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Dienstag, August 10, 2010

Elementarschäden rechtzeitig versichern

Wasser ist lebensnotwendig, kann aber auch enorme Schäden verursachen. Das zeigt sich derzeit in Ostsachsen. Ganze Städte und Gemeinden wurden von den Wassermassen überrollt. Die Folgen der Überschwemmungen lassen sich derzeit zwar noch nicht absehen. Klar ist hingegen: Hausbesitzer und Mieter, die keine Elementarschadenversicherung abgeschlossen haben, werden die Schäden weitgehend mit eigenen finanziellen Mitteln beheben müssen. Denn weder die Hausrat- noch die Wohngebäudeversicherung decken Schäden durch Hochwasser ab. Darauf weist angesichts der jüngsten Entwicklung im Dreiländereck der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hin.

Zusätzlich zur Wohngebäude- und/oder der Hausratversicherung müsse eine Elementarschadenversicherung vorhanden sein, damit auch bei Überschwemmungen Leistungen erbracht werden, so Christian Lübke vom GDV. Bislang verfügen in Deutschland nur knapp 25 Prozent aller Haushalte über eine solche Police. Das könnte sich auf Dauer als fatale Lücke im Versicherungsschutz erweisen. Denn Unwetter, damit auch Hochwasser und Überschwemmungen, nehmen zu. „Wir haben heute starke Regenfälle in Regionen, die früher verschont blieben“, erklärt Christian Lübke. Aktuell könnten 98,5 Prozent aller Häuser ohne Probleme gegen Elementarschäden versichert werden. Lediglich bei 1,5 Prozent werde es aufgrund der Lage in einem Gefahrengebiet schwierig – zum Beispiel im Oderbruch.

Wird die Elementarschadenversicherung in Kombination mit einer Wohngebäudeversicherung unterschrieben, kommt sie für sämtliche Arbeiten am Haus auf, bis hin zur Sanierung oder dem Abriss inklusive Abtransport des Bauschutts. Sogar Mietausfälle sind versichert. In Verbindung mit einer Hausratpolice breitet die Elementarschadenpolice ihren schützenden Mantel über die gesamte Einrichtung aus. Der Präsident des Vereins Geld und Verbraucher, Siegfried Karle, hält diesen Hausrat-Zusatzvertrag nicht für zwingend notwendig. Seine Begründung: „In der Regel sind die Keller betroffen, und da werden kaum Wertgegenstände gelagert.“ Wichtig sei, sich früh genug mit dem Thema zu befassen. Viele informierten sich erst, wenn der Schaden bereits eingetreten sei.

Posted by Andre on 08/10 at 11:15 AM
WissenswertesGebäudeversicherungHausratversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Umschulder werden eifrig umworben

Anbieter von Baufinanzierungen wittern in diesem Jahr ihre große Chance: Seit Jahren ist das Geschäft mit der Finanzierung von Immobilien stark rückläufig, weil immer weniger Wohnimmobilien gekauft werden. Doch in diesem Jahr könnten einige Anbieter den Negativ-Trend brechen. Die Nachfrage hat deutlich angezogen, was am Aufschwung der Wirtschaft und den niedrigen Zinssätzen liegt.

Um dem Geschäft einen richtigen Push zu verleihen, werden auch die sogenannten Umschulder umworben. Gemeint sind Immobilieneigentümer, deren bestehende Immobiliendarlehen in absehbarer Zeit auslaufen und umfinanziert bzw. neu finanziert werden müssen. Ziel der Banken ist es, ihren Mitbewerbern genau diese Kunden abzuwerben.

In erster Linie setzen die Banken auf niedrige Zinssätze für Umschuldungsdarlehen. Die Zinssätze können sich zweifelsfrei sehen lassen: Die meisten Prolongationsangebote sind teurer. Gemeint sind die Darlehenskonditionen, die Banken ihren Bestandskunden zur Darlehensverlängerung angeboten werden. Hier wird meist ordentlich zugelangt: Nur wenige Kunden sind zu einem Wechsel bereit – meist wählen sie den bequemen Weg und entscheiden sich für eine unkomplizierte Verlängerung.

Dabei lohnt es sich zweifelsfrei, sich auf dem Finanzierungsmarkt umzusehen und Vergleichsangebote einzuholen. Gerade weil es die Banken mit ihren Bestandskunden sehr leicht haben, wird nicht unbedingt mit niedrigen Darlehenskonditionen geworben. Im Regelfall werden den Bestandskunden sogar vergleichsweise teure Darlehenskonditionen angeboten. Folglich ist es umso aussichtsreicher, Vergleichsangebote einzuholen.

Nicht selten besteht die Möglichkeit, bei einem anderen Geldinstitut eine Anschlussfinanzierung zu finden, die signifikant bzw. mehrere Zehntel-Prozentpunkte günstiger ist und somit unter Berücksichtigung der restlichen Laufzeit zu einer Ersparnis von mehreren hundert oder gar tausend Euro führt. Allen Umschuldern kann deshalb nur dazu geraten werden, die Möglichkeit nicht ungenutzt zu lassen – zumal die Möglichkeit besteht, die aktuell günstigen Hypotheken sogar für Umschuldungen zu reservieren, die erst in ein paar Jahren anstehen.

Posted by Jochen on 08/10 at 11:11 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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