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Unfallversicherung
Mittwoch, November 16, 2011
Nur drei sehr gute Unfallversicherungen
Nach einem Unfall finanziell bestens abgesichert zu sein: Diesen Wunsch erfüllen sich viele Bundesbürger mit dem Abschluss einer Unfallversicherung. 28 Millionen Policen gibt es. Die wenigsten davon dürften den strengen Testkriterien der Zeitschrift „Finanztest“ standhalten. Für die Dezemberausgabe hat das Magazin der Stiftung Warentest über 300 Tarife untersucht und dabei nur drei gefunden, die ein „sehr gut“ verdient haben. Dafür müssen Mann und Frau dann auch ein paar Euro mehr bezahlen. Aber, sagen die Tester: Auch mit günstigeren Angeboten lässt sich ein brauchbarer Schutzschirm spannen.
Damit wirklich nur solide Policen im Test berücksichtigt werden, setzte Finanztest eine Mindestleistung von 500.000 Euro bei Vollinvalidität voraus. Die Summe scheint hoch. Bedenkt man, dass von dem Geld unter Umständen Umbauten am Haus und am Fahrzeug sowie Haushaltshilfen finanziert werden müssen, relativiert sich der Betrag ganz schnell. Vor allem aber wird deutlich, dass man mit Mini-Versicherungsleistungen von 50.000 Euro nicht wirklich weit kommt.
Die Frage ist nur: Wann und wofür zahlt die Unfallversicherung? Maßgeblich ist hier die Gliedertaxe, die von Vertrag zu Vertrag unterschiedlich sein kann. Hier kommt es auf die exakten Vertragsbedingungen an. Das gilt umso mehr für den Versicherungsfall. Er tritt in der Regel ein, wenn ein Ereignis plötzlich und unfreiwillig von außen auf den Körper einwirkt. Diese Definition lässt sich sehr weit fassen. Das hat sich spätestens bei der Diskussion um Zeckenbisse und deren Folgen gezeigt. Des Weiteren stellt sich die Frage, innerhalb welches Zeitfensters nach einem Unfall die Invalidität eintreten muss, damit die Unfallversicherung eine Leistung erbringt. Meist ist es ein Jahr. Die Tester halten diesen Zeitraum aber für zu kurz, weil eine Diagnose bisweilen länger dauert. Verträge, die in allen Punkten kundenfreundlich gestaltet sind, gibt es ab etwa 300 Euro im Jahr, bei riskanteren Berufen ab 500 Euro. Für „gute“ Angebote müssen laut „Finanztest“ rund 130 Euro investiert werden.
Posted by Andre on 11/16 at 10:25 AM
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Montag, August 22, 2011
Unfallversicherung für 48 Stunden
Normalerweise werden Versicherungen für ein volles Jahr abgeschlossen. Bei Vorsorgeprodukten sind es mitunter auch schon mal 30 oder 40 Jahre. Die Ergo Direkt Versicherung verfolgt nun eine völlig andere Strategie – zumindest bei der Unfallversicherung. Die Police gilt nur 48 Stunden, ist dafür mit 99 Cent aber auch vergleichsweise günstig. „Einzige Bedingung: Der Kunde braucht ein iPhone und die kostenlose App Unfall-Schutz 48“, erklärt der Direktversicherer in einer Pressemitteilung. Die Reaktion des Bundes der Versicherten (BdV) in Form einer Warnung ließ nicht lange auf sich warten.
Die Idee an sich ist ganz interessant, allerdings nicht neu. Eine Versicherung kurzfristig per Handy abzuschließen, zum Beispiel eine Lebensversicherung für einen fest umrissenen Zeitraum, ist in anderen Ländern schön länger üblich. Der Versuch der Ergo Direkt Versicherung, das Prinzip mithilfe einer Unfallpolice auf dem deutschen Markt zu etablieren, beweist zumindest Innovationsfreude. Das Problem, das der BdV bei diesem Vertrag sieht, ist weniger die technische Umsetzung, sondern schlichtweg die Leistung hinter der privaten Unfallversicherung. Im Schadensfall gibt es ein Krankenhaushausgeld von 50 Euro pro Tag, Rettungskosten bis zu 5.000 Euro und bei Unfalltod 50.000 Euro für die Angehörigen. Hört sich gut an. Was fehlt, ist die Invaliditätsleistung.
