Immobilienpreise in den Metropolen geben nicht nach
Die Wirtschaftskrise scheint vorerst überstanden zu sein. Zumindest haben viele Arbeitnehmer das Gefühl, über einen sicheren Job zu verfügen – kein Wunder, dass wieder vermehrt Wohneigentum gekauft wird. Zudem sind die Hypothekenzinsen traumhaft günstig. Zu solch attraktiven Konditionen wie in diesen Tagen waren Immobiliendarlehen schon seit mehr als 50 Jahren nicht mehr zu haben.
Bei einem solchen Umfeld braucht man sich nicht darüber wundern, wenn die Immobilienpreise anziehen. Dies gilt besonders für die Metropolregionen. Zunehmend mehr Berufstätige zieht es in die Großstädte, weil sie dort auf die besseren Arbeitsmöglichkeiten blicken können. Eine regelrechte Landflucht hat eingesetzt: Während die Immobilienpreise auf dem Lande zurückgehen, ziehen sie in den Großstädten an.
Besonders stark haben die Preise in Frankfurt am Main angezogen. In den letzten drei Jahren konnte München seinen Vorsprung ordentlich ausbauen und hat sich zur teuersten Metropole Deutschlands gemausert. Doch die Hessen haben ordentlich aufgeholt. Wie die „Frankfurter Rundschau“ schreibt, wird dies vor allem an den Mietpreisen gut sichtbar. Wer in Frankfurt zur Miete wohnt, bezahlt im Durchschnitt einen Mietpreis von 11,08 Euro pro Quadratmeter. In München liegt derselbe Wert bei 12,14 Euro. In Toplagen werden bei bester Ausstattung sogar Durchschnittspreise von mehr als 30 Euro je Quadratmeter gefordert.
Wer mit dem Gedanken spielt, in Frankfurt am Main ein Einfamilienhaus zu erwerben, muss richtig tief in die Tasche greifen. Der aktuelle Durchschnittspreis soll bei gut 640.000 Euro liegen. Zugleich wird auf die steigende Tendenz verwiesen: Aufgrund der Beliebtheit des Standorts Frankfurt rechnen Immobilienexperten auf mittlere und lange Sicht mit einem weiteren Anstieg der Preise.
