Freitag, März 30, 2012
PKVs im Medienfeuer
Die privaten Krankenversicherungen stehen derzeit extrem im Medienfeuer. Anlass war eine Analyse von 144 Beschwerden von PKV-Versicherten, die vom Bundesverband der Verbraucherzentralen vorgenommen wurde. Der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV) weist diese Analyse als unseriös zurück.
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat 144 Beschwerden untersucht, die von PKV-Mitgliedern eingesendet wurden. Darin ging es um Beitragserhöhungen, die so hoch sind, dass die Versicherten nicht mehr wüssten, wie sie ihre Krankenkassenbeiträge noch bezahlen könnten. Tatsächlich wurden Beispiele genannt und gezeigt, die einen großen Teil ihrer Rente für die Krankenversicherung ausgeben müssten. Aus diesen 144 Beschwerden wurde die Einschätzung abgeleitet, dass sich die privaten Krankenversicherungen durch solche radikalen Preissteigerungen selbst abschaffen würden.
Der PKV Direktor Volker Leienbach hat diese Kritik in einer Pressemitteilung als unseriös zurück gewiesen. Es sei nicht seriös, wenn man die 144 Beschwerden heranzieht, um Schlussfolgerungen zu möglichen Systemfehlern der PKV zu ziehen. Denn es gibt immerhin 9 Millionen Menschen, die eine komplette private Krankenversicherung abgeschlossen haben. Dazu kommen 22 Millionen Zusatzversicherungen, die von gesetzlich Versicherten abgeschlossen wurden.
Der PKV verweist zudem auf Untersuchungen, die beweisen, dass die Beiträge von PKV und GKV seit 1997 ungefähr gleich stark steigen - pro Jahr um 3,3% bei den PKVs und 3,1% bei den GKVs. Somit wird klar, dass die Gesundheitskosten eben kontinuierlich ansteigen - und dass diese dann von den beiden Krankenversicherungssystemen gleichermaßen bezahlt werden müssen, bzw. von den Versicherten durch höhere Beiträge.
Es wurde weiter darauf verwiesen, dass es für PKV-Versicherte, die Beiträge gewählt haben, die sie sich nicht mehr leisten können, die Möglichkeit haben, in einen anderen Tarif seiner Versicherung zu wechseln. Darüber hinaus gibt es einen Sozialtarif, der die Leistungen der GKV bietet.
Posted by
Thorsten on 03/30 at 04:11 PM
Krankenversicherung •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Donnerstag, März 29, 2012
Experten streiten sich über Wärmedämmung
Wichtiger Baustein der Energiewende ist die Senkung des Energieverbrauchs. Diese soll auch durch verbesserte Wärmedämmung erreicht werden. Maßnahmen für die Wärmedämmung werden deshalb auf vielerlei Arten gefördert. Doch die Experten sind sich nicht einig darüber, wie viel Wärmedämmung wirklich sinnvoll ist.
Wie das Mietermagazin berichtet, herrscht wohl eine gewisse Einigkeit darüber, dass 14% aller Energieverluste durch schlecht gedämmte Außenwände verursacht werden. Manche Stimmen sprechen sogar von bis zu 30% aller Energieverluste, die durch schlecht gedämmte Wände verloren gehen.
Die Freunde der Wärmedämmung ziehen daraus den Schluss, dass das gesamte Haus von oben bis unten mit Dämmplatten gedämmt werden muss. Diese Investition würde sich auch auf jeden Fall rechnen. Dämmkosten in Höhe von bis zu 120 Euro pro Quadratmeter stehen dauerhafte Einsparungen von 12 Liter Heizöl pro Quadratmeter pro Jahr gegenüber. Bei einem zukünftig wahrscheinlichen Heizölpreis von einem Euro pro Liter ergibt sich daraus, dass sich die Dämmkosten nach zehn Jahren rechnen.
Allerdings verweist das Mietermagazin darauf, dass nicht jede Dämm-Maßnahme auch sinnvoll ist. Gebäude, wie z.B. Plattenbauten, die bereits über gute Dämmeigenschaften verfügen, müssten nicht komplett neu eingedämmt werden. Hier würde es genügen, die Fugen zu schließen und dann Dämmputz aufzubringen. Dazu kommt, dass Wanddämmungen alleine suboptimal bleiben.
Großer Energieverlierer sind nämlich die Fenster. Wenn diese gleich mitgemacht werden, könnten Einsparungen von bis zu 70% erreicht werden. Dringend erforderlich ist für alle Maßnahmen, dass die Maßnahmen mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, weil Mieter und Eigentümer sonst finanziell überfordert sind.