„Verbraucher können sich keineswegs in Sicherheit wiegen. Die wichtigste Leistung – nämlich die bei Invalidität – ist gar nicht versichert“, schreibt der Bund der Versicherten. Das zweite Problem ist die aus Sicht des BdV viel zu geringe Versicherungssumme beim Unfalltod. Um die Familie für den Todesfall abzusichern sei eine Risikolebensversicherung wesentlich besser geeignet. Die Leistung der Assekuranz könne frei gewählt werden, würde auch bei Tod durch Krankheit gezahlt und sei darüber hinaus nicht auf 48 Stunden begrenzt. Die Ergo Direkt Versicherung sieht das etwas anders: „Wer eine einfache Versicherung sucht, die sich an den Bedürfnissen des Kunden orientiert, hat sie mit unserer Unfall-App gefunden.“
Posted by Andre on 08/22 at 10:02 AM
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Mittwoch, Mai 25, 2011
Die Zecke in der Unfallversicherung
Wer sich viel in der freien Natur aufhält und regelmäßig mit dem Hund Gassi geht, kennt die kleinen Plagegeister vermutlich zur Genüge: Zecken. Anfangs nur ein kleiner schwarzer Punkt, der schnell übersehen wird, saugen sich die Spinnentiere voll und fallen irgendwann ab. Das eigentliche Problem sind die Krankheiten, die von Zecken übertragen werden können, hauptsächlich Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis und Myelitis. Bei Unfallversicherungen, die bereits den aktuellen Bedingungen unterliegen, wird ein Zeckenbiss, der gesundheitliche Probleme zur Folge hat, als Schaden anerkannt. Kunden mit älteren Verträgen hingegen gehen in der Regel leer aus und sollten deshalb aktiv werden. Dazu rät im Interview mit dem Gießener Anzeiger der Sprecher des Bezirks Gießen im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), Günther Weidemann.
Denn bestehende Verträge über eine private Unfallversicherung werden nicht automatisch auf die neuen Bedingungen umgestellt. Hier gilt nach wie vor, dass nur ein „plötzlich und unabwendbar von außen kommendes Ereignis“ als Unfall anerkannt wird. Zeckenbisse, die zunächst nicht bemerkt werden, bleiben bei dieser Definition außen vor. Heißt: Die Versicherungsgesellschaft ist nicht in der Pflicht, eine Leistung zu erbringen. Selbst dann nicht, wenn der Kunde schwer und dauerhaft erkrankt. Diesen Nachteil müssen Verbraucher nicht länger hinnehmen. Sie können von ihrer Assekuranz fordern, dass der Vertrag entsprechend der aktuellen Bedingungen angepasst wird, um von einem optimalen Schutz zu profitieren und finanziell bestens abgesichert zu sein. Besonders wichtig ist das aus Sicht des Versicherungsexperten für Familien. „Im Falle einer Erkrankung muss dann der Nachweis eines Zeckenbisses durch eine gesonderte ärztliche Feststellung erfolgen, deren Termin gegenüber der Versicherung als Unfalltag gilt“, so Günther Weidemann.
Posted by Andre on 05/25 at 10:04 AM
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Montag, April 11, 2011
Mangelhafte Beratung wirft schlechtes Licht auf die Versicherungsbranche
Beratung ist bei Versicherungen das A und O, möglichst in der Form, dass Verbraucher die Details verstehen und wissen, was sie im Anschluss an das Gespräch unterschreiben. Ebenso wichtig: Das Produkt muss zum Kunden passen. Das gilt umso mehr für Policen, mit denen individuelle Risiken abgesichert werden sollen. Ärgerlich nur, dass viele Assekuranzen die Beratung eher auf die leichte Schulter nehmen, wie jetzt ein Test im Auftrag des Handelsblattes ergeben hat. Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) und das Ratingunternehmen Franke und Bornberg haben insgesamt 24 Unternehmen auf die Finger geschaut.
Für ein möglichst umfangreiches Testbild hat sich das DISQ damit befasst, wie die Unternehmen und Berater auf Anfragen reagieren. Daraus ergaben sich in der Summe 820 Testkontakte. Zusätzlich wurden die Internetseiten analysiert. Das Ratingunternehmen kümmerte sich auf der anderen Seite um die Versicherungsgesellschaften und die Produkte: Unter dem Strich stehen bei der Studie Beitragsunterschiede von bis zu 80 Prozent und ein eher mäßiges Bild bei der Beratung, wobei sowohl die Gespräche unter vier Augen als auch Nachfragen per E-Mail und Telefon die Tester nicht so recht überzeugen konnten. In einigen Fällen blieb ihnen nur, ein „mangelhaft“ zu vergeben.
Moniert wurde bei den Beratungsgesprächen zu Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit, Unfälle, eigenes Verschulden und Tod in erster Linie, dass die Vermittler sich nicht einmal die Mühe machten, den finanziellen Background der Kundin bzw. des Kunden abzuklopfen. Auch relevante Aspekte wie die Gesundheitsfragen, die insbesondere bei der Berufsunfähigkeitsversicherung von größter Bedeutung sein können, blieben oft außen vor. Für Markus Hamer, Geschäftsführer des DISQ, ein schlechtes Bild: „Dies ist bedenklich, da unvollständige Angaben über den Versicherungsnehmer zu Problemen beim Versicherungsschutz führen können.“
Nicht viel besser sah es aus, wenn per E-Mail oder Telefon angefragt wurde: Auch hier gab es Falschaussagen. Zudem mussten die Interessenten längere Zeit warten, gingen komplett leer aus oder erhielten unverständliche Antworten. Markus Hamer wertet dieses Vorgehen als Unding. „Gerade bei Versicherungsthemen wünschen sich Verbraucher klare und verständliche Auskünfte.“ Über die Unterschiede bei den Prämien sollte man sich hingegen nicht wundern. Diese Erkenntnis zieht sich durch alle Sparten und zeigt, wie wichtig ein Versicherungsvergleich ist. Als Testsieger gekürt wurden letztlich die Axa in der Gruppe der Unternehmen mit Vermittlernetz und die Asstel als Direktversicherer.
