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Altersvorsorge
Mittwoch, März 28, 2012
7 Millionen Minijobbern droht Altersarmut
Besonders Frauen mit Minijobs werden im Alter niemals so viel Rente haben, dass sie davon leben können. Dies berichtet Spiegel Online, der sich wiederum auf Aussagen der Arbeitsministerin von der Leyen. Wer demnach 45 Jahre nur in einem Minijob arbeitet, bekommt 140 Euro Rente. Jetzt sollen Minijobber durch eine Zuschussrente gefördert werden. Vorraussetzung hierfür sind steigende Eigenleistungen in private oder betriebliche private Rentenversicherungen.
Derzeit gibt es über 7 Millionen Menschen, die in Deutschland in einem sogenannten Minijob arbeiten. Das heißt, dass sie 400 Euro verdienen - und keine Steuern und Sozialabgaben leisten müssen. Über die Hälfte dieser Minijobber sind Frauen. Und 2/3 dieser Frauen haben keinen weiteren Job. Was während der aktiven Berufszeit ein attraktiver Hinzuverdienst sein kann, bringt natürlich keine hohe Rente.
Da sich die Lebensrealität vieler Minijobber geändert hat, denkt man nun über Hilfsmöglichkeiten nach. War der Minijob früher eben ein Nebenverdienst neben dem Einkommen des Mannes, entwickelt er sich heute zur einzigen Renteneinzahlungsquelle von Frauen, die wegen der Kindererziehung oder Pflege auf eine eigene Karriere verzichtet haben, dann aber von ihrem Mann verlassen werden.
Das Arbeitsministerium möchte diesen Geringverdienern ab 2013 mit einer Zuschussrente helfen. Dabei ist ein Stufenmodell vereinbart worden. Wer in den Jahren zwischen 2013 und 2019 in Rente geht, muss lediglich 40 Versicherungsjahre und 30 Beitragsjahre aus Beschäftigung, Kindererziehung oder Pflege nachweisen können, um eine Verdopplung seiner Rentenbezüge zu erreichen. Nach 2019 müssen immer mehr eigene Beiträge in eine private Rente oder betriebliche Zusatzversorgung nachgewiesen werden.
Mit der Zuschuss-Rente kann eine Gesamtrente von ca. 365 Euro im Monat erreicht werden. Das liegt allerdings immer noch unter der staatlichen Grundsicherung von 688 Euro.
Posted by Sabine on 03/28 at 10:08 AM
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Donnerstag, März 08, 2012
Nürnberger siegt beim Service-Test von DISQ
Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat die Service-Qualität von Versicherungsvermittlern getestet. Testsieger wurde die Nürnberger - gefolgt von Versicherungskammer Bayern und Generali.
Untersucht wurde die Beratungsqualität von 15 Versicherern in 26 Städten. 150 Testberatungen wurden durchgeführt. Themen waren hierbei Altersvorsorge, Risikovorsorge und Sachversicherungen. Das Gesamtergebnis setzte sich aus den Teilergebnissen in den Bereichen Qualität des Umfelds, Aktivitätsgrad, Bedarfsanalyse, Lösungskompetenz und Kundenfreundlichkeit zusammen.
Die Lösungskompetenz floss mit 30% in die Gesamtbewertung ein. Bedarfsanalyse und Kundenfreundlichkeit wurden mit jeweils 25% gewichtet. Aktivitätsgrad und Umfeld-Qualität machten 10% aus.
Im Gesamtergebnis Beratung durch Versicherungsvermittler 2012 ergab sich folgende Rangfolge mit dem Qualitätsurteil “gut”: Nürnberger, Versicherungskammer Bayern, Generali, AachenMünchener, Zurich, Debeka, Württembergische, Axa, Gothaer und Ergo. Mit einer “3” wurden SV Sparkassenversicherung, R+V, Allianz, HUK-Coburg und HDI-Gerling bewertet.
Die Lösungskompetenz war für die Tester das wichtigste Kriterium. Hier konnte die Nürnberger auf Platz 1 landen. Auf Platz 2 kam die Zurich. Platz 3 in dieser wichtigen Kategorie erreichte die Debeka. Bei der Kundenfreundlichkeit konnte die Versicherungskammer Bayern die Goldmedaille erringen. Die Nürnberger kam auf Platz 2 und die Bronze-Medaille machte die Zurich.
Bei der Bedarfsanalyse machte die AachenMünchener die beste Figur. Auf dem zweiten Platz landete die Generali. Bronze bekam die Versicherungskammer Bayern für Ihre gute Bedarfsanalyse. Den höchsten Aktivitätsgrad zeigten Württembergische, Nürnberger und Versicherungskammer Bayern.
Die Qualität des Umfeldes konnten die Versicherungen Generali, HDI-Gerling und Zurich für sich entscheiden. Die Nürnberger kam hier auf Platz 4.
