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Donnerstag, August 12, 2010

Halbjahres-Bilanz der Generali Deutschland

Die Generali Deutschland Holding blickt zufrieden auf die vergangenen sechs Monate zurück und gleichsam hoffnungsvoll nach vorne. „Mit den jetzt vorliegenden Halbjahreszahlen liegt die Generali Deutschland Gruppe voll auf Kurs. Wir sind sehr zuversichtlich, unsere hochgesteckten Ziele für das Jahr 2010 und somit auch unseren angestrebten Konzerngewinn von mehr als 360 Millionen Euro zu erreichen“, so Vorstandssprecher Dietmar Meister. Bislang steht ein Gewinn von 180 Millionen Euro zu Buche. Im Vergleichszeitraum 2009 waren es „nur“ 113 Millionen Euro.

Hinter diesem Erfolg steht in erster Linie ein hervorragendes Kapitalanlageergebnis, das auf 1,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 922 Millionen) stieg. Als Grund hierfür werden einerseits geringere Abschreibungen, andererseits Kosteneinsparungen genannt. Zugelegt hat die Generali, die sich selbst als zweitgrößte Erstversicherungsgruppe bezeichnet, auch bei den Prämieneinnahmen. Hier liegt das Plus bei 8,4 Prozent. Insgesamt nahmen alle Sparten und Marken – Generali Versicherungen, Aachen Münchener, Cosmos Direkt und Central Krankenversicherung – 8,3 Milliarden Euro ein. Den Löwenanteil steuerte der Geschäftsbereich Lebensversicherungen mit einem Beitragsplus von 11,6 Prozent bei. Zu verdanken ist diese Entwicklung hauptsächlich dem Geschäft gegen Einmalbetrag, das sich beinahe verdoppelt hat.

Positiv fällt die Bilanz auch für die Sparte private Krankenversicherung aus. Branchenweit wird in diesem Jahr von einem Zuwachs von 5,0 Prozent ausgegangen. Die Generali Deutschland Gruppe erzielte bereits im ersten Halbjahr ein um 11,3 Prozent höheres Beitragsvolumen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Neugeschäftszahlen jedoch leicht rückläufig. Die Zahl der Personen mit Vollversicherung liegt aktuell bei etwa 509.000 (plus 9.500). „Sorgenkind“ des Konzerns ist die Sparte Schaden- und Unfallversicherung. Der harte und fast ausschließlich über den Preis geführte Wettbewerb, insbesondere bei der Kfz-Versicherung, hat die Beitragseinnahmen um 1,5 Prozent schrumpfen lassen. Hinzu komme, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens, eine vorsichtigere Zeichnungspolitik.

Posted by Andre on 08/12 at 11:20 AM
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Demographische Entwicklung könnte Immobilienpreise drücken

Bis vor einigen Jahren galt die Immobilie als äußerst sichere bzw. meist sogar als lukrative Anlage. Die Immobilienpreise hatten fortlaufend angezogen – erst die Finanzkrise führte zu einem Stopp des Preisanstiegs. Außerdem ist eine Verschiebung zu erkennen: Die Immobilienpreise auf dem Land stagnieren oder sind sogar rückläufig. Auf Preisanstiege stößt man überwiegend in den wirtschaftlich starken Regionen, die immer mehr Berufstätige anziehen.

Wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ermittelt hat, wird der deutsche Immobilienmarkt von einer ganz neuen Gefahr bedroht. Hierbei handelt es sich schlichtweg um die demographische Entwicklung. Die Geburtenraten sind seit Jahrzehnten stark rückläufig (zumal Deutschland unter den 27 EU-Mietgliedstaaten die niedrigste Geburtenziffer aufweist), weshalb die Bevölkerung langsam aber sicher schrumpft. Dieser Prozess könne langfristig zu einem Rückgang der Immobilienpreise führen – im schlimmsten Fall könnten die Preise in einigen Regionen um bis zu 75 Prozent fallen.

Aufzeichnungen, die seit den 1970er Jahren gemacht und ausgewertet wurden, belegen den Einfluss der demografischen Entwicklung auf die Immobilienpreise. Demnach müsse man diese Bedrohung sehr ernst nehmen – wobei ihm Rahmen der durchgeführten Studie darauf hingewiesen wird, dass es weitere europäische Staaten gibt, die mit diesem Problem ebenfalls zu kämpfen haben.

Für die Richtigkeit bzw. das Eintreffen ihrer Prognose möchte die Bank allerdings nicht einstehen. Neben der demographischen Entwicklung gäbe es nämlich noch viele weitere Faktoren, die ebenfalls einen Einfluss auf die Immobilienpreise nehmen und daher eine genaue Vorhersage ungemein erschweren. So gesehen ist es denkbar, dass die Immobilienpreise in einigen Regionen trotz der schwachen Geburtenrate weiterhin steigen.

Posted by Jochen on 08/12 at 11:18 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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