Montag, März 14, 2011
Sicher durch den Frühjahrsputz
Wozu eine Leiter kaufen, wenn es doch Bücher, Bierkisten und Stühle gibt. Steht der Frühjahrsputz an, versuchen sich viele Frauen und Männer gerne als Artisten, um auch in den letzten Winkel der Wohnung zu gelangen. Das Risiko, von einem schwankenden Stapel Kriminalromane zu fallen und sich schwer zu verletzen, wird dabei genauso resolut beiseite gewischt wie die Staubflocken auf dem Kleiderschrank. Die Folgen zeigen sich in den Unfallstatistiken, in denen der Haushalt mit 80 Prozent unbehelligt Platz eins für sich beansprucht. Der Schwerpunkt liegt übrigens auf der Zeit von März bis Mai.
Der groß angelegte Hausputz hat Tradition. Schließlich möchte man es frisch und sauber haben – aber bitte nicht um jeden Preis. „Da lauern viele Gefahren. Häufige Ursachen sind Stress, Unaufmerksamkeit, ungeeignete Hilfsmittel oder falsch verstandene Sparsamkeit“, erklärt Dr. Errit Schlossberger, Geschäftsführer von FinanceScout24. In einer Pressemitteilung des Portals gibt er wertvolle Tipps, wie man Unfälle vermeiden kann, angefangen bei festem Schuhwerk über eine vom TÜV geprüfte Leiter und gute Beleuchtung bis hin zur nötigen Ruhe. Geht man gehetzt an die Arbeit, übersieht man möglicherweise Stolperfallen oder Gefahren für die Kinder, vergisst den Netzstecker von Elektrogeräten zu ziehen oder schüttet unüberlegt mehrere Putzmittel in einen Eimer.
Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen etwas passieren, ist eine private Unfallversicherung die beste Vorsorge. Das gilt insbesondere für Hausfrauen, die ebenso wie Erwerbslose keinen Anspruch auf eine staatliche Erwerbsminderungsrente haben. Selbst wenn der Staat zahlt, sind es abzüglich der Kranken- und Pflegeversicherung im Schnitt nur 697 Euro pro Monat (Stand 2008). Die private Unfallpolice bietet je nach Vertrag deutlich mehr. Sie schützt nicht nur im Haushalt, sondern auch in der Freizeit und im Urlaub. Wichtig ist eine ausreichend hohe Versicherungssumme. Darauf sollte auch bei Unfallversicherungen für Kinder geachtet werden.
Posted by Andre on 03/14 at 09:46 AM
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Mittwoch, März 09, 2011
Kinderunfallversicherungen im n-tv-Test
Sollte sich der Nachwuchs schwer verletzen und bleibende Schäden davontragen, fängt eine Kinderunfall-Police zumindest die finanziellen Sorgen auf. Der Bund der Versicherten stuft den Vertrag daher als „sinnvoll“ ein. Doch wie ist es um die Qualität der Angebote und der Beratung bestellt? Der Nachrichtensender n-tv ging dieser Frage nach und ließ das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) insgesamt 20 Unternehmen auf den Zahn fühlen. Für die Auswertung der Vertragsangebote zog man das Analyseunternehmen Franke & Bornberg GmbH zurate.
Schritt eins des groß angelegten Tests umfasste 31 Testkontakte. Jede Assekuranz wurde zehn Mal angerufen und erhielt zehn E-Mails. Darüber hinaus bewerteten zehn Nutzer die Internetseiten und wurde eine Inhaltsanalyse der Web-Präsenz erstellt. Die Telefonate flossen zu 50 Prozent in die Wertung ein, das Onlineangebot zu 30 und die Mails zu 20 Prozent. Schwächen zeigten sich insbesondere beim telefonischen Kontakt. Bemängelt wurde, dass es vielen Gesprächen an Struktur mangelte. Zudem haben sich 30 Prozent der Testanrufer nicht willkommen gefühlt.
Als „schwach auf der Brust“ erwiesen sich auch die Internetseiten. Bei vielen Unternehmen wurden konkrete Hilfestellungen und Hinweise zur Servicehotline vermisst. Den größten Nachholbedarf haben die Assekuranzen allerdings beim E-Mail-Kontakt. Im Schnitt dauerte es 63 Stunden, bis die Testkunden eine Antwort zur Kinderunfallversicherung hatten. In drei Fällen warteten die Interessenten über eine Woche. Die Geduld wurde nicht einmal belohnt. 30 Prozent der Antworten waren unvollständig, teils auch unfreundlich formuliert. Unter dem Strich gab es für die Kommunikation mit dem Kunden nur ein „gut“ (Bestnote wäre „ausgezeichnet“), was in der Wertungsskala einem „befriedigend“ in der Schule entspricht.