Posted by Christel on 03/08 at 06:23 PM
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Mittwoch, Februar 29, 2012
Altersvorsorge für Selbstständige
Da Selbstständige und Freiberufler die private Altersvorsorge bisweilen schleifen lassen, droht jedem Zehnten Altersarmut. Vor dem Hintergrund dieser Zahl, die vom „Mannheimer Forschungsinstitut für Ökonomie und Demografischer Wandel“ veröffentlicht wurde, plant Bundessozialministerin Ursula von der Leyen eine Vorsorgepflicht für Selbstständige. Ob die Absicherung über die gesetzliche oder eine private Rentenversicherung erfolgen soll, steht derzeit noch nicht fest.
Die Initiative der Ministerin findet auf breiter Front Zustimmung. Der Bundesverband der Freien Berufe wünscht sich mehr Anreize für die private Altersvorsorge und die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), dass die Riester-Rente auch Freiberuflern und Selbstständigen zugänglich gemacht wird. An Optionen, Vorsorge schmackhaft zu machen, mangelt es also nicht.
Das Magazin „Öko-Test“ hat sich die Produkte, die dafür infrage kommen könnten, näher angesehen und auf den Prüfstand gestellt. Insgesamt wurden 137 Angebote von 40 Versicherern, Banken und Fondsgesellschaften geprüft – darunter Rürup-Renten, Riester-Renten und klassische Rentenversicherungen.
Das wenig überraschende Testergebnis: „Keine Variante ist für jeden geeignet.“ Die Auswahl sollte sich danach richten, welche Leistungen und Merkmale gewünscht sind, ob nun Sicherheit, hohe Ertragschancen oder doch eher Flexibilität. „Öko-Test“ mahnt allerdings, dass die Renditen bei nahezu allen Verträgen „lausig“ seien. „Entscheidet sich unser 30-jähriger Musterkunde für die Auszahlung des Vertrags in Form einer lebenslangen Rente, würde er auf Basis der garantierten Rentenleistung bis zum 85. Lebensjahr bestenfalls eine Rendite von null bis 0,33 Prozent erhalten“, heißt es in dem Beitrag des Magazins.
Der Bund der Versicherten hat direkt darauf reagiert und erklärt: „Das ist ein Schlag ins Gesicht jedes Verbrauchers, der sich um seine Altersvorsorge bemüht.“ Die Experten, die schon Anfang des Jahres auf diese Probleme aufmerksam gemacht haben, raten daher, sich unabhängig beraten zu lassen. Dabei gelte nach wie vor: Risikovorsorge geht vor Altersvorsorge.
Posted by Andre on 02/29 at 09:00 PM
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Montag, Februar 27, 2012
Österreich: Zusatzpension in der Kritik
Der Streit darüber, welche Möglichkeiten zur privaten Altersvorsorge optimal sind, schwelt nicht nur in der Bundesrepublik. Während hierzulande über den Nutzen und die Rentabilität der Riester-Rente diskutiert und von Kapitallebensversicherungen abgeraten wird, hat der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI) die private Zusatzpension auf dem Kieker. Sie basiert bei vielen Assekuranzen auf einer klassischen Lebensversicherung und wird als undurchsichtig, unflexibel und zu kostenintensiv kritisiert. Die Parallelen zur Riester-Debatte sind unverkennbar.
Der VKI lässt in seinem jüngsten Magazin kein gutes Haar an der privaten Zusatzpension und spricht von „Abzocke statt Vorsorge“ und „Spesen als Renditekiller“. Die schlagkräftigen Titelzeilen untermauert der Verein mit eigenen Berechnungen. Dazu wurden sieben Tarife für Rentenversicherungen auf Herz und Nieren getestet. Das Ergebnis ist, sagt der VKI, erschreckend: Ein 35-jähriger Mann, der bis zum 65. Lebensjahr monatlich 100 Euro in einen solchen Vertrag einzahlt und bis zum Alter von 79 Jahren eine Rente bezieht, kommt auf eine negative Rendite von minus 1,6 Prozent. Da die Policen darüber hinaus nicht flexibel genug sind, schlägt der VKI gleich mehrere Alternativen vor.
Deutlich besser fahre man, wenn die gesetzliche Rente aufgestockt werde. Mit einer Einmalzahlung von 3.000 Euro ließe sich bereits eine Nettorendite von 3,5 Prozent erzielen. Ein weiterer Baustein für die private Altersvorsorge könnten Bundesschatzbriefe werden, vielleicht sogar in Kombination mit staatlichen Prämienzahlungen nach dem Vorbild der Zukunftsvorsorge. Die Reaktionen der Versicherungsbranche ließen nicht lange auf sich warten. „Die Rentenversicherung ist das einzige private Vorsorgeprodukt, das in der Lage ist, einen Konsumenten für ein hoffentlich recht langes Leben abzusichern“, sagt die Generali Versicherung AG und stößt damit ins gleiche Horn wie die Allianz.
