartet die „Familien-Vorsorgestudie 2010“ auf. Sie wurde von der Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group und der Ersten Bank der österreichischen Sparkassen AG in Auftrag gegeben und von der GfK-Austria erstellt. Befragt wurden dazu rund 1.000 Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Ergebnisse zeigen recht deutlich, dass Lebens- und Rentenversicherungen als wichtigste Bausteine für die finanzielle Vorsorge betrachtet werden, und zwar unabhängig vom Alter. Bei den 25- bis 39-Jährigen teilen diese Einschätzung 78 Prozent, in der Altersklasse 40 bis 60 sind es 75 Prozent.
Dass für das Alter vorgesorgt wird, halten 46 Prozent der Befragten für sehr wichtig. Mit „eher wichtig“ antworteten 38 Prozent. Im Schnitt ergibt sich in Österreich eine monatliche Vorsorge-Sparleistung von 111 Euro. Hinzu kommen noch einmal 72 Euro, mit denen für andere – zum Beispiel die Kinder – vorgesorgt wird. Das Ruder für die eigene private Altersvorsorge haben bereits 82 Prozent in die Hand genommen. Bei der Vorsorge für die Kinder sind es 50 Prozent. Trotz Krise und finanzieller Belastungen wollen 74 Prozent auch zukünftig in gewohnter Weise sparen. Acht Prozent planen, sogar noch ein paar Kohlen nachzulegen. Vor allem die junge Generation ist bereit, für die private Altersvorsorge tiefer in die Tasche zu greifen.
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