Die Verwendung von nicht ausgereiften Wärmedämmungstechnologien könnte zu Feuchtigkeit und Schimmel führen. Darauf verweisen die Gegner schlechter Wärmedämmungsmaßnahmen. Sogar von Algenbewuchs ist die Rede. Grund hierfür sind allerdings oft auch Handwerksbetriebe, die sich mit neuesten Dämmtechnologien nicht richtig auskennen. Aber auch die Bewohner verhalten sich teilweise falsch, weil sie tatsächlich zu wenig lüften. Lüftung ist aber bei besser gedämmten Häusern absolut notwendig, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.
Posted by
Caspar on 03/29 at 04:50 PM
Immobilien •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Mittwoch, März 28, 2012
7 Millionen Minijobbern droht Altersarmut
Besonders Frauen mit Minijobs werden im Alter niemals so viel Rente haben, dass sie davon leben können. Dies berichtet Spiegel Online, der sich wiederum auf Aussagen der Arbeitsministerin von der Leyen. Wer demnach 45 Jahre nur in einem Minijob arbeitet, bekommt 140 Euro Rente. Jetzt sollen Minijobber durch eine Zuschussrente gefördert werden. Vorraussetzung hierfür sind steigende Eigenleistungen in private oder betriebliche private Rentenversicherungen.
Derzeit gibt es über 7 Millionen Menschen, die in Deutschland in einem sogenannten Minijob arbeiten. Das heißt, dass sie 400 Euro verdienen - und keine Steuern und Sozialabgaben leisten müssen. Über die Hälfte dieser Minijobber sind Frauen. Und 2/3 dieser Frauen haben keinen weiteren Job. Was während der aktiven Berufszeit ein attraktiver Hinzuverdienst sein kann, bringt natürlich keine hohe Rente.
Da sich die Lebensrealität vieler Minijobber geändert hat, denkt man nun über Hilfsmöglichkeiten nach. War der Minijob früher eben ein Nebenverdienst neben dem Einkommen des Mannes, entwickelt er sich heute zur einzigen Renteneinzahlungsquelle von Frauen, die wegen der Kindererziehung oder Pflege auf eine eigene Karriere verzichtet haben, dann aber von ihrem Mann verlassen werden.
Das Arbeitsministerium möchte diesen Geringverdienern ab 2013 mit einer Zuschussrente helfen. Dabei ist ein Stufenmodell vereinbart worden. Wer in den Jahren zwischen 2013 und 2019 in Rente geht, muss lediglich 40 Versicherungsjahre und 30 Beitragsjahre aus Beschäftigung, Kindererziehung oder Pflege nachweisen können, um eine Verdopplung seiner Rentenbezüge zu erreichen. Nach 2019 müssen immer mehr eigene Beiträge in eine private Rente oder betriebliche Zusatzversorgung nachgewiesen werden.
Mit der Zuschuss-Rente kann eine Gesamtrente von ca. 365 Euro im Monat erreicht werden. Das liegt allerdings immer noch unter der staatlichen Grundsicherung von 688 Euro.
Posted by
Sabine on 03/28 at 10:08 AM
Altersvorsorge •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Dienstag, März 27, 2012
Urlaub und Versicherung - jetzt schon dran denken
Wenn es auch morgens noch recht kalt ist: Der nächste Sommer kommt bestimmt. Und damit auch der heiß ersehnte Sommerurlaub. Damit die schönste Zeit des Jahres auch wirklich schön wird, könnte man sich schon jetzt in aller Ruhe mit dem Thema Urlaub und Versicherungsschutz befassen.
Das Thema hat mehrere Aspekte: Reisevorbereitung, Schutz zuhause, Versicherungen für den Urlaub und was ist zu tun, wenn wirklich etwas passiert ist. Schon bei der Reisevorbereitung sollte man sich mit dem Schutz auf Reisen beschäftigen, z.B. in dem man diesen Artikel hier liest. Man könnte sich ausführlich auch über die Sicherheitslage im Urlaubsland informieren. Das Auswärtige Amt - also unser Außenministerium - gibt hier kostenlose Tipps auf der Internetseite.