Posted by Andre on 02/27 at 10:55 PM
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Montag, Februar 20, 2012
Produktinformationen zur Altersvorsorge müssen verständlicher werden
Private Altersvorsorge gilt inzwischen als unumgänglich. Die Bereitschaft, für den Ruhestand zu sparen, erhält allerdings einen empfindlichen Dämpfer, wenn Interessenten sich heillos im Dickicht aus Sparverträgen und Fondspolicen verheddern. Um den Pfad zum passenden Vertrag gangbarer zu machen, arbeitet die Bundesregierung an einem Produktinformationsblatt. Der erste Entwurf liegt bereits vor, könnte aber deutlich besser sein. Das sagt nicht nur der Bund der Versicherten (BdV), sondern auch das Institut für Transparenz in der Altersvorsorge (ITA).
Auf neun Seiten pflücken die Experten des ITA das Produktinformationsblatt auseinander und nennen Verbesserungsmöglichkeiten. Nichtsdestotrotz zeigt sich ITA-Geschäftsführer Dr. Mark Ortmann durchaus zufrieden mit der bislang geleisteten Arbeit: „Das geplante Produktinformationsblatt ist ein Quantensprung auf dem Weg zur transparenten Altersvorsorge.“ Er gibt dem aktuellen Vorschlag eine „3+“ und spricht von einem revolutionären Entwurf, der sich durch Einheitlichkeit, Verbindlichkeit, Neutralität, Prägnanz und die Kürze – zwei Seiten – auszeichne. „Nach Einführung des neuen Produktinformationsblatts werden es Anbieter deutlich schwerer haben, Kosten zu verstecken“, so Dr. Ortmann.
Doch gerade was die Darstellung der Kosten und Risiken betrifft, sieht das Institut für Transparenz in der Altersvorsorge den größten Änderungsbedarf. Die Effektivkosten müssten in Prozent und nicht in Euro angegeben werden, weil der Prozentsatz auch bei unterschiedlich hohen Erträgen weitgehend gleich bleibe, wohingegen die Euro-Beträge dramatisch schwankten. Bei einem Ertrag von zwei Prozent lägen die Kosten bei 1,99 Prozent respektive 12.653 Euro. Bei acht Prozent seien es 2,12 Prozent bzw. 45.682 Euro. Ziel müsse sein, dass der Kunde die Kostenbelastung richtig einschätzen kann. Dazu bedürfe es zusätzlich einer einfacheren Sprache und einer besseren grafischen Darstellung der Risikoklasse und Rendite-Erwartung. Die dazu nötigen Standards müssten von unabhängiger Seite, „einem Tiger mit Zähnen“, gesetzt und überwacht werden. Nur so sei Transparenz möglich.
Posted by Andre on 02/20 at 05:25 PM
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Montag, Februar 13, 2012
Sorgenvoller Blick in die Zukunft
Bedenken, ob man wirklich ausreichend private Altersvorsorge betreibt, um im Rentenalter finanziell bestens abgesichert zu sein, lassen sich wohl nie ganz ausblenden. Selbst wenn man regelmäßig spart und die gängigen Produkte nutzt, ob nun Riester-Rente, Kapitallebensversicherung oder Basisrente, bleiben bisweilen Zweifel daran, dass ein weitgehend sorgenfreier Lebensabend genossen werden kann. Bei den 18- bis 30-Jährigen nagt laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Finanzdienstleisters AWD an jedem Zweiten (48 Prozent) der düstere Gedanke, im Alter kürzertreten zu müssen.
Hinter der Angst vor einer allzu großen Vorsorgelücke steht gleich ein ganzes Bündel an Gründen. An erster Stelle rangiert dabei mit 61 Prozent die Befürchtung, „dass sie nicht genügend Geld zur Verfügung hatten oder haben, um privat für das Alter vorzusorgen“, sagt der AWD. Teils sind es auch Selbstzweifel, dass die finanziellen Mittel möglicherweise zu sehr in den Konsum statt in die Altersvorsorge geflossen sind (knapp 33 Prozent). Hinzu gesellen sich Sorgen über fehlende Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung (26 Prozent), mangelnde Beschäftigung mit den Themen Rente und Vorsorge (25 Prozent), Bedenken, was die Zahlungsfähigkeit des Rentensystems betrifft (zwölf Prozent), die Inflation (drei Prozent) und die Eurokrise (ein Prozent).
