6,42 Milliarden Euro Staatsinvestitionen für die private Altersvorsorge
Mit 6,42 Milliarden Euro wurde die private Altersvorsorge seit 2002 staatlich gefördert. Davon entfallen knapp sechs Milliarden Euro auf die Zuschüsse zur Riester-Rente und 340,6 Millionen Euro auf Steuernachlässe. Die Tendenz ist steigend: 2007 waren es insgesamt 1,07 Milliarden Euro, 2008 1,4 Milliarden Euro und 2009 bereits 2,5 Milliarden Euro. Diese Zahlen präsentierte die Bundesregierung aufgrund einer Anfrage der Linksfraktion, die neben der Höhe vor allem die mangelnde Transparenz der Kosten bei Riester-Verträgen moniert.
Diese Kritik wurde aufgenommen und mündet nun in ein Gutachten zur „Transparenz von privaten Riester- und Basisrenten-Produkten“, das vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim erarbeitet wird. Bis die Auswertung vorliegt, wird noch ein wenig Zeit vergehen. Die Regierung rechnet damit, die Ergebnisse im ersten Halbjahr 2010 vorstellen zu können. Sie baut darauf, Sparer zu stärken, und wünscht sich gut informierte, mündige Verbraucher. Ebenso wichtig sei ein Markt, auf dem sich die Produkte mit einem überschaubaren Aufwand vergleichen lassen.
Verbrauchern empfiehlt die Regierung die Initiative „Bildung macht Schule”, um sich in Sachen privater Altersvorsorge schlau zu machen. Für einen Riester-Renten- oder Basisrenten-Vergleich seien „anbieter- und produktneutrale Untersuchungen wie beispielsweise von Finanztest“ eine wichtige Informationsquelle. Die Tests belegten, dass es durchaus möglich sei, passende Produkte auszuwählen. Grundsätzlich sieht die Bundesregierung die zusätzliche Altersvorsorge auf einem guten Weg. „Es gibt einen Bestand von über 13 Millionen Altersvorsorgeverträgen und von ca. einer Millionen Rürup- und Basisrentenverträgen“, heißt es in der Antwort auf die Anfrage der Linken.
News • Altersvorsorge • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