Die Sicherheit der eigenen Wohnung sollte auch einige Überlegungen Wert sein. Neben allen üblichen Tipps, die besagen, dass man sein Haus nicht gänzlich unbeaufsichtigt lassen soll. Das könnte bedeuten, dass jemand das Haus oder die Wohnung etwas im Auge behält. Und die Post aus dem Briefkasten holt. Besonders wichtig hierbei: Zeitungen sollten abbestellt werden. Und auf keinen Fall sollte man seine Reisezeiten im Internet veröffentlichen - also nicht auf Facebook & Co. Bei Einbruch würde die Hausratversicherung dann nämlich nicht zahlen.
Wichtig Vorbereitung ist auch die Überlegung, wie man seine Geldgeschäfte im Reiseland durchführen möchte. Die Frage nach Bargeld, EC-Karte oder Reiseschecks muss geklärt werden. In manchen Gegenden dieser Welt sollte man möglichst selten seine Geldbörse öffentlich. Übrigens sollte man seine Smartphones auch nicht zu stark in der Berliner U-Bahn zeigen. Besonders nicht kurz bevor die Türen schließen.
Großes Thema sind natürlich die verschiedenen Versicherungen. Ideal könnte es sein, alle Urlaubsversicherungen im Komplettpaket abzuschließen. Darin sind dann eine Auslandsreisekrankenversicherung, Reisegepäckversicherung, Reiserücktrittsversicherung, Nothilfeversicherung, Privathaftpflichtversicherung, Rechtsschutzversicherung und Reiseunfallversicherung enthalten.
Wer mit dem Auto reist, sollte sich mit dem Versicherungsschutz im Ausland ebenfalls beschäftigen. Die Kfz-Haftpflichtversicherung gilt auch im europäischen Ausland. Darüber hinaus könnten Kaskoversicherungen, ein Schutzbrief, Auslands-Schadensschutz und Autoreisezug- und Fährversicherung Sinn machen. Jetzt ist noch genug Zeit, sich mit all diesen Versicherungen zu beschäftigen.
Posted by
Thorsten on 03/27 at 11:14 AM
Versicherungen •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Montag, März 26, 2012
Das kleine Versicherungs-ABC auf dem Grabbeltisch
Nur 99 Cent musste ich neulich im Supermarkt ausgeben, um das Büchlein “Das kleine Versicherungs-ABC” zu erstehen. Das Buch verspricht eine Erklärung der 100 wichtigsten Begriffe und ist im Axel Juncker Verlag erschienen.
Auf 80 Seiten im Postkartenformat sollen die 100 wichtigsten Versicherungsbegriffe erklärt werden. Aufgelockert wird das Ganze mit 6 weiterführenden “Wissenswert”-Seiten mit vertiefenden Informationen aus dem Versicherungsalltag.
Beginnen tut das Werk mit dem Begriff “Abschlagzahlung”. Hier wird erklärt, dass es sich dabei um einen Vorschuss des Versicherungsunternehmens handelt, den dieses zahlt, wenn sich Schadensermittlung und Bearbeitung über längere Zeit hinzieht. Nach 1 bis 3 Monaten kann der Versicherer eine Abschlagzahlung leisten, damit der Versicherte nicht in finanzielle Schwierigkeiten kommt.
Am Ende des Buches steht der Begriff “Zwingende Vorschrift”. Das sind Vorschriften, von denen laut Versicherungsvertragsgesetz (VVG) keine Abweichung zu Gunsten oder zu Lasten des Versicherungsnehmers zulässig ist. Wird eine solche Abweichung von einer zwingenden Vorschrift festgestellt, können einzelne Vorschriften oder der gesamte Vertrag nichtig sein.
In den Rubriken “Wissenswertes” geht es um die Arten von Versicherungsvermittlern, um die Besteuerung von Renteneinkünften, Betriebliche Altersvorsorge, Drei-Schichten-Modell, Versicherungsvertragsgesetz und Beratungsprotokoll und Zillmerung.
Insgesamt findet man in diesem Büchlein einige wissenswerte Informationen. Es eignet sich zum Durchschmökern oder als schnelles Nachschlagewerk. Weitere Informationen findet man aber auch hier im Lexikon.
Posted by
Thorsten on 03/26 at 05:10 PM
Versicherungen •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Freitag, März 23, 2012
Scheinheilige PKV-Diskussion im Panorama-Blog
Wie berichtet, brachte die ARD-Sendung Panorama am 15. März 2012 einen sehr kritischen Bericht zum Thema private Krankenkassen. Wie nun bekannt wird, sorgte der Beitrag schon vor der Ausstrahlung für heiße Diskussionen zum Thema PKV. Panorama meldet nun, dass man den Verdacht hat, dass die Versicherungsbranche eine Abstimmung manipuliert hat.