Der erfreuliche Aspekt der Umfrage: Sie zeigt, dass private Altersvorsorge der Generation der 18- bis 30-Jährigen nicht ganz schnuppe ist. Viele richten den Blick in die Zukunft. Dr. Günther Blaich, Direktor des Bereichs Produktmanagement beim AWD, erklärt dazu: „Der Bevölkerung ist mehrheitlich bewusst, dass sie sich bei der Altersvorsorge nicht ausschließlich auf die Leistungen des Staates verlassen kann.“ Allerdings müsse die Bereitschaft, den Konsum zugunsten der Vorsorge zu bremsen, noch weiter ausgebaut werden. Hier können Versicherungen, Banken und auch der Staat ansetzen. Ziel sollte sein, Vertrauen aufzubauen, nicht nur in Riester-Rente & Co., sondern auch in die gesetzliche Rente.
Posted by Andre on 02/13 at 09:50 PM
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Montag, Februar 06, 2012
Künftig muss jeder Riester-Kunde zahlen
Der Aufschrei war groß, als bei Millionen Sparern die Zulagen für die Riester-Rente wieder vom Rentenkonto abgezogen wurden. Die Betroffenen hatten schlichtweg vergessen, eigene Beiträge zu bezahlen. Passieren konnte das, wenn aus der mittelbaren eine unmittelbare Förderberechtigung wurde. Zum Beispiel bei Frauen, die nach der Geburt eines Kindes plötzlich wieder rentenversichert waren und somit zumindest den Eigenbetrag in Höhe von 60 Euro pro Jahr hätten zahlen müssen. Mit diesem Hickhack ist jetzt Schluss.
Derzeit informieren die Versicherungsunternehmen darüber, dass ab sofort jeder – somit auch jene, die über ihren Mann oder die Frau mittelbar Anspruch auf die Riester-Zulagen haben – zumindest ein paar Euro jährlich in die Riester-Altersvorsorge investieren muss. Mit fünf Euro im Monat ist man dabei. Diese Untergrenze gilt seit der Einführung der Riester-Rente. Ansonsten bemisst sich der Beitrag, der eingezahlt werden muss, um die Zulagen in voller Höhe zu erhalten, am Einkommen. Deshalb ist es so wichtig, bei Änderungen wie einer Lohnerhöhung oder einem neuen Job die Bank oder Versicherung zu informieren.
Ob es sich nun lohnt oder nicht, einen Riester-Vertrag zu bedienen, darüber lässt sich nach wie vor trefflich streiten. Die Stiftung Warentest ist jedenfalls davon überzeugt, dass es sich bereits ab einem mittleren Einkommen rentieren kann – zum einen aufgrund der Zulagen, zum anderen, was gerne übersehen wird, aufgrund der Steuerersparnis. Schließlich können bis zu 2.100 Euro der Eigenbeiträge als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Dieser Vorteil summiert sich im Laufe der Jahre. Ob er ausreicht, die Schwächen der Riester-Rente zu überdecken, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Die Experten von den Verbraucherzentralen helfen, die Zahlen zu entwirren. Dazu sollte man allerdings auch regelmäßig die Abrechnungen prüfen. Viele heften die Papiere ab, ohne sie auch nur eines Blickes zu würdigen. Dann darf man sich auch nicht beschweren, wenn der Vertrag für die Katz ist.
Posted by Andre on 02/06 at 04:04 PM
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Montag, Januar 30, 2012
Altersvorsorge rückt aus dem Blickfeld
Das Thema Altersvorsorge ist schwierig: Abgesehen von der Frage nach der passenden Strategie, mit der die Rentenlücke so klein wie möglich gehalten werden kann, schwingt in jüngster Zeit immer öfter Zukunftsangst mit – geschürt durch die Eurokrise. Diese Unsicherheit geht wiederum einher mit einer gewissen Lethargie: Warum sparen, wenn ich doch nicht weiß, was in 20 oder 30 Jahren sein wird? Über die Konsequenzen sind sich die Bundesbürger bewusst. Sie rechnen im Alter mit Einbußen von knapp 600 Euro. Das geht aus einer Studie des Instituts Allensbach im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.
„Obwohl die Mehrheit überzeugt ist, dass sie sich im Alter finanziell einschränken muss, geht das Interesse an dem Thema Altersvorsorge zurück. Die Krise in der Euro-Zone führt dazu, dass die Bürger immer weniger das Gefühl haben, langfristig verlässlich planen und sparen zu können“, sagt Allensbach-Geschäftsführerin Professor Renate Köcher. Statt in Vorsorgeprodukte wie die Riester-Rente stecken die Deutschen ihr Geld aktuell lieber in den kurzfristigen Konsum. Von den Befragten sind nur 24 Prozent bereit, ein paar Euro in den Ruhestand zu investieren.
Daran wird sich auch künftig nicht viel ändern. Lediglich 15 Prozent der Umfrageteilnehmer planen, ihre Bemühungen für eine private Rente in 2012 aufzustocken. In diesen Zahlen spiegeln sich gleich zwei Problemfelder wider: Zum einen sind einkommensschwache Familien selten in der Lage, überhaupt Geld zu sparen. Zum anderen sind jüngere Verbraucher kaum für das Thema Altersvorsorge sensibilisiert. Wenn denn gespart wird, dann steht die Sicherheit vor der Rendite.
