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Altersvorsorge
Montag, November 23, 2009
Eigenheim bietet sichere Altersruhe
Ersparte Miete erlaubt Rentenalter mit finanziellen Vorteilen
Auch ohne die Schlagzeilen, die Tatsachen und die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise wäre der beständige Wunsch nach Wohneigentum stark wie schon immer. Das belegt eine der jüngsten Allensbach-Umfrage zur Altersvorsorge, wonach 63 von 100 Berufstätigen ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung als “besonders sicher” empfunden.
Aktuell wohnen 50 von 500 Deutschen in den eigenen vier Wänden, von denen noch viele Mieter träumen. So steigt die Zahl derer im Vergleich zum Vorjahr, die zum Ziel haben, mittelfristig ins eigene Heim zu ziehen.
Bei der Begründung steht dann auch für 90 von 100 Mietern ganz vorne, dass man unabhängig sein will vom Vermieter, dass man lieber in die eigene Tasche zahlen, dass wahrscheinlich ein Wert verbleibe, den man vererben könne und dass Wohneigentum Vorsorge fürs Alter bedeute.
Auch ohne die gestrichene Eigenheimzulage ist festzustellen, dass der Staat beim Bau einer Immobilie noch immer fördert und zinsbegünstigte Darlehen auf Bundes- und Landesebene bietet. Dabei bleiben sämtliche Erträge aus der eigenen Immobilien - Mietersparnis, Wertsteigerung oder staatliche Zulagen - steuerfrei. Wer als Mieter freie Mittel in Wertpapieren oder Versicherungen anlegt, der muss in der Regel die Erträge versteuern (Abgeltungsteuer). Dagegen bleibt das Wohneigentum für die private Altersvorsorge also deutlich interessanter.
Gründe fürs Wohneigentum
Vergleicht man auf längere Sicht Mieter und ‘junge’ Eigenheimer, ist zu erkennen, dass Mieter auf den ersten Jahren finanziell im Vorteil liegen. Anfängliche Nebenkosten bei Bau oder Kauf sind für den Eigenheimer “verloren” und auch die monatlichen Belastungen sind über Jahre deutlich höher als bei der Miete. Die Betrachtung kehrt sich erst nach ungefähr 18 bis 20 Jahren um. Dann hat der Eigentümer seinen ersten Vermögensvorteil: Mit zunehmender Restschuld-Tilgung wird dann der Vorsprung im Eigenheim größer.
“Mietfrei” zu sein, ist ein weiterer Grund, in eigenen Wänden zu wohnen. Mit dem Blick des noch jungen Erwachsenen gilt dies eher als schwaches Argument, doch im höheren Alter bringt das mietfreie Wohnen in einer Immobilie, die frei von Schulden ist, kräftige Vorteile. Als monatlich ersparte Miete berechnete das Statistische Bundesamt beim Einpersonen-Haushalt 519 und bei Ehepaaren 613 Euro.
Stimmen zudem gepflegte Qualität und Wohnlage, darf der Eigentümer davon ausgehen, dass der Wert seiner Immobilie langfristig steigt.
Aktuell (November 2009) sind die Konditionen zur Finanzierung für selbst genutzte Häuser und Eigentumswohnungen günstig wie selten. Ein Baudarlehen mit durchschnittlich 4,25 Prozent ist auf zehn Jahre zu haben.
Gute Chancen für Mehr-Kind-Familien
Seit Juli 2008 