Vor der Panorama-Sendung gab es eine Online-Abstimmung, in der es darum ging, ob die PKVs erhalten werden sollen oder nicht. Die Redaktion der Sendung war dann doch recht überrascht, als sich 75% der Beteiligten sich für den Erhalt der privaten Krankenversicherungen aussprachen. Man begab sich auf Recherche und fand heraus, dass es diverse Rundmails gab, in denen Versicherungsexperten aufgefordert wurden, mit “pro PKV” abzustimmen.
Nun muss man sich eigentlich auch ein bisschen fragen, was daran eigentlich verwerflich ist, wenn Interessierte versuchen, ein Umfrage-Ergebnis zu beeinflussen. Es ist doch klar, dass es derzeit so etwas wie einen “Systemkampf” gibt, bei dem es darum geht, ob es auch in Zukunft die Trennung in GKV und PKV noch geben soll. Es fragt sich natürlich, was Panorama mit der Umfrage genau bezweckt hat: Es gibt ja sicherlich aktuelle Umfragen zum Thema.
Wenn man sich nun auf das Internet als Medienkanal einlässt, muss man auch damit rechnen, dass auch Interessengruppen versuchen, Dinge zu beeinflussen. Panorama behauptet nun zwar, dass man weiterhin neutral und unabhängig berichten wird. Wenn man allerdings einen Fernsehbeitrag ankündigt, der “Private Krankenversicherung: Abkassiert und allein gelassen” heißt, dann klingt das nicht gerade nach Neutralität.
Tatsächlich wurden im Beitrag ja auch keine positiven Beispiele von glücklichen PKV-Mitgliedern gezeigt, sondern eben Negativ-Beispiele. Beim Anschauen dieser Schicksale konnte man eigentlich nur noch zum Schluss kommen, dass private Krankenversicherungen keine guten Lösungen sind, weil sie ihre Mitglieder eben zuerst abkassiert und dann auch noch allein lässt. So liegt der Verdacht nahe, dass der Beitrag genau diese Reaktion hervorrufen sollte.
Damit wäre es eben kein neutraler Beitrag, sondern der Versuch, die Öffentlichkeit zu beeinflussen. Wenn die PKVs darauf nicht reagieren würden, würden sie ihren Job schlecht machen. Die Redaktion von Panorama kann eigentlich nicht so blauäugig gewesen sein, Reaktionen dieser Art nicht erwartet zu haben. Sich jetzt hinzustellen, und sich zu wundern, erscheint selbst ein bisschen wunderlich und scheinheilig.
Posted by
Thorsten on 03/23 at 02:44 PM
Krankenversicherung •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Donnerstag, März 22, 2012
Continentale erforscht das Thema Berufsunfähigkeitsversicherungen
Die Versicherung Continentale hat die Einstellung der Deutschen zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherungen untersucht. Das Forschungsinstitut TNS Infratest befragte fast 1000 Menschen. Ergebnis: Viele schätzen die Notwendigkeit von BUs falsch ein.
Die Befragten gaben sehr häufig an, dass sie ausreichend gegen Berufsunfähigkeit abgesichert sind, selbst sowieso nicht gefährdet sind und dass ein BU-Schutz zu teuer wäre. Das könnte auch erklären, warum nur ca. 25% aller Deutschen eine BU-Versicherung haben.
Viele Befragte gaben an, dass Sie der Meinung sind, dass eine Unfallversicherung, Immobilienbesitz, eine Lebensversicherung oder eine Krankenzusatzversicherung optimal gegen Berufsunfähigkeit schützt. Tatsächlich kann nur eine Lebensversicherung mit eingeschlossenem BU-Schutz diese Funktion übernehmen. Eine Immobilienfinanzierung kann durch BU sogar gerade in Gefahr geraten, wenn der Baukredit aufgrund von Einkommensverlusten nicht mehr abgezahlt werden kann.
Bei der Umfrage kam auch heraus, dass die meisten Befragten keine Angst vor Berufsunfähigkeit haben, weil sie selbst nicht betroffen sein könnten. Damit unterschätzen viele, das die Hauptursache für eine Berufsunfähigkeit heutzutage im Bereich der Erkrankungen der Psyche liegt. Das persönliche BU-Risiko wird also oft falsch eingeschätzt.
Die Kosten für eine BU-Versicherung sind natürlich recht hoch. Dafür springt die BU-Versicherung auch schon einen Tag nach Vertragsabschluss ein und zahlt Jahrzehnte, um die Einkommensverluste auszugleichen.