Doch was muss unternommen werden, um das Thema Altersvorsorge wieder ein wenig mehr in das Blickfeld der Deutschen zu rücken? Der GDV spricht von transparenten Informationen über die künftigen Rentenleistungen und fordert eine Plattform, auf der alle Altersvorsorgeansprüche abgerufen werden können, gesetzlich, betrieblich und privat. Damit habe jeder, wie bereits in Dänemark praktiziert, die eigene Rentenlücke vor Augen. Diese Daten seien dann die Motivation, sich mehr zu kümmern. Ein Thema spricht die Versicherungsbranche allerdings nicht an: Die anhaltende Kritik an zu hohen Kosten und der mangelnden Transparenz vieler Produkte, insbesondere der Riester-Rente. Auch sie haben dazu beigetragen, dass weniger oder gar nicht mehr gespart wird.
Posted by Andre on 01/30 at 09:00 PM
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Mittwoch, Januar 25, 2012
Riester- und Rürup-Rente: Kritik am Produktinformationsblatt
Ziel des neuen Produktinformationsblattes für Riester- und Rürup-Renten (wir berichteten) ist mehr Transparenz zu den Kosten und dem Nutzen der Verträge. Ziel verfehlt, sagt nun der Bund der Versicherten (BdV). Die Verbraucherschützer halten die Daten, die den Kunden präsentiert werden, für Augenwischerei. Axel Kleinlein vom Vorstand des BdV bringt es auf den Punkt. Seiner Ansicht nach „öffnen die vorgeschlagenen Vergleichszahlen der Irreführung Tür und Tor“.
Die Kostenquote ließe sich von den Versicherungsunternehmen durch Tricksen mit den Vertragslaufzeiten so manipulieren, dass selbst die teuersten Angebote im strahlenden Licht erscheinen. Hinzu komme, dass zentrale Kennwerte wie die Effektivkosten und die Rendite-Erwartung von den Sparern nicht nachvollzogen werden können. Denn für die Risiko-Rendite-Profile der Verträge seien komplexe Berechnungen durch Rating-Agenturen nötig. Weil diese Daten nur schwer nachprüfbar seien, könne man nicht von Transparenz sprechen.
Dazu nennt der Bund der Versicherten ein Beispiel: Wird bei einem Rentenbeginn mit 65 Jahren eine Effektivkostenquote von 2,1 Prozent ausgewiesen, läge der Wert bei einem Rentenbeginn mit 70 und ausgehend von der identischen Kalkulation rein rechnerisch bei 1,8 Prozent. „Bittere Folge: Das Produkt erscheint kostengünstiger, obwohl die Abschlusskosten bei gleichen Verwaltungskosten dann sogar höher sind“, mahnt Axel Kleinlein. Unter dem Strich stünden bei einem 67-Jährigen 54.569 Euro für die Rentenzahlungen zur Verfügung, bei einem 70-Jährigen aber nur 53.732 Euro. Für Verbraucher sei das nicht erkennbar. Deshalb fordert der BdV einfache und verständliche Angaben, etwa das Alter, das erreicht werden muss, um den Betrag herauszubekommen, der eingezahlt wurde.
Freitag, Januar 20, 2012
Riester-Rente: Mehr Transparenz durch neuen Beipackzettel
Das Bundesfinanzministerium macht Nägel mit Köpfen: Nachdem die Riester-Rente in der Vergangenheit aufgrund der teils exorbitant hohen Kosten immer wieder kritisiert worden war, liegen jetzt erste Entwürfe für den sogenannten „Beipackzettel“ vor. Er soll Interessenten vor Abschluss eines Vertrages zur privaten Altersvorsorge über die Chancen und, was angesichts der Diskussion um die Rentabilität viel wichtiger scheint, die Risiken und Gebühren informieren. Erarbeitet wurden die Muster für die Produktinformationsblätter vom Hamburger Institut für Finanzdienstleistungen (IFF).
Die Papiere, die sowohl für die Riester-, als auch für die Rürup- bzw. Basis-Rente vorliegen, umfassen in der Regel zwei Seiten. Hier finden Verbraucher alle relevanten Daten, inklusive einer detaillierten Kostenaufstellung, Hinweisen zu Verlusten beim Anbieterwechsel und einer individuellen Musterrechnung. Wichtig sind dabei neben den Effektivkosten, in denen verschiedene Kostenarten zusammengefasst werden, vor allem die Erträge. Beide Faktoren erlauben es, die Angebote miteinander zu vergleichen. Weist ein Unternehmen eine Bruttorendite von fünf Prozentpunkten aus und effektive Kosten in Höhe von 1,5 Prozent, steht unter dem Strich eine Nettorendite von 3,5 Prozent. Diese Zahlen werden zusätzlich mit Euro-Angaben untermauert. Darüber hinaus soll nach fünf Risikoklassen – inflationsgeschützt bis Spekulation – und nach der Renditeerwartung – sehr niedrig bis sehr hoch – unterschieden werden.
