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Montag, Juli 19, 2010

Eigenheim: Käufer achten auf den Energiebedarf

Bestandsobjekte gelten bei angehenden Wohneigentümern als sehr gefragt. Das Interesse am klassischen Bauvorhaben nimmt fortlaufend ab – etliche Interessenten ziehen es vor, den Stress, den ein Bauvorhaben mit sich bringt, nicht auf sich zu nehmen. Stattdessen sind Bestandsobjekte gefragt: Sofern man diese vor dem Kauf genau unter die Lupe nimmt, weiß man genau, was einen später erwartet.

Allerdings sind Eigenheimkäufer vorsichtiger und zugleich auch anspruchsvoller geworden. Nur weil eine Immobilie zum Verkauf steht, bedeutet dies noch lange nicht, dass sich auch ein Käufer finden wird. Einer der wichtigsten Punkte, der in diesem Zusammenhang genannt werden muss, ist der Energiebedarf der Immobilie. Inzwischen sind sich Kaufinteressenten der Tatsache bewusst, dass es auf lange Sicht als äußerst empfehlenswert gilt, sich für den Kauf eines Niedrigenergiehauses zu entscheiden. Zwar mögen die Anschaffungskosten höher bemessen sein, doch die niedrigeren Unterhaltskosten machen sich auf Dauer bemerkbar – zumal eine energetische Sanierung aufwendig und teuer wäre.

Wie das „Hamburger Abendblatt“ schreibt, kann von einer regelrechten Schere zwischen gut verkäuflichen und schlecht verkäuflichen Immobilien gesprochen werden, die immer weiter auseinander klafft. Konkret bezieht sich die Zeitung auf Norderstedt, wo eine solche Entwicklung gut festzustellen ist. Objekte, die nicht älter als 20 Jahre sind und sich energetisch in einem guten Zustand befinden, gelten als sehr gefragt. Objekte, die älter sind oder aufgrund fehlender Dämmung einen hohen Energiebedarf aufweisen, verkaufen sich hingegen schlecht.

Eigentümer, die ihre Objekte verkaufen möchten, müssen sich deshalb in der Lage befinden, Gebäude und Zustand gut einzuschätzen, damit der richtige Verkaufspreis festgesetzt wird. Bei guten Objekten ist es auch heutzutage möglich, schnell einen Käufer zu finden. Bei alten Gebäuden mit hohem Energieverbrauch sieht es anders aus: Entweder man investiert zuvor in eine energetische Sanierung oder es muss ein beträchtlicher Preisabschlag in Kauf genommen werden.

Posted by Jochen on 07/19 at 09:50 AM
Haus & Bau • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Schweizer Versicherungen entdecken die Frau

Über die Rolle der Frau in der Schweiz könnte man lange lamentieren. In dieser Hinsicht ticken die eidgenössischen Uhren ein wenig anders. Zumindest die Versicherungsbranche hat jetzt erkannt, dass Frauen weit mehr Potenzial zu bieten haben als bislang vermutlich angenommen – vor allem in finanzieller Hinsicht. Die Damen in der Schweiz verfügen im Schnitt über 80.000 Franken und gehören damit zu den Spitzenverdienerinnen in der EU. Der Boom bei den Versicherungen speziell für Frauen war also nur eine Frage der Zeit und schlägt sich langsam aber sicher auch auf die Angebotspalette nieder.

Nachholbedarf ist auf jeden Fall vorhanden. Dazu reicht ein Blick in die Versicherungsordner. Bei den Frauen sind sie noch relativ dünn und spärlich gefüllt. Nur 27 Prozent der Eidgenössinnen haben eine eigene Lebensversicherung. Bei den Herren ist die Quote mit 41 Prozent aus Sicht der Versicherungswirtschaft zwar auch nicht optimal, aber deutlich besser. Abgesehen davon, dass sie Geld, aber nur wenige Versicherungen haben, spricht auch ihre „Treue“ für die Frauen. Sie gelten als ideale Kunden, weil sie deutlich seltener Ausschau nach einer neuen Assekuranz halten als die Männer. Dass sie zudem selten Unfälle verursachen und in einen Unfall verwickelt sind, macht sie für so manchen Versicherungsvertreter umso attraktiver.

Weshalb die Unternehmen ihre Produkte aber erst im Ausland testen, um dort zu kontrollieren, wie erfolgreich der Vertrieb ist, mag verstehen, wer will. Die Zurich zum Beispiel bietet in Argentinien eine Lebensversicherung an, bei der die Todesfallleistung bei typischen Frauenkrankheiten wie Brustkrebs um zehn Prozent höher liegt. Aus Österreich stammt die Idee, Zusatzversicherungen für Kinderwunschbehandlungen oder kosmetische Gesichtsoperationen nach Unfällen einzuführen. „Nach den guten Erfahrungen im Ausland prüft auch die Zurich Schweiz spezifische Versicherungslösungen“, heißt es. Bereits reagiert hat die Allianz Suisse bei der Kfz-Versicherung. Sie ist für Frauen deutlich günstiger. Und die Axa schenkt der Damenwelt ein Jahr die Prämie, wenn noch keine Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen wurde, was bei über 60 Prozent der Fall ist.

Posted by Andre on 07/19 at 09:48 AM
InteressantesVersicherungenWirtschaft • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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