Nicht untersucht wurde das Image der BU-Versicherungen im Hinblick auf die tatsächlichen Auszahlungen der BU. In der ZDF-Sendung Frontal21 wurden vor Kurzem schockierende Zahlen genannt: Nur jeder vierhundertste berufsunfähiger BU-Versicherte erhält auch Leistungen aus der BU-Versicherung. Wenn das stimmt, ist das der Hauptgrund gegen eine BU-Versicherung. Da kann man sein Geld ja gleich aus dem Fenster werfen.
Posted by
Paul on 03/22 at 11:50 AM
Berufsunfähigkeit •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Mittwoch, März 21, 2012
Was die Autoversicherung nicht bezahlt
Das Verbrauchermagazin “Guter Rat” hat sich mit Kfz-Policen beschäftigt. In vielen Fällen zahlen Autoversicherungen nicht. Hier einige Beispiele, in denen die Versicherung nicht zahlte - und dann zum Teil doch zahlen musste.
Das Oberlandesgericht Brandenburg hat festgestellt, dass eine Gemeinde nicht immer dafür haftet, wenn der Ast eines morschen Baums auf die Karosse donnert. Das ist dann strittig, wenn nicht ganz klar ist, ob der Baum auf Gemeinde- oder Privatland steht. Die Kfz-Haftpflicht zahlt nicht. Man braucht auf jeden Fall eine Teilkasko.
Gibt ein betrunkener Autofahrer einen anderen Betrunkenen seine Autoschlüssel, der dann einen Unfall verursacht, kann der Fahrzeughalter nicht damit rechnen, dass die Erstattung ordentlich heruntergekürzt wird. Aber Alkohol und Autoversicherung passen ja sowieso nicht richtig zusammen.
Wird der Autoversicherung eine Falschaussage im Zusammenhang mit einem Fahrzeug-Diebstahl präsentiert, muss man damit rechnen, dass die Versicherung nichts bezahlt. So geschehen im Fall eines Bikers, der den Kilometerstand seines vermeintlich gestohlenen Motorrads falsch angab.
Ein Gericht in Münster hat hingegen entschieden, dass ein Anwalt sich selbst vor Gericht vertreten kann - und dafür Gebühren verlangen, zzgl. des Fahrzeugschadens. Als Anwalt schuldlos in einen Verkehrsunfall verwickelt zu sein, kann sich also auszahlen.
Setzt Schneefall ein, nachdem man mit Sommerreifen bereits los gefahren ist, handelt man nicht grob fahrlässig, wenn man einen Unfall verursacht, der auch mit Winterreifen nicht zu verhindern gewesen wäre.
Posted by
Sabine on 03/21 at 02:57 PM
KFZ-Versicherung •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Dienstag, März 20, 2012
Kostenlose Versicherungsinformationen vom GDV
Wer sich für das Thema Versicherungen interessiert, der sollte mal das Internetportal des Informationszentrums der deutschen Versicherer “Klipp-und-Klar” besuchen. Dort findet man Informationen zu fast allen Versicherungsthemen, die es gibt.
Angeboten werden die Informationen in den Rubriken Lebensphasen, Service und Versicherungen. Bei den Lebensphasen findet man alle Informationen für Schulabgänger, Uni-Absolventen, Berufstätige, Existenzgründer, Singles, Junge Paare, Eltern und Berufsaussteiger.
In der Rubrik Versicherungen werden Informationen zu Altersvorsorge, Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Private Haftpflichtversicherung, Sicherheit im Ehrenamt, Private Unfallversicherung, Haus und Wohnen, Rechtsschutzversicherung, Reisen ohne Risiko, Kfz-Versicherung, Sozial- und Individualversicherung und mehr Sicherheit für Betriebe und Freiberufler angeboten.
Hinter jedem Menüpunkt verbergen sich wissenswerte Informationen, zum Teil auch mit Broschüren und Flyern. Der Menüpunkt “Rechtschutzversicherung” wird z.B. ein kostenloser Flyer mit dem Titel “Im Streitfall hilft die Rechtschutzversicherung” zum sofortigen Download angeboten. Darüber hinaus stehen Tipps zur Rechtschutzversicherung zur Verfügung.
Posted by
Thorsten on 03/20 at 05:58 PM
Rechtsschutz •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Montag, März 19, 2012
Solar-Anlage richtig versichern
Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft weist darauf hin, dass Solaranlagen dann nicht von privaten Haus- oder Grundbesitzer-Haftpflichtversicherungen abgedeckt sind, wenn Solarstrom ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Dann müssen die Risiken mit anderen Versicherungen abgesichert werden.