Zwar könnten noch weit mehr Details auf die Produktinformationsblätter gedruckt werden, zum Beispiel historische Renditen, ob ethisch und ökologisch korrekt investiert wird und die Firmengeschichte. Darauf wurde nach Gesprächen mit den Verbraucherverbänden und den Anbietern allerdings verzichtet. Entscheidend ist, dass die Beipackzettel verständlich sind und für mehr Transparenz sorgen. Der Punkt Verständlichkeit wurde bereits getestet. „Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher hat das Produkt richtig erkannt sowie Risiken und Kosten von Produkten gut vergleichen können“, sagt das IFF. Werden die neuen Vorgaben zeitnah umgesetzt, wäre das nur zum Vorteil für Riester-Sparer.
Posted by Andre on 01/20 at 05:28 PM
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Montag, Januar 16, 2012
Versicherungsweichen früh stellen
Mit dem ersten selbst verdienten Geld lassen sich viele Wünsche erfüllen, die während der Schul- oder Studienzeit in weiter Ferne schienen. Das Geld sinnlos zu verbraten, nur weil das Konto ein höheres Haben aufweist, wäre allerdings der falsche Weg. Das Handelsblatt rät zum Finanzcheck, ehe das Geld unters Volk gebracht wird. Dazu gehört auch ein Blick auf die Absicherung und die private Altersvorsorge – wobei vor der Riester-Rente oder einer Lebensversicherung immer der Schutz gegen elementare Risiken in trockene Tücher gebracht werden sollte.
Dazu erklärt Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV): „Als Erstes muss ich mich gegen Risiken absichern, die mich finanziell ruinieren können.“ Deshalb gilt die private Haftpflichtversicherung seit jeher als wichtigste Police. Sie kommt für Schäden auf, die man Dritten zufügt. Trotzdem wissen nur 30 Prozent der 18- bis 29-Jährigen um die Bedeutung der Privathaftpflicht. Viele übersehen, dass aus einem Unfall auch Forderungen resultieren können, für die man bis ans Lebensende zahlt. Wer bislang über die Eltern mitversichert war, ist daher gut beraten, schnellstens einen eigenen Vertrag abzuschließen.
Abgesichert werden sollte darüber hinaus die eigene Arbeitskraft. Experten – nicht nur vom BdV – raten schon seit Jahren, sich so früh wie möglich um eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bemühen. Die Gefahr, durch die Gesundheitsprüfung zu rasseln, ist bei jüngeren Kunden nicht ganz so groß. Zwar kostet die Versicherung ein paar Euro im Monat. Aber das sollte der Schutz vor den Folgen von Berufsunfähigkeit wert sein. Wichtig ist es, auf die Leistung und die Anpassungsmöglichkeiten zu achten, um später die Rente problemlos anheben zu können.
Bleibt noch der Punkt Altersvorsorge. Hier geht es erst einmal darum, sich ein gewisses Polster zu schaffen. Finanzexperten raten zu einer Rücklage von zwei bis drei Monatsgehältern, die am besten auf einem Tagesgeldkonto aufgehoben sind. Stehen Pläne im Raum, irgendwann die eigene Immobilie kaufen oder bauen zu wollen, bietet sich auch ein Bausparvertrag an. Mit Blick aufs Rentenalter bezeichnet das Handelsblatt die betriebliche Vorsorge als erste Wahl, erst dann kommen die Riester- und die Rürup-Rente.
Posted by Andre on 01/16 at 07:31 AM
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Mittwoch, Januar 04, 2012
Ruf der Riester-Rente steht auf dem Spiel
Der Geburtstag ist vorbei. Die Papp-Hüte sind wieder im Schrank und die rosarote Brille in der Schublade. Für die Riester-Rente beginnt jetzt die Zeit, in der sie sich bewähren muss. Zehn Jahre lang gab es immer mal wieder Kritik, die durch Lobhudelei aus den Reihen der Politik und der Assekuranzen überspielt wurde. Inzwischen überwiegen die mahnenden Stimmen - und sie werden immer lauter, zumal ab diesem Jahr die Garantieverzinsung nur noch 1,75 Prozent beträgt. Die Frage, die vielen auf den Nägeln brennt, ist allzu verständlich: Lohnt es sich aktuell überhaupt noch, eine Riester-Rente abzuschließen?
