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Dienstag, September 07, 2010

Vor dem Verkauf einer Lebensversicherung die Angebote genau studieren

Der Ankauf von Lebensversicherungen scheint so lukrativ zu sein, dass inzwischen auch in diesem Segment Angebote kursieren, bei denen Verbraucher besser zwei Mal überlegen sollten, ob sich der Verkauf der Police tatsächlich rentiert. Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt aktuell vor eher zweifelhaften Ankaufsofferten, die für die Verkäufer mit einigen Risiken verbunden sind. Statt blindlings einem lukrativ klingenden Angebot zuzustimmen, empfehlen die Experten, sich in Ruhe und anbieterunabhängig beraten zu lassen.

Gründe, weshalb es Sinn machen würde, die Lebensversicherung zu verkaufen, gibt es viele: Arbeitslosigkeit, unvorhergesehene Ausgaben oder schlichtweg ein finanzieller Engpass. In dem Moment scheint das Angebot, viel Geld für die Police zu erhalten, wie ein Silberstreif am Horizont. Damit daraus auf Dauer keine schwarze Gewitterwolke wird, gilt es, die Modalitäten für den Ankauf sehr genau zu studieren. Bei den Angeboten, die der Verbraucherzentrale vorliegen, erfolgt die Auszahlung des Kaufbetrages in Raten, die sich bis zu zehn Jahre hinziehen. Sollte der Aufkäufer bis dahin pleite oder von der Bildfläche verschwunden sein, sehen die Kunden ihr Geld nie oder nur zum Teil.

So verlockend die Beträge auch sein mögen, die für die Policen geboten werden – teils das Doppelte von dem, was sonst für den Vertrag üblich wäre –, darf der gesunde Menschenverstand nicht ganz auf der Strecke bleiben. In einer Notlage Geld in Aussicht gestellt zu bekommen, hat schon manchen zu einer dummen Entscheidung bewegt. In diesem Fall, mit Ratenzahlung, müsste man sich sehr lange gedulden und es würde immer die Angst mitschwingen, dass die Zahlungen irgendwann ausbleiben. Vorsichtig muss man auch sein, was den Todesfallschutz betrifft. Er sollte unberührt bleiben. Das heißt, selbst wenn die Police verkauft wurde, sind die Angehörigen im Todesfall finanziell abgesichert. Seriöse Anbieter werden von sich aus darauf hinweisen.

Grundsätzlich raten die Verbraucherschützer: „Wer eine alte Lebensversicherung hat, die kurz vor dem Ablauf steht, sollte diese ohne Not und schon gar nicht wegen reißerischer Werbung vorzeitig kündigen.“ Stattdessen gebe es andere Möglichkeiten von der Stundung bis hin zur Vertragsveränderung oder der Beitragsaussetzung. Welche Optionen wann sinnvoll sind, klärt man am besten mit einem Experten oder direkt mit der Versicherungsgesellschaft ab.

Posted by Andre on 09/07 at 09:21 AM
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