In der Broschüre “Mit Sicherheit Sonne - Solarstromanlagen richtig versichern” gibt der GDV den Hinweis, dass nur mit einem optimalen Versicherungsschutz ein Schutz vor den finanziellen Folgen fehlerhafter Solarstromproduktion bieten kann. Genannt werden Haftungsrisiko, Sachschadenrisiko und Ertragsausfallrisiko.
Versichert werden kann die Solaranlage bereits ab der Montage. Im Bezug auf das Haftungsrisiko sollte man sich eine Bauherren-Haftpflichtversicherung zulegen. Läuft die Anlage bereits und erzeugt sie Strom, braucht man eine Betreiberhaftpflichtversicherung.
Gegen das Sachschadenrisiko helfen eine Montageversicherung, eine Photovoltaikversicherung und eine Gebäudeversicherung. Die Montageversicherung schützt während der Bauphase bei Diebstahl, Zerstörung oder Beschädigung. Die Photovoltaikversicherung hilft, wenn Feuer, Sturm, Hagel, Blitz, Überspannung, Vandalismus oder Diebstahl Schäden verursacht haben. Eine Gebäudeversicherung gibt es für Gefahren aus Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel und Schnee.
Auch sehr wichtig ist die Ertragsausfall-Versicherung. Sie schützt vor den finanziellen Folgen bei Ertragsausfällen, die aus einem versicherten Sachschaden entstehen. Das ist wichtig, weil der Stromverkauf eine wichtige Säule bei der Finanzierung einer Solaranlage darstellt. Fällt diese weg, muss länger finanziert werden.
Mit diesen Versicherungen kann jeder Privatmensch relativ sorgenfrei vom Solar-Boom profitieren. Auch nach der Herabsenkung der Solarförderung, lohnt sich diese Investition noch immer.
Posted by
Thorsten on 03/19 at 01:36 PM
Hausratversicherung •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Freitag, März 16, 2012
Warum eine langfristige Baufinanzierung sinnvoll sein kann
Wer Traumhaus, Traumwohnung oder Bauplatz gefunden hat, der sollte sich eine langfristige Baufinanzierung bis 30 Jahre sichern, die derzeit möglich ist. Denn die Zinsen sind derzeit so niedrig, dass sie sich eigentlich nur noch nach oben bewegen können. Gut, wenn man sich dann einen langfristigen Immobilienkredit mit den derzeitig besonders niedrigen Zinsen gesichert hat.
Je günstiger der Zinssatz, umso günstiger wird die Baukredit. Zur Zeit ist es möglich, Immobilienkredite mit besonders günstigen Zinsen zu bekommen - und diese auch noch für bis zu 30 Jahre festzuschreiben. Kommt es während dieser Laufzeit zu Zinssteigerungen sind diese besonders langfristigen Baufinanzierungen günstiger als eine Anschlussfinanzierung mit höheren Zinsen.
Gleichzeitig kommen einige Kredit-Angebote mit überraschenden Flexibilisierungsmöglichkeiten daher. So gibt es die Möglichkeit von Sondertilgungen, die man ausnutzen kann, wenn man z.B. eine Prämie bekommt oder eine Erbschaft macht.
Allerdings muss auch bei langfristigen Immobilienkrediten genau hingeschaut werden, ob es sich nicht doch lohnt, einen kurzfristigen Immobilienkredit abzuschließen. Denn auch bei niedrigen Zinssätzen werden die Gesamtkosten eines Kredits mit längerer Laufzeit immer höher.
Es lohnt sich also auf jeden Fall, sich ausführlich über alle Möglichkeiten der Baufinanzierung zu informieren und die zahlreichen Online Vergleichsrechner zu nutzen. Mit der richtigen Baufinanzierung kann man sich seinen Traum vom Eigenheim verwirklichen und dabei viel Geld sparen.
Posted by
Christel on 03/16 at 07:22 PM
Immobilien •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Donnerstag, März 15, 2012
Gute Baufinanzierung ist wichtig
Viele träumen vom Eigenheim - bei der Verwirklichung dieses Traums scheitert es oft am Geld. Eine gute und solide Beratung und Finanzierung kann helfen, den Traum vom Eigenheim Wirklichkeit werden zu lassen.
Am Anfang ist die Beratung - und der Kassensturz: Die meisten Experten empfehlen, dass man nur bauen oder kaufen soll, wenn ein Eigenkapital von 25% der gesamten Bau- oder Kaufkosten vorhanden ist. Wichtig hierbei ist tatsächlich, dass man wirklich alle mit dem Kauf oder Neubau verbundenen Kosten addiert.