Banken und Versicherungen bejahen diese Frage mit einem breiten Lächeln. 5,9 Milliarden Euro Provisionen und Gebühren hat die private Altersvorsorge nach Riester der Branche bislang eingebracht. Vonseiten eines Finanzdienstleisters kam vor Jahren der Vergleich mit einer Ölquelle, die angebohrt wurde und fleißig sprudelt. Dass Verbraucher mit dem falschen Vertrag meistens auf der Strecke bleiben und Hoffnungen geschürt werden, die sich später als haltlos erweisen, steht auf einem anderen Blatt.
Die Riester-Rente pauschal zu verteufeln, wäre allerdings falsch. Wie überall im Leben gibt es gute und ganz schlechte Angebote. Dazu liegen inzwischen Dutzende Vergleiche vor, unter anderem von der Stiftung Warentest. Doch auch das Analysehaus Morgen & Morgen hat sich mit der privaten Altersvorsorge befasst und die Gebührenstrukturen der Verträge unter die Lupe genommen. Die Daten, die dabei zutage kamen, sind schwere Kost und lassen einige Unternehmen in einem ganz schlechten Licht dastehen.
Deshalb ist es an der Zeit, durchzugreifen. Die Bundesregierung spricht schon lange von einem Produktinformationsblatt, aus dem Kosten und Erträge nachvollziehbar hervorgehen sollen. Die Verbraucherschutzexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Kornelia Hagen, fordert darüber hinaus, den Wechsel von einem schlechten zu einem guten Anbieter zu vereinfachen – ohne hohe Kosten für den Sparer. Eine weitere Maßnahme könnte sein, Riester-Produkte staatlicherseits zu prüfen und eine Positivliste zu erstellen. Viel Arbeit für die Politik. Doch nur so bleibt die Riester-Rente überlebensfähig.
Posted by Andre on 01/04 at 05:41 PM
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Montag, Januar 02, 2012
Vorsorgepflicht für Selbstständige
Der wichtigste Baustein der Altersvorsorge ist für Angestellte und Arbeiter nach wie vor die gesetzliche Rente. Sie mag zwar nicht mehr ausreichen, den aktuellen Lebensstandard auch im Ruhestand zu halten, bildet aber nach wie vor die Basis, die mit privater und betrieblicher Vorsorge aufgestockt werden kann. Bei Selbstständigen und Freiberuflern gestaltet sich die Situation ein wenig anders. Sie zahlen in der Regel nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein und sind somit ganz auf private Vorsorgemaßnahmen angewiesen, zum Beispiel über eine Basis- bzw. Rürup-Rente. Nur leider vernachlässigen es viele Selbstständige, sich für das Alter abzusichern. Jetzt will die Politik aktiv werden, mit einer Pflichtversicherung oder einer Versicherungspflicht.
Den Stein ins Rollen gebracht hat die CSU. Sie spricht sich für eine obligatorische Altersvorsorge aus. Dabei kristallisiert sich aufseiten der Christdemokraten mehr und mehr der Wunsch nach einer Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung heraus. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte der Vorsitzende der Unionsarbeitnehmergruppe im Bundestag, Peter Weiß: „Jeder Selbstständige sollte verpflichtet werden, in der gesetzlichen Rentenversicherung so viele Entgeltpunkte anzusparen, dass er dem Staat nicht eines Tages auf der Tasche liegt.“ Verhindert werden soll, dass später Grundsicherung im Alter gezahlt werden muss. Denn genau dieses Szenario zeichnet sich ab. Denn: „Nicht allen Selbstständigen ist die Notwendigkeit, für das Alter vorzusorgen, bewusst“, so Gerda Hasselfeldt (CSU) in der „Süddeutschen Zeitung“.
Aktuell sind drei Viertel der Selbstständigen nicht zu einer Mitgliedschaft in einem berufsständigen Versorgungswerk verpflichtet. Diese Zielgruppe haben CDU/CSU und FDP im Visier. Uneins ist man über die Umsetzung. In einem Papier der CSU heißt es dazu: „Voraussetzung ist, dass die Vorsorge als Rente ausgezahlt wird.“ In diesem Punkt stimmt die FDP zu. Der Sozialexperte der Liberalen, Pascal Kober, fordert allerdings: „Wie sie es tun, soll aber ihnen selbst überlassen bleiben.“ Der Industrie- und Handelskammertag schlägt zum Beispiel vor, die Riester-Rente auch für Selbstständige zu öffnen. Ziel der Politik ist es, schon 2013 alles in trockenen Tüchern zu haben. Bis dahin wird noch viel diskutiert werden müssen.
