Kreditnehmer haben mit Franken-Darlehen zu kämpfen
In den vergangenen Jahren hat die Aufnahme sogenannter Fremdwährungsdarlehen deutlich zugelegt. Dies gilt besonders im Bereich der Baufinanzierung: Eine immer größer werdende Anzahl an Bauherren und Immobilienkäufern entscheidet sich für ein Darlehen, das auf eine Fremdwährung lauten. Vor allem der Schweizer Franken gilt in diesem Segment als fest etabliert: Er zählt zu den beliebtesten Fremdwährungen.
Die gestiegene Popularität dieser Darlehen ist gleich auf zwei Faktoren zurückzuführen. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die Schweiz grundsätzlich für ihre niedrigen Zinssätze bekannt ist: Darlehensnehmer können deutliche Zinsvorteile nutzen. Beim zweiten Faktor handelt es sich um den langjährigen Wertzuwachs des Euro: Die Gemeinschaftswährung hatte über Jahre hinweg ordentlich an Wert zugelegt, wodurch sich satte Währungsgewinne erzielen ließen.
Allerdings muss eine solche Währungsentwicklung nicht dauerhaft stattfinden - dies haben in den vergangenen Monaten (in sieben Monaten hat der Euro gegenüber dem Franken von 1,65 Franken auf 1,32 Franken abgewertet) etliche Darlehensnehmer zu spüren bekommen. Dies gilt nicht nur für Baufinanzierung sondern auch für andere Finanzierungsbereiche. Eines der bekanntesten Beispiele ist die Stadt Essen: In dieser Woche wurde bekannt, dass die Stadt mit Franken-Darlehen erschreckend hohe Verluste eingefahren hat. Acht Jahre lang lief das Spiel gut: Mit Fremdwährungsdarlehen konnte die Stadt eine beachtenswerte Zinsersparnis erzielen. Doch der starke Wertverlust des Euro hat diesen Zinsvorteil gnadenlos aufgefressen und in einen Millionenverlust umgewandelt: In den sieben Monaten hat die Stadt ein Minus von 16 Mio. Euro eingefahren.
An diesem Beispiel wird deutlich, wie es um das Risiko bei entsprechenden Darlehen bestellt ist. Gerade Privatpersonen sollten sich daher genau überlegen, ob es sich wirklich lohnt, auf ein solches Finanzierungsmodell zu setzen. Konservative Finanzierungsformen mögen womöglich etwas kostspieliger sein, bieten aber dafür deutlich mehr Sicherheit.
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Jochen on 07/03 at 10:45 AM
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Gothaer mit Verbesserungen in der Unfall- und Privathaftpflicht
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Saskia on 07/03 at 07:00 AM
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