Elementarschäden rechtzeitig versichern
Wasser ist lebensnotwendig, kann aber auch enorme Schäden verursachen. Das zeigt sich derzeit in Ostsachsen. Ganze Städte und Gemeinden wurden von den Wassermassen überrollt. Die Folgen der Überschwemmungen lassen sich derzeit zwar noch nicht absehen. Klar ist hingegen: Hausbesitzer und Mieter, die keine Elementarschadenversicherung abgeschlossen haben, werden die Schäden weitgehend mit eigenen finanziellen Mitteln beheben müssen. Denn weder die Hausrat- noch die Wohngebäudeversicherung decken Schäden durch Hochwasser ab. Darauf weist angesichts der jüngsten Entwicklung im Dreiländereck der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hin.
Zusätzlich zur Wohngebäude- und/oder der Hausratversicherung müsse eine Elementarschadenversicherung vorhanden sein, damit auch bei Überschwemmungen Leistungen erbracht werden, so Christian Lübke vom GDV. Bislang verfügen in Deutschland nur knapp 25 Prozent aller Haushalte über eine solche Police. Das könnte sich auf Dauer als fatale Lücke im Versicherungsschutz erweisen. Denn Unwetter, damit auch Hochwasser und Überschwemmungen, nehmen zu. „Wir haben heute starke Regenfälle in Regionen, die früher verschont blieben“, erklärt Christian Lübke. Aktuell könnten 98,5 Prozent aller Häuser ohne Probleme gegen Elementarschäden versichert werden. Lediglich bei 1,5 Prozent werde es aufgrund der Lage in einem Gefahrengebiet schwierig – zum Beispiel im Oderbruch.
Wird die Elementarschadenversicherung in Kombination mit einer Wohngebäudeversicherung unterschrieben, kommt sie für sämtliche Arbeiten am Haus auf, bis hin zur Sanierung oder dem Abriss inklusive Abtransport des Bauschutts. Sogar Mietausfälle sind versichert. In Verbindung mit einer Hausratpolice breitet die Elementarschadenpolice ihren schützenden Mantel über die gesamte Einrichtung aus. Der Präsident des Vereins Geld und Verbraucher, Siegfried Karle, hält diesen Hausrat-Zusatzvertrag nicht für zwingend notwendig. Seine Begründung: „In der Regel sind die Keller betroffen, und da werden kaum Wertgegenstände gelagert.“ Wichtig sei, sich früh genug mit dem Thema zu befassen. Viele informierten sich erst, wenn der Schaden bereits eingetreten sei.
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