Die Auswertung der Angebote – für ein am 1. Januar 1999 geborenes Kind, Invaliditäts-Grundsumme 100.000 Euro – war bei sechs Unternehmen nicht möglich. Sie hatten keine genauen Angaben zu ihrer Kinderunfallversicherung gemacht. Dabei fiel auf, dass der Preis sehr stark schwankt, von 46,90 Euro bei der Gothaer bis hin zum Dreifachen dieser Prämie. Unter dem Strich, bezogen auf Service und Leistung, wurden die DEVK, die Debeka und die Axa am besten bewertet.
Posted by Andre on 03/09 at 10:07 AM
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Mittwoch, Januar 26, 2011
Tipps von der Bundesregierung: Policen für den Wintersport
Das Thema Versicherungen für den Skiurlaub wird Jahr für Jahr neu von verschiedenen Organisationen wie zum Beispiel dem Bund der Versicherten aufgegriffen. Dass auch die Bundesregierung diesbezüglich Tipps gibt, ist hingegen neu. „Wer gern Ski fährt, sollte sich auf den Winterurlaub gut vorbereiten. Dazu gehört auch, sich seinen Versicherungsvertrag genau anzusehen“, rät die Regierung, und listet die wichtigsten Policen auf, damit der Pistenspaß nicht in einem finanziellen Fiasko endet.
Hintergrund für die Aktion sind die steigenden Unfallzahlen auf in- und ausländischen Skihängen. „Allein in der vergangenen Saison verunglückten bis zu 57.000 deutsche Wintersportler. Oft sind die Verletzungen harmlos und schnell vergessen. Für 8.500 Deutsche endete der Skiurlaub jedoch im Krankenhaus“, nennt die Seite aktuelle Daten.
Als wichtigste Police, die beim Urlaub im Ausland auf jeden Fall ins Handgepäck gehört, empfiehlt die Bundesregierung daher die Auslandsreiseversicherung. Da die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nur einen Teil der Behandlungskosten erstatten, ist private Vorsorge unerlässlich, um die Rechnungen nicht aus eigener Tasche zahlen zu müssen.
Ebenso wichtig ist die private Haftpflichtversicherung. Denn auch auf der Piste gilt: „Jeder der einen Schaden verursacht, haftet für die Folgen – notfalls mit seinem gesamten Vermögen.“ Die Privathaftpflicht ist daher ein absolutes „Muss“, unabhängig davon, ob man nun Wintersport betreibt oder nicht. Denn Schadensersatz- oder Schmerzensgeldforderungen könnten anderenfalls sehr schnell an den Rand des Ruins führen. Um auch selbst abgesichert zu sein, falls ein Unfall schwerwiegendere Folgen haben sollte, stehen auf der Liste der Regierung zudem die private Unfall- und die Berufsunfähigkeitsversicherung.
Damit die Policen gar nicht erst in Anspruch genommen werden müssen, sollte ein Helm zur Grundausstattung insbesondere von Abfahrtsläufern gehören. Auch ein Blick in die FIS-Verhaltensregeln kann nicht schaden.
Mittwoch, Dezember 08, 2010
Gruppenunfallversicherung des ZDF kommt für Samuel Kochs Behandlung auf
Der Gesundheitszustand von Samuel Koch, der sich am Samstag bei „Wetten, dass…“ schwer verletzte, ist weiterhin kritisch. Der junge Mann ist zwar aus dem künstlichen Koma geholt worden, hat aber schwere Lähmungen an Armen und Beinen, erklärten die Ärzte der Uniklinik Düsseldorf. Die Frage, die sich Viele stellen: Wer kommt für die Behandlung, die Rehabilitationsmaßnahmen und möglicherweise auch die Folgeschäden auf, sollte Samuel Koch gelähmt bleiben?
Das ZDF sichert seine Wett-Kandidaten ab und hat eine spezielle Unfallversicherung abgeschlossen, eine sogenannte Gruppen-Unfallversicherung. Über die genauen Konditionen, sprich die Deckungssumme und die Invaliditätsleistung, wird verständlicherweise Stillschweigen bewahrt. Eine Sprecherin der Allianz, Marktführer in diesem Segment, erklärte lediglich: „Der Vertrag sieht eine Sofortzahlung vor“. Bei einer dauerhaften Gesundheitsbeeinträchtigung werde auch eine Invaliditätsleistung gezahlt. Sobald die Daten zum Wettunfall vorlägen, erfolge die Zahlung und anschließend werde die Sachlage regulär geprüft. ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut sagte inzwischen gegenüber der Bild-Zeitung: „Im Fall Samuel Koch sind sogar schon Zahlungen für die Behandlung geleistet worden“.
Wenn die Leistungen der Unfallversicherung nicht die gesamten Kosten decken, kann der Sender auf eine weitere Police zurückgreifen: eine Veranstalterhaftpflichtversicherung. Sie dient dazu, das ZDF vor Forderungen zu schützen, falls Gäste zu Schaden kommen sollten, etwa durch herabstürzende Lampen oder Requisiten. Das Problem bei diesen Verträgen ist und bleibt die Deckungssumme, wie sich bei der Loveparade gezeigt hat.