Posted by Andre on 01/02 at 09:46 AM
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Sonntag, Dezember 11, 2011
Steuern sparen: Sonderzahlung Basisrente
Flexibilität gehört nicht unbedingt zu den Stärken der Rürup-Rente. Sie gilt als äußerst starr und ist vermutlich auch deshalb so unbeliebt. Doch es gibt einen kleinen Lichtblick, der häufig übersehen wird: die Zuzahlungsoption. Sie erlaubt es Versicherungsnehmern, einmal jährlich eine Sonderzahlung zu tätigen und die spätere Rentenleistung entsprechend der finanziellen Möglichkeiten aufzustocken. Das kommt allen entgegen, die sich nicht mit einem hohen monatlichen Beitrag belasten wollen, sondern weitgehend frei entscheiden möchten, welche Summe sie in die private Altersvorsorge investieren.
Zugeschnitten ist diese Idee vor allem auf die Bedürfnisse von Selbstständigen und Freiberuflern, für die das Basisrentenkonzept ursprünglich entwickelt worden war. Sie können meistens erst zum Ende des Jahres abschätzen, ob die Geschäfte gut, mittelmäßig oder doch eher schlecht gelaufen sind und ob noch Geld für die Altersvorsorge übrig ist. Wenn die Möglichkeit besteht, einen Betrag x nachzuschießen, wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, damit das Geld noch pünktlich zum Jahresende gebucht und dem Vertrag gutgeschrieben werden kann. Dadurch steigt zum einen der Rentenanspruch. Gleichzeitig kann bei der nächsten Steuererklärung ein höherer Betrag als Sonderausgabe geltend gemacht werden. Schließlich erfolgt die staatliche Förderung der Rürup-Verträge in Form von steuerlichen Vergünstigungen. Absetzbar sind in diesem Jahr 72 Prozent der Beitragszahlungen bis zu einer Obergrenze von 20.000 Euro (40.000 Euro bei gemeinschaftlich veranlagten Ehepaaren). Bei Beitragszahlungen von insgesamt 4.200 Euro würden für 2011 also 3.024 Euro als Sonderausgaben berücksichtigt. Wie und auf welches Konto die Sonderzahlung erfolgen muss, sollte vorab mit der Assekuranz oder Bank geklärt werden. Häufig weisen die Unternehmen auch ihrerseits auf die Zuzahlungsoption hin.
Posted by Andre on 12/11 at 11:47 PM
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Mittwoch, Dezember 07, 2011
Versicherer verteidigen die Riester-Rente
Wer ständig nur Schläge einstecken muss, teilt irgendwann auch aus: Nachdem die Riester-Rente in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder runtergemacht, als intransparent und unrentabel bezeichnet wurde, hat sich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gestern vor die staatlich geförderte Altersvorsorge gestellt. Mit eigenen Berechnungen widersprach die Branche dem vernichtenden Urteil des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW), die Riester Rente sei nicht besser als der Sparstrumpf, und verkündete im Brustton der Überzeugung: „Und sie lohnt sich doch.“
„Für die Allermeisten rechnet sich die Riester-Rente so gut wie keine andere Vorsorge“, erklärt der GDV in einer Pressemitteilung. Beleg dafür sind Zahlen. Analog zum DIW ermittelte auch der Branchenverband, wie lange es dauert, ehe ein Riester-Sparer seine eigenen Beiträge wieder raus hat – den sogenannten Break-even-Punkt. Bei einem 35-jährigen Normalverdiener mit einem Einkommen von 30.000 Euro jährlich ist dieser Punkt, ausgehend von einem Renteneintrittsalter von 67 Jahren, mit dem 74. Lebensjahr erreicht. Berücksichtigt man auch die Zulagen des Staates, gleichen sich Ein- und Rentenzahlungen aus, wenn der Sparer 75 wird. Deutlich besser sieht es bei einer Alleinerziehenden mit Kind aus. Die 30-Jährige mit einem Jahreseinkommen von 18.000 Euro ist mit 71 Jahren bzw. 74 Jahren pari.
Das DIW hatte für den Normalsparer ein Mindestalter von 85 Jahren genannt, damit sich die Riester-Rente überhaupt lohnt. In dem Zusammenhang wurden insbesondere die Sterbetafeln kritisiert, anhand derer die Versicherungsbranche die Rentenzahlungen berechnet. Darauf entgegnete Peter Schwark von der Hauptgeschäftsführung des GDV gestern: „Wir kalkulieren sehr vorsichtig, damit das Geld auch für jeden Riester-Rentner reicht“. Der Risikopuffer sei insofern nötig, da 81 Prozent der Frauen, die heute 40 Jahre jung sind, das 85. Lebensjahr erreichen. Auch gegen den Vergleich mit dem Sparstrumpf verwehren sich die Versicherer. Lege man das Geld 32 Jahre in die Socke, wäre sie bei einer Rente in Höhe von 357 Euro nach acht Jahren leer. Würde das Geld verzinst, wären es knapp 17 Jahre. Spannend bleibt die Diskussion allemal, vor allem mit Blick auf die Reaktion der Regierung.
Posted by Andre on 12/07 at 12:44 PM
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