Bausparverträge dienen vor allem der Geldanlage
In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Bausparkassen durch Veröffentlichung entsprechender Zahlen über ihre Geschäftsentwicklung informiert. Alles in allem können die Bausparanbieter nicht klagen. Seit Beginn der Finanzkrise hat das Geschäft stark angezogen. Während andere Finanzunternehmen mit Anlegern zu kämpfen haben, die ihre Gelder abziehen, erfahren die Bausparkassen einen starken Zuwachs.
Dieser Zuwachs kommt nicht von ungefähr. Etliche Anleger befanden und befinden sich auch weiterhin auf der Suche nach einer besonders sicheren Geldanlage. Den Banken wird nicht mehr blindlings vertraut – so mancher Anleger zieht es nun bewusst vor, auf die vergleichsweise konservativen Bausparkassen zu setzen, um somit das eigene Geld besonders sicher angelegt zu wissen.
Gerade beim Neugeschäft, welches gegenüber den letzten Jahren deutlich im Plus liegt, wird sehr gut deutlich, dass vor allem Sparer bzw. Geldanleger zu den Kunden zählen. Sie entscheiden sich überwiegend für Bauspartarife, die in erster Linie eine gute Verzinsung bieten. Bausparverträge, die günstige Darlehenszinsen für eine spätere Darlehensaufnahme bieten, sind hingegen weniger gefragt.
Auch beim Abruf von zugeteilten Bausparverträgen bzw. der Inanspruchnahme von Darlehen halten sich die Bausparer noch zurück. Im Vergleich zu den früheren Jahren ist immer noch eine Lücke festzustellen. Zwar scheint der Immobilienmarkt wieder in Schwung zu kommen, jedoch werden deutlich weniger Darlehen in Anspruch genommen, als es bis vor einigen Jahren der Fall gewesen ist. Doch gerade was dieses Thema betrifft, sind die Chefs der Bausparkassen sehr zuversichtlich gestimmt. Aufgrund des Immobilienbooms gehen sie davon aus, dass schon in Kürze wieder deutlich mehr Bauspardarlehen abgerufen werden.
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Jochen on 08/04 at 08:43 AM
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Zurich sagt dem Betrug den Kampf an
Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt. Trotzdem versuchen Kunden Jahr für Jahr zumindest ein paar Euro ihrer Beiträge zu erschwindeln. Vom Defekt am Notebook bis hin zum gesprungenen Glas in der Brille – an Ideenreichtum mangelt es nicht. Für die Unternehmen ein echtes Ärgernis. Sie sind zwar bereits aktiv und decken viele Betrugsversuche auf. Der Zurich Gruppe geht das aber nicht weit genug. Der Konzern bündelt jetzt seine Kräfte im Kampf gegen den Versicherungsbetrug mit einer eigenen Abteilung, in der 50 Spezialisten 20 Millionen Euro einsparen sollen.
Der Vorstand der Zurich Gruppe, Rüdiger Hackhausen, bezeichnet dieses Vorgehen als Novum in der Versicherungswirtschaft. „Erstmals in der deutschen Assekuranz haben wir ein zentrales Betrugsdezernat gegründet, welches für alle Bereiche des Unternehmens gleichzeitig zuständig ist“, erklärte er in der Financial Times Deutschland. Der Hintergrund dürfte klar sein: Das Bemühen um Kunden läuft aktuell nur über Preis und Leistung. Das schmälert die Gewinnspannen. Wenn dann auch noch Leistungen erbracht werden müssen, die auf Betrug beruhen, ist das auf Dauer für alle Kunden, insbesondere die ehrlichen, von Nachteil.
Die „Täter“, teils mit durchaus professionellen Ambitionen, gehen immer raffinierter und teils auch dreister vor. Es reicht ihnen nicht, den Schaden nur der Kfz-Versicherung zu melden. Wenig später landet der Vorfall dann auch auf einem Schreibtisch in der Abteilung private Haftpflichtversicherung. Geht es danach, welche Sparten am häufigsten von Betrugsversuchen betroffen sind, steht die Privathaftpflicht ganz klar auf dem ersten Platz. Das Problem zieht sich allerdings durch alle Unternehmensbereiche bis hin zur Berufsunfähigkeitsversicherung. 20 Millionen Euro sparen zu wollen ist also durchaus realistisch.
Wie genau die „Zentrale Abteilung zur Bekämpfung von Versicherungsbetrug“ arbeitet, verrät die Zurich-Gruppe wohlweislich nicht. Sicher ist nur, dass sie sich von alten Schemata verabschieden wird. Die Datensätze, die früher die Alarmglocken schrillen ließen, haben sich als ungenau erwiesen. Hier wird nun weitaus diffiziler vorgegangen. Gleichzeitig dürften die Datenbanken ein neues Feintuning erhalten, um Problemfälle schneller zu erkennen. Dass dabei auch das Internet samt der sozialen Netzwerke wie Twitter und Facebook eine Rolle spielt, zeigen die Versicherer aus Großbritannien. Nicht selten wird die Vorgehensweise bei einem Betrug in aller Ruhe online diskutiert.
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Andre on 08/04 at 08:41 AM
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