Posted by Andre on 12/08 at 12:00 PM
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Donnerstag, November 11, 2010
Policen für den Pistenurlaub
Im Winter zieht es viele Deutsche in die Berge zum Ski- oder Snowboard-Fahren. Beliebt sind dabei vor allem die Pisten in unseren Nachbarländern. Wer sich bei einer der Abfahrten auf die Nase legt und im Krankenhaus behandelt werden muss, sollte über eine Auslandsreisekrankenversicherung verfügen. Sonst könnte der Urlaub deutlich teurer werden als geplant. Welche weiteren Versicherungen ins Gepäck gehören, verrät der Bund der Versicherten (BdV).
An erster Stelle nennen die Experten nicht nur für den Winter- sondern auch den Sommerurlaub besagte Auslandsreisekrankenversicherung. Sie übernimmt die Behandlungskosten, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse gedeckt sind. Denn die Kassen zahlen nur in dem Umfang, der in der Bundesrepublik üblich ist. Fällt die Arztrechnung des Spitals in Österreich oder der Schweiz höher aus, ginge die Differenz ansonsten zu Lasten des Urlaubers. Abgesehen davon organisiert die Auslandsreisekrankenversicherung im Ernstfall auch den Rücktransport. Der Preis für diese Leistungen liegt laut BdV deutlich unter dem für ein Abendessen.
Sollte man sich bei einem Sturz schwer verletzen und möglicherweise invalide werden, hilft eine Unfallversicherung. Je nach Tarif bieten die Verträge eine Einmalzahlung oder eine monatliche Rente. Sinnvoll – und das nicht nur im Urlaub – ist darüber hinaus eine Berufsunfähigkeitsversicherung. „Sie überweist ebenfalls eine Rente, wenn der verunglückte Wintersportler seinen Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben kann“, erklärt Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des BdV. Wird bei einem selbst verschuldeten Sturz auch noch eine dritte Person verletzt, ist eine Privathaftpflichtversicherung „von existenzieller Bedeutung“. Sinnvoll ist zudem eine Hausratversicherung. Sie schützt das Eigentum, wenn im Hotelzimmer eingebrochen werden sollte.
Donnerstag, November 04, 2010
BU-Schutz: Hauptsache jung und gesund
Dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig ist, darüber wurde schon oft geschrieben. Auch darüber, dass viele Interessenten aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt oder mit so hohen Beiträgen konfrontiert werden, dass sie sich den Schutz nicht leisten können. Für die Branche ergibt sich daraus ein gewisses Dilemma. Sie will verkaufen, aber nicht an jeden. Ob die Unternehmen nun aus der Not eine Tugend machen, wenn sie vor allem junge, gesunde Kunden mit günstigen und anpassbaren Tarifen umwerben, sei dahingestellt. Flächendeckend interessanter sind wohl eher Alternativ-Produkte.
Der Trend, gezielt Schüler, Studenten und Berufsanfänger anzusprechen, ist jedenfalls unverkennbar. Aus Expertensicht versuchen die Assekuranzen auf diese Weise, das eher schleppend verlaufende Geschäft mit den traditionellen Lebensversicherungen zu kompensieren. Das sieht dann so aus, dass in den ersten Jahren vergleichsweise wenig für die Berufsunfähigkeitsversicherung bezahlt werden muss und die Prämie erst nach und nach steigt. Teilweise wird der preiswertere Schutz auch nur für einen gewissen Zeitraum gewährt. Die Kunden haben dann die Möglichkeit, eine reguläre BU-Versicherung zu erhalten - idealer Weise ohne weitere Gesundheitsprüfung.
Die Einstufung erfolgt in dem Fall ausschließlich nach dem Beruf oder Berufsbild. Denn auch in dieser Hinsicht beweist die Versicherungsbranche, dass sie lernfähig ist. Aus einer Handvoll Schubladen, in die man die Kunden anfangs steckte, sind inzwischen hunderte von Kriterien, teilweise mit Rabattoptionen für reine Bürotätigkeiten, geworden. Das ändert allerdings nichts daran, dass je nach Vorerkrankung – auch bei jungen Menschen – gar kein Vertrag angeboten wird. Als Alternative blieb bisher meistens nur eine Unfallversicherung, wenngleich auch Erwerbsunfähigkeits- und Dread-Disesase-Versicherungen auf dem Markt sind.
Die Axa geht nun einen neuen Weg. Existenzschutzversicherung nennt sich das Produkt. Gezahlt wird bei Unfall mit Invaliditätsfolge, schweren Erkrankungen, Pflegebedürftigkeit und beim Verlust von Grundfähigkeiten wie zum Beispiel Sehen und Sprechen. Die Unterschiede zur reinen Berufsunfähigkeitsversicherung sind zwar gravierend, dafür deckt die Police ein sehr weites Spektrum ab. Zudem, so Axa-Sprecherin Sabine Friedrich: „Anders als bei der Berufsunfähigkeit können wir auch Menschen mit Vorerkrankung aufnehmen.“
Donnerstag, September 23, 2010
Senioren wünschen sich mehr als nur finanzielle Sicherheit beim Unfallschutz
Nicht bei jedem Unfall kommt man mit dem Schrecken oder einer Schramme davon. Manchmal bleiben langfristige, teils auch dauerhafte Schäden zurück. Davor haben vor allem ältere Menschen Angst. Sie standen im Fokus einer Forsa-Umfrage zur privaten Unfallversicherung, in Auftrag gegeben von der Ergo-Versicherung. Der Tenor ist eindeutig: Senioren halten diese Form der Absicherung für wichtig und sinnvoll.
