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Samstag, Juli 17, 2010

Bausparkassen erfahren starkes Wachstum

Die Bausparkassen waren ohnehin die großen Gewinner der Finanzkrise: Ein beachtlicher Teil der privaten Anleger war äußerst verunsichert und hat sich daher auf die Suche nach vergleichsweise konservativen Anlageformen begeben. Die Folge war ein deutlicher Zuwachs bei den Bausparverträgen, die in erster Linie zur Kapitalanlage dienen.

Dieses Wachstum hat seither angehalten bzw. sogar noch zugenommen. Wie die LBS Bayern am Mittwoch mitteilte, konnte im ersten Halbjahr ein deutlicher Zuwachs erzielt werden. Das Neugeschäft der Bausparkasse hat von Januar bis einschließlich Juni um satte 26,4 Prozent zugelegt. Angesichts der Wachstumszahlen ist auf die vermittelte Bausparsumme zu verweisen: Auf gut vier Milliarden Euro beläuft sich der Wert, was für die LBS Bayern einen neuen Rekord darstellt. Die Führung der Bausparkasse erhofft sich eine anhaltend starke Nachfrage, um die bisherige Rekord-Bausparsumme von 7,76 Milliarden Euro aus dem Jahr 2003 knacken zu können.

Laut Franz Wirnhier, dem Chef der LBS Bayern, ist das starke Wachstum auf die Finanzkrise zurückzuführen. Die Krise habe dazu geführt, dass sich die Bürger vermehrt auf der Suche nach langfristig wertstabilen Anlagen befinden. Damit meint er jedoch nicht das Bausparen an sich sondern vielmehr die Immobilien. Gerade wegen ihres Inflationsschutzes hat das Interesse an Wohneigentum stark zugenommen.

Auf entsprechende Denkweisen trifft man übrigens nicht nur in Deutschland. Auch die Bausparkassen in Österreich haben ein starkes Wachstum zu vermelden. Im ersten Halbjahr 2010 haben die Österreicher fast eine halbe Million Bausparverträge abgeschlossen, was ebenfalls einen Rekordwert darstellt. Gegenüber Vorjahreszeitraum (2009 ist das bisherige Rekordjahr) stellt dies einen Zuwachs von 5,7 Prozent dar.

Posted by Jochen on 07/17 at 02:24 PM
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Den Versicherungsbedarf ermitteln

Die Deutschen gelten gemeinhin als überversichert. Doch woran liegt es, dass in einigen Haushalten gleich Dutzende Policen von A wie Altersvorsorge bis Z wie Zahnzusatzversicherung vorhanden sind, obwohl so mancher Vertrag gar nicht nötig wäre? Angst, das Bedürfnis, für jedes erdenkliche Szenario abgesichert zu sein, oder einfach nur die Überzeugungskraft der Assekuranzen, Vermittler und Makler? Es dürfte wohl von allem etwas dabei sein. Genaue Statistiken diesbezüglich gibt es nicht. Denn schlimm wird es erst, wenn man sich gar nicht um den Versicherungsschutz kümmert. Zumindest ein Grundstock an Versicherungen sollte vorhanden sein. Doch wie ermittelt man den Versicherungsbedarf?

Den einfachsten Weg, sich einen ersten Überblick zu verschaffen, welche Versicherungen wichtig sind, stellen die Bedarfsrechner im Internet dar. Anhand weniger Mausklicks kann unter anderem auf der Seite des Bundes der Versicherten (BdV: www.bundderversicherten.de – unter dem Menüpunkt Service) der Bedarf ermittelt werden. Gefragt wird nach der privaten und beruflichen Situation sowie dem, was vorhanden ist, wie etwa ein Auto oder ein Eigenheim. Werden die Punkte - in diesem Beispiel „Paar mit Kind“, „angestellt“ sowie „Kfz“ und „Eigentum“ (Immobilie) - ausgewählt, listet das Programm die möglichen Policen sortiert nach Priorität auf.

Als „sehr wichtig“ stuft der BdV die Risikolebensversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung, die Unfallversicherung, die Kfz-Versicherung, die Privathaftpflichtversicherung und die Wohngebäudeversicherung ein. Hausratversicherung und private Pflegezusatzversicherung gelten als „wichtig“. Es folgen Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung, Rechtsschutz Eigentümer und Verkehr, private Zahnzusatz- und Krankenhauszusatzversicherungen sowie als Schlusslichter („unwichtig“) die Glas- und die Insassenunfallversicherung.

Ähnliche Ergebnisse präsentiert auch das Tool der R+V Versicherung. Hier wird nach Alter, Familienstand, Berufsstatus, Wohneigentum, Kfz- und Krankenversicherung sowie der gewünschten Ausrichtung der Geldanlage gefragt (sicherheits- oder renditeorientiert). Mit den gleichen Eckdaten wie beim BdV werden die Berufsunfähigkeits- die Privathaftpflicht- und die Kfz-Haftpflichtversicherung als „unbedingt erforderlich“ und die Unfall-, die Risikolebens-, die Hausrat-, die Wohngebäudeversicherung sowie Riester- und Pflege-Rente als „sehr wichtig“ bezeichnet.

Würde man den Versicherungsbedarf bei mehreren Assekuranzen ermitteln lassen, ergäben sich weitgehend identische Listen. Mithilfe dieser Übersichten kann man sich in Ruhe zu den einzelnen Versicherungen beraten und Angebote erstellen lassen. Sinnvoll ist es, den Versicherungsordner – sofern vorhanden – mitzunehmen bzw. zur Hand zu haben oder sich zumindest zu notieren, welche Verträge vorhanden sind, um direkt vergleichen zu können. Dabei sollte man immer das Budget berücksichtigen – entscheidend ist, erst einmal die wichtigsten Versicherungen abzuschließen, um später vielleicht aufzustocken.

Posted by Andre on 07/17 at 11:25 AM
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