Riester-Rente boomt: 220.000 Neuverträge
220.000 Bundesbürger haben im zweiten Quartal 2010 eine Riester-Rente abgeschlossen. „Sie entscheiden sich damit unter dem Eindruck der Krise und trotz noch ungesicherten Konjunkturaussichten in großer Zahl dafür, sicher und mit beträchtlicher staatlicher Förderung für die ergänzende Alterssicherung zu sparen“, freut sich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales über die positive Entwicklung. Insgesamt riestern inzwischen 13.852.000 Menschen.
Als heimlicher Renner gilt dabei seit seiner Einführung im Jahr 2008 der sogenannte Wohn-Riester, mit dem Immobilien als private Altersvorsorge gefördert werden. Unter dem Strich stehen derzeit 345.000 Verträge, bei denen die steuerlichen Vorteile und Zulagen in die Finanzierung der eigenen vier Wände fließen. Alleine im zweiten Quartal dieses Jahres stieg die Zahl der Wohn-Riester-Policen um 84.000 und schließt sehr schnell auf die nach wie vor beliebteste Riester-Variante auf, die klassische Rentenversicherung mit 91.000 Neuabschlüssen.
Die Zahlen bestätigen einmal mehr, dass die Riester-Rente die Bezeichnung „Erfolgsmodell“ zu Recht verdient hat. Im Jahr ihrer Einführung, 2001, waren es 1,4 Millionen Verträge. Von da ab ging es stetig bergauf. Ende 2009 sorgten bereits 13,253 Millionen Menschen mit den staatlich geförderten Produkten vor, obwohl immer wieder Zweifel an der Effizienz der Riester-Rente laut wurden. Die meisten Sparer sind übrigens mit Versicherungsverträgen unterwegs (10,127 Millionen), gefolgt von Investmentfondspolicen (2,708 Millionen), Banksparplänen (672.000) und der Eigenheimrente, dem Wohn-Riester (345.000).
Tipp für Berufsanfänger: Wer jüngst ins Arbeitsleben gestartet ist oder diesen Schritt im September vor sich hat, sollte sich so früh wie möglich um eine Riester-Rente bemühen. Der Staat belohnt die private Altersvorsorge mit einer Zulage von jährlich 154 Euro und dem Berufseinsteigerbonus von 200 Euro, der einmalig gezahlt wird. Die eigenen Beiträge halten sich anfangs noch in Grenzen. Wer vorher kein eigenes Geld verdient hat, zahlt den Sockelbeitrag von 60 Euro im Jahr. Anschließend sind es vier Prozent des Vorjahreseinkommens minus der Zulagen – im Höchstfall 2.100 Euro.
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