Die Einstellung ist nachvollziehbar – sollte es zumindest sein, auch für jüngere Menschen. Denn die Statistik spricht Bände: Jahr für Jahr werden acht Millionen Menschen Opfer eines Unfall. Blickt man nur auf die ältere Generation, so stürzen Menschen über 65 Jahren im Schnitt einmal jährlich. In zehn Prozent der Fälle ziehen sie sich dabei schwere Verletzungen zu. Dass 61 Prozent der Umfrageteilnehmer sich für die private Unfallversicherung aussprechen sollte also nicht verwundern. Insbesondere Personen über 70 Jahre und Alleinstehende befürchten, dass sich nach einem Unfall niemand um sie kümmert.
Wenn die Familie nicht hilft, kommen professionelle Dienstleister ins Spiel. An sie denken 19 Prozent der Senioren, sollten sie infolge eines Unfalls versorgt werden müssen. Neben der rein finanziellen Absicherung durch die private Unfallpolice setzen ältere Menschen daher auch auf sogenannte Assistance-Leistungen. „Je älter man ist, desto wichtiger wird nach einem Unfall neben der finanziellen Sicherheit auch die Versorgung, die Aufrechterhaltung der Lebensqualität und die Möglichkeit, weiterhin aktiv am Leben teilzunehmen“, erklärt der Vorstand der Ergo-Versicherung, Jürgen Engel.
Gewünscht werden vor allem ein Pflegeservice (37 Prozent), Fahrdienste, zum Beispiel zur Krankengymnastik (29 Prozent), die Reinigung der Wohnung und ein Wäschedienst (26 Prozent), die Begleitung bei Arzt- und Behördenbesuchen (25 Prozent) sowie ein Einkaufs- und Menüservice (24 Prozent). Für diese Assistance-Leistungen in der privaten Unfallversicherung sind 50 Prozent der Senioren bereit, einen höheren Preis zu bezahlen. Sie wissen also durchaus um die Bedeutung der Absicherung. Allerdings, so Jürgen Engel: „Dennoch werden die aus einem Unfall resultierenden negativen Folgen oftmals noch verdrängt.“
Posted by Andre on 09/23 at 08:28 AM
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Montag, August 23, 2010
Sicherheit vom ersten Schultag an - die Kinderinvaliditätsversicherung
Mit dem Ende der Ferienzeit steht für viele Jungen und Mädchen der erste Schultag an. Damit die Kinder auf dem Weg zum Unterricht und wieder nach Hause sicher unterwegs sind, sollten Eltern auch über den Versicherungsschutz nachdenken. Auf dem direkten Schulweg greift zwar die gesetzliche Unfallversicherung. Sollten die Kleinen aber einen Abstecher machen, ist dieser Schutz hinfällig. Daher empfiehlt der Bund der Versicherten (BdV), schon früh eine Kinder-Unfallversicherung für die ABC-Schützen abzuschließen. Ins gleiche Horn stößt die Deutsche Vermögensberatung AG.
Eine private Unfallversicherung bietet rund um die Uhr Schutz, auch im Urlaub und auf dem Sportplatz. Für Kinder werden die Policen bereits ab einem Jahresbeitrag von 90 Euro angeboten. „Der Vertrag sollte eine Grundversicherungssumme bei Invalidität von mindestens 200.000 Euro ausweisen“, erklärt der BdV in seiner Pressemitteilung. Vereinbart werden sollten dabei eine Progression von 225 bis 300 Prozent, damit die Versicherungsleistung bei höheren Invaliditätsgraden steigt, und eine Todesfallsumme von 10.000 bis 15.000 Euro. „Diese Summe können Eltern bei Invalidität ihres Kindes im ersten Jahr nach einem Unfall als Vorauszahlung bekommen“, so der Bund der Versicherten.
Noch weiter gefasst als der Schutz der Unfallversicherung ist der einer Kinderinvaliditätsversicherung. Sie gilt ebenfalls in allen Lebenslagen, berücksichtigt allerdings auch Invalidität durch Krankheit. Dieser Aspekt bleibt bei einer reinen Unfallversicherung außen vor. „Das Kind ist nicht nur abgesichert, wenn eine Behinderung durch einen Unfall, sondern auch, wenn sie durch eine Krankheit verursacht wurde“, weist die Deutsche Vermögensberatung AG auf die Besonderheiten der Kinderinvaliditätsversicherung hin. Es sei jedoch schwer, einen ausreichenden Schutz zu erhalten, weil die Versicherungssumme oft begrenzt sei, schränkt der BdV ein.
