Allianz: Autohersteller sollen Versicherung bei Autoverkauf anbieten
Die Autoversicherer haben es nicht gerade leicht: Auf ihrem Markt findet ein ausgeprägter Wettbewerb statt. Die Tarife müssen günstig sein, damit neue Kunden gewonnen werden können. Zugleich gilt es große Beträge in Werbung zu investieren. Für etliche Versicherer ist dieses Geschäft noch nicht einmal profitabel.
Wegen der hohen Werbeausgaben ist es für die Versicherer wichtig, einen möglichst starken Zuwachs zu erzielen bzw. ihren Marktanteil zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, wird auf die unterschiedlichsten Strategien gesetzt. So setzt die Allianz Kfz-Versicherung beispielsweise auf Kooperationen mit den Autoherstellern.
Wie der Konzern mitteilt existieren bereits Kooperationen mit BMW und Daimler. Diese Kooperationen sehen vor, dass die Autohersteller ihren Kunden nicht nur Fahrzeuge sondern auch den zugehörigen Versicherungsschutz anbieten. In diesem Segment möchte die Allianz ihr Engagement nun ausbauen - und das nicht nur auf dem heimischen sondern auch auf dem internationalen Fahrzeug- und Versicherungsmarkt. Auf dem Heimatmarkt ist der Versicherungskonzern mit dieser Strategie äußerst erfolgreich: Rund ein Fünftel des Neugeschäfts wird auf diesem Weg bereits getätigt.
Besonders in China und den USA soll der Marktanteil mit dieser Strategie maßgeblich gesteigert werden. Zugleich soll die Anzahl der Kooperationspartner ausgebaut werden. Laut einem Allianz-Sprecher sollen mittelfristig Kooperationen mit vier der fünftgrößten Autohersteller eingegangen werden. Allerdings wurden keine konkreten Namen genannt. Ebenso ist unklar, ob BMW und Daimler zu diesen Unternehmen gezählt werden sollen bzw. ob die beiden bestehenden Kooperationen anzurechnen sind. Die größten Autohersteller der Welt (Stand 2008) sind nämlich Toyota, General Motors, Volkswagen, Renault-Nissan und Ford.
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