Es macht ja keinen Sinn, dass man sich etwas vormacht - und die Gesamtkosten künstlich nach unten rechnet, nur damit es nicht so schlimm aussieht. Denn wenn man später feststellt, dass die Kosten für die persönlichen Verhältnisse zu hoch sind, dann kann man das Haus oder die Eigentumswohnung recht schnell wieder verlieren.
Dann gilt es auszurechnen, ob die 25% dieser Gesamtsumme wirklich als Vermögen im Sparstrumpf oder auf Konten vorhanden sind. Ein Rechenbeispiel: Im Durchschnitt muss man heute für ein Einfamilienhaus 300.000 Euro investieren. 25% von 300.000 Euro sind 75.000 Euro. Wer also über eine Summe in dieser Größenordnung verfügt, hat schon mal gute Karten.
Sehr wichtig ist es außerdem, sich gut zu informieren und beraten zu lassen. Dabei helfen zunächst unabhängige Internetseiten, die kostenlose und unverbindliche Informationen anbieten. Unabhängigkeit ist hierbei besonders wichtig, weil der Häuslebauer oder -käufer auf echte Informationen angewiesen ist, die ihm oder ihr mehr Sicherheit bei dieser Aktion geben.
Bevor man nun schnell eine Baufinanzierung unterschreibt, sollte man verschiedene Angebote miteinander vergleichen. Auch dies geht auf vielen Baufinanzierungsportalen - meistens mit einem kostenlosen Baufi Online Vergleichsrechner. Da können die Eckdaten des Kauf- oder Bauprojekts eingegeben werden.
Dabei fließen auch die persönlichen Vermögens-, Einkommens- und Finanzverhältnisse mit ein. Das ist deshalb besonders wichtig, weil es ja darum geht, dass man über viele Jahre hinweg in der Lage ist, den Baukredit wieder abzubezahlen. Gleichzeitig muss man ja sein bisheriges Leben auch weiterhin problemlos weiter finanzieren können.
Posted by
Thorsten on 03/15 at 05:32 PM
Immobilien •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Montag, März 12, 2012
Gesetzliche Krankenkasse als Spielball der Politik
16 Milliarden Euro sollen alle gesetzlichen Krankenkassen derzeit auf der hohen Kante haben. Da es die GKVs ja keine Banken sind, mehren sich die Stimmen, dass dieses Geld an die Versicherten zurück gegeben werden soll.
“Krankenkassen schwimmen im Geld!” - solche Überschriften kann man derzeit häufiger lesen. Grund hierfür ist der Milliarden-Überschuss, die die gesetzlichen Krankenversicherungen angesammelt haben. Vier Milliarden davon sollen die GKVs laut Spitzenverband im letzten Jahr eingesammelt haben. Dabei handelt es sich um Geld, das die GKVs sonst in 8 Tagen ausgeben.
Kein Wunder also, dass die gesetzlichen Krankenkassen fordern, dieses Geld nicht anzutasten. Rückzahlungen in Form von Prämien - wie von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) gefordert - sind Sachen der Kassen. Also wird es sie wohl nicht geben. Obwohl hier das Argument in den Ring geworfen wird, dass Rückzahlungen ein Wettbewerbsvorteil sein könnten. Aber das sehen die Krankenkassen anscheinend nicht so.
Ein anderer Vorschlag ist, dass die Beiträge abgesenkt werden. Für diese Beitragssenkung wäre ebenfalls Herr Bahr zuständig. Dies wird allerdings von ihm zurückgewiesen. Da die Beitragszahlungen ja auch konjunkturabhängig sind, müsste die Beitragshöhe bei der nächsten Konjunkturschwankung erneut angepasst werden. Außerdem würde eine Beitragssenkung die Krankenversicherungen schwächen, die keine Überschüsse erwirtschaften.
Die dritte Maßnahme könnte sein, dass der Bundeszuschuss für die GKVs gekürzt wird. Das wird natürlich von vielen Beteiligten abgelehnt, weil dieses Geld dann im Gesundheitssystem nicht mehr vorhanden ist. Warum man sich nicht ein paar Gedanken darüber macht, ob das Geld nicht doch für die bessere Versorgung der Versicherten ausgegeben werden wird, bleibt unklar.
Posted by
Thorsten on 03/12 at 04:08 PM
Krankenversicherung •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Samstag, März 10, 2012
Jetzt Zuzahlungsbefreiung für 2012 beantragen
Wer in einer Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert ist, kann sich von den Zuzahlungen für Arzneien und Hilfsmittel befreien lassen. Diese Befreiung gilt immer für ein Kalenderjahr. Wer schon beim ersten Fall nichts mehr zuzahlen möchte, sollte die Zuzahlungsbefreiung für 2012 jetzt schon bei seiner Krankenkasse beantragen.
Es ist etwas schwierig, eine generelle Aussage zur Zuzahlungsbefreiung zu treffen. Denn die Grenze wurde auf 2% des Jahresbruttoeinkommens festgelegt. Bei chronisch kranken Menschen liegt der Wert bei 1%. Das heißt: Um die persönliche Belastungsgrenze zu ermitteln, muss man sein Jahresbruttoeinkommen und alle weiteren Einkünfte addieren. Dazu zählen z.B. auch Einmalzahlungen und Zinsen.
Der Ablauf ist so geregelt: Erreicht man im Jahresverlauf seine individuelle Belastungsgrenze, kann man den Befreiungsbescheid beantragen. Wer schon genau weiß, welche Einkünfte er oder sie in diesem Jahr hat, kann diesen Bescheid eben schon vor Erreichen der Hürde beantragen. Das ist z.B. der Fall, wenn man eine niedrige Rente oder regelmäßige hohe Zuzahlungsbeträge zu verzeichnen hat.
Die betroffenen GKV-Versicherten müssen die errechnete Belastungsgrenze im Voraus bezahlen. Mit dem Befreiungsbescheid kann man ohne weitere Zuzahlung Arztbesuche, Krankenhausbehandlungen, Fahrkosten und Heil- und Hilfsmittel machen oder bekommen.
Posted by
Sabine on 03/10 at 09:53 AM
News •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Donnerstag, März 08, 2012
Nürnberger siegt beim Service-Test von DISQ
Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat die Service-Qualität von Versicherungsvermittlern getestet. Testsieger wurde die Nürnberger - gefolgt von Versicherungskammer Bayern und Generali.
Untersucht wurde die Beratungsqualität von 15 Versicherern in 26 Städten. 150 Testberatungen wurden durchgeführt. Themen waren hierbei Altersvorsorge, Risikovorsorge und Sachversicherungen. Das Gesamtergebnis setzte sich aus den Teilergebnissen in den Bereichen Qualität des Umfelds, Aktivitätsgrad, Bedarfsanalyse, Lösungskompetenz und Kundenfreundlichkeit zusammen.
Die Lösungskompetenz floss mit 30% in die Gesamtbewertung ein. Bedarfsanalyse und Kundenfreundlichkeit wurden mit jeweils 25% gewichtet. Aktivitätsgrad und Umfeld-Qualität machten 10% aus.
Im Gesamtergebnis Beratung durch Versicherungsvermittler 2012 ergab sich folgende Rangfolge mit dem Qualitätsurteil “gut”: Nürnberger, Versicherungskammer Bayern, Generali, AachenMünchener, Zurich, Debeka, Württembergische, Axa, Gothaer und Ergo. Mit einer “3” wurden SV Sparkassenversicherung, R+V, Allianz, HUK-Coburg und HDI-Gerling bewertet.
Die Lösungskompetenz war für die Tester das wichtigste Kriterium. Hier konnte die Nürnberger auf Platz 1 landen. Auf Platz 2 kam die Zurich. Platz 3 in dieser wichtigen Kategorie erreichte die Debeka. Bei der Kundenfreundlichkeit konnte die Versicherungskammer Bayern die Goldmedaille erringen. Die Nürnberger kam auf Platz 2 und die Bronze-Medaille machte die Zurich.
Bei der Bedarfsanalyse machte die AachenMünchener die beste Figur. Auf dem zweiten Platz landete die Generali. Bronze bekam die Versicherungskammer Bayern für Ihre gute Bedarfsanalyse. Den höchsten Aktivitätsgrad zeigten Württembergische, Nürnberger und Versicherungskammer Bayern.
Die Qualität des Umfeldes konnten die Versicherungen Generali, HDI-Gerling und Zurich für sich entscheiden. Die Nürnberger kam hier auf Platz 4.
Posted by
Christel on 03/08 at 06:23 PM
Altersvorsorge •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Next entry: Versicherungen müssen sich auf eine deutlich schwächere Nachfrage einstellen
Previous entry: Schulden über Schulden: Muss Europa richtig Angst haben?