Damit weder die Unfall- noch die Invaliditätsversicherung jemals zahlen müssen, sollten Eltern ihren Kindern vom ersten Schultag an das Thema Verkehrssicherheit ans Herz legen. Gerade bei Erstklässlern ist es besonders wichtig, den Schulweg gemeinsam mit ihnen abzugehen und zu üben. Aus Sicht der Polizei ist es dabei besser, wenn das Rad vorerst zu Hause bleibt: „Den Sechs- und Siebenjährigen fehlt der nötige Überblick über das gesamte Verkehrsgeschehen. Wir empfehlen deshalb, die Kinder in den ersten drei Schuljahren nicht alleine mit dem Rad fahren zu lassen.“ Dass ABC-Schützen unterwegs sind, darauf weist die Polizei auch Autofahrer hin und mahnt zur Umsicht. Das nicht ohne Grund: Alle 27 Minuten wird in der Bundesrepublik ein Kind angefahren.
Posted by Andre on 08/23 at 08:32 AM
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Donnerstag, Juli 08, 2010
Kinderunfallpolice – Schutz für die Kleinen
Spielen und Toben zählen gerade in der Ferienzeit zu den liebsten Beschäftigungen von Kindern. Dass sich die Kleinen dabei mal eine Schramme am Knie holen oder hinfallen, gehört einfach dazu. Schlimm wird es, wenn das Kind unglücklich fällt und dauerhaft einen Schaden davonträgt. Die Folgekosten können enorm sein, angefangen beim behindertengerechten Umbau des Hauses oder der Wohnung bis hin zur lebenslangen Pflege. Um für einen solchen Fall zumindest finanziell abgesichert zu sein, bietet die Versicherungsbranche eigens Kinderunfallpolicen.
Sie haben teils phantasievolle Namen oder wurden nach einer Comicfigur benannt. Bunte Bilder und schrille Farben sollten allerdings nicht vom „Inhalt“ des Vertrages ablenken. Denn auch bei einer Unfallversicherung für Kinder kommt es darauf an, dass die Police Substanz hat und im Schadensfall eine ausreichend hohe Leistung bietet. Deshalb rät unter anderem der Bund der Versicherten, die Vertragsbedingungen genau zu studieren und gegebenenfalls lieber etwas mehr zu investieren, um im Fall der Fälle keine böse Überraschung zu erleben. Das soll nicht heißen, dass eine gute Kinderunfallversicherung zwangsläufig teuer sein muss. Tests und Vergleiche haben bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass guter Schutz auch günstig sein kann. Letztlich gilt: Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen.
Wichtig ist, dass es sich bei der Kinderunfallversicherung nicht einfach nur um eine leicht modifizierte Police für Erwachsene handelt, sondern das Vertragswerk die Bedürfnisse kleiner Racker berücksichtigt. Dazu ein Beispiel: Wenn Jungen und Mädchen für längere Zeit ins Krankenhaus müssen, ist die Kostenübernahme für das Rooming-In, also die Übernachtung der Eltern oder einer Begleitperson in der Klinik, eine durchaus gängige Option in den Verträgen. Hinzu kommen häufig Schulausfallgeld und Sofortleistungen bei einer Schwerstverletzung. Wie hoch die Absicherung sein soll, darüber gibt es sehr unterschiedliche Ansichten. Der Bund der Versicherten empfiehlt eine Versicherungssumme von mindestens 200.000 Euro und eine Progression, mit der die Leistung je nach Invaliditätsgrad steigt.
Posted by Andre on 07/08 at 09:23 AM
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Montag, Mai 31, 2010
Bei der Unfallversicherung auf hohe Progression achten
Während die Assekuranzen in der Sparte Kfz-Versicherung kaum noch Gewinne erzielen, sieht es in anderen Bereichen deutlich besser aus. „In Hausrat und Unfall machen die Versicherer noch immer den großen Reibach“, erklärt Manfred Poweleit, Herausgeber des Brancheninformationsdienstes map-Report. Für die Unfallversicherung zum Beispiel ergab sich 2008 ein versicherungstechnischer Gewinn von 16,7 Prozent. Eingenommen wurden 6,4 Milliarden Euro an Beiträgen. Auf der Ausgabenseite standen 2,9 Milliarden Euro für Schäden bei einer Schadenquote von 57 Prozent. In der Kfz-Versicherung erreichte diese Quote einen Wert von 97 bzw. 98 Prozent beim Vollkaskoschutz.
Angesichts der Zahlen zur Unfallversicherung könnte man durchaus auf den Gedanken kommen, die Police mache wenig Sinn. Ein trügerischer Schluss. Die Versicherung hat durchaus ihre Berechtigung angesichts von 5,36 Millionen Unfällen mit Todes- oder Verletzungsfolgen, die 2008 in der Freizeit und in den eigenen vier Wänden passierten. Sie sind damit nicht über die gesetzliche Unfallversicherung gedeckt. Hier hilft nur eine private Absicherung: Sollte das Unglück zu einer schweren Behinderung führen, sorgt die in der Unfall-Police vereinbarte Leistung dafür, dass die Einkommensverluste aufgefangen und Umbauten vorgenommen werden können.
Der Staat hilft nicht oder nur bedingt – das ist den Wenigsten bewusst. Laut Umfrage der Allianz gehen 72 Prozent der Bundesbürger fälschlicherweise davon aus, dass die Rentenversicherung im Schadensfall eine einmalige Leistung zahlt. 62 Prozent bauen auf die Krankenkasse und 50 Prozent auf das Sozialamt. Um richtig abgesichert zu sein, bedarf es einer guten und leistungsstarken Unfallversicherung. Wichtig ist hierbei vor allem eine hohe Progression, die dafür sorgt, dass mit der Schwere der Verletzung die Leistung steigt, bis auf das Drei- oder Fünffache der Versicherungssumme. Berücksichtigt werden bei der Prämienberechnung riskante Hobbys, zum Teil auch Vorerkrankungen. Ein Versicherungsvergleich ist daher unerlässlich. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat Unterschiede von bis zu 500 Prozent ermittelt.
Posted by Andre on 05/31 at 09:04 AM
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Montag, April 19, 2010
Vom Risiko der Berufsunfähigkeit ( II )
Fortsetzung zu Vom Risiko der Berufsunfähigkeit (I)
Allgemeine Lebens, Berufs- und Freizeit-Risiken sind sowohl abhängig wie auch unabhängig vom Alter. Und unterschiedlich ist immer auch der Status des Betroffenen. Aus finanziellen, ja aus existenziellem Gründen die eigene Berufs- und Arbeitsfähigkeit abzusichern, ist für Jungunternehmer, für Nachfolger in Meisterbetrieben oder auch für Freiberufler unverzichtbar.
Weil staatliche Unterstützung im Schadensfall dürftig bleibt, ist zusätzlicher Schutz notwendig. Dieser greift mit derBerufsunfähigkeits-Versicherung BUV dann, wenn nur noch höchstens 50 Prozent der Arbeitszeit gearbeitet werden kann.
Der Versicherte erhält nach einem Unfall oder nach schwerer Krankheit regelmäßiges monatliches Einkommen. Damit der bisherige Lebensstandard gehalten werden kann, sollten mindestens 1500 Euro vereinbart werden.
Eine eindeutige Empfehlung gibt es nicht, weil die versicherte Rente auch vom Vermögen und der Lebenssituation des Versicherten abhängt. Wer genügend Geld auf dem Konto hat und bereits vor dem Rentenalter steht, dem reicht für zwei oder drei Jahre auch eine geringe staatliche Erwerbsminderungsrente.
Die Alternative UV
Wer wegen Vorerkrankung als eher unerwünschtes Risiko gilt und deswegen keinen Berufsunfähigkeitsschutz erhält, kann statt dessen mit einer Unfallversicherung einen Teil seiner Risiken absichern.
Für die Prämie spielt dann der Gefährdungsgrad des ausgeübten Berufe eine Rolle. Als höher gefährdet gelten im Handwerk Installateure, Schlosser, Mechaniker, Bäcker, Fleischer, Bauberufe, Dachdecker, Zimmerer, Tischler und Maler.
Versichert sind Verletzungen oder dauerhaften Gesundheitsschäden durch einen Unfall, wofür bei Abschluss keine Gesundheitsprüfung erforderlich ist.
Klauseln prüfen
Bereits beim Vorgespräch kann man sich als Interessent einer BUV daran halten, eine Checkliste abzufragen. Von Bedeutung sind nachstehende Merkmale:
Gesundheitsfragen - Hier ist alles korrekt zu beantworten, sonst riskiert man den Versicherungsschutz im Leistungsfall.
Leistung - Hier sind mindestens 1000 Euro BUV-Rente zu vereinbaren, verbunden mit der Option, ohne erneute Gesundheitsprüfung später aufzustocken. Dies ist wichtig nach der Meisterprüfung, der Geburt eines Kindes oder einem Immobilienkauf.
Laufzeit - Die sollte mindestens bis zum 60. Lebensjahr dauern, besser bis zum 65. Lebensjahr. Häufig lauten die Angebote bis zum 67. Lebensjahr.
Beitragsverrechnung - Hier werden Überschüsse mit dem Beitrag verrechnet. Die Prämie kann aber steigen, wenn ein Geschäftsjahr für die Versicherung mal nicht so gut war. Deshalb sind bei Vertragsabschluss Netto- und Bruttoprämie (höchstmöglicher Beitrag) zu vergleichen.
Kombination - Eine BUV sollte aus Kostengründen nicht mit einer Kapital-Lebens- oder einer privaten Rentenversicherung gekoppelt werden. Die Kombination mit einer Risikolebensversicherung ist jedoch sinnvoll - vor allem bei Unternehmern mit Familie.
Beratungsprotokoll - Der Verlauf des Gesprächs mit dem Versicherungsvermittler oder -makler ist zu dokumentieren und muss unterschrieben werden. Unterschrieben wird jedoch erst, wenn man zuhause noch mal alle Punkte gelesen hat.
Abstrakte Verweisung - In jedem Fall ist zu prüfen, ob die Versicherung eben auf diesen Punkt verzichtet. Denn mit der Klausel können Betroffene auf einen gleichwertigen Beruf verwiesen werden. Auch wenn dort keine Anstellung gefunden wird, zahlt die Versicherung keine BUV-Rente. Dagegen greift in neuen Verträgen oft die konkrete Verweisung. Mit ihr entfällt die Rentenzahlung nur, wenn der Betreffende anderweitig arbeitet und dabei nicht weniger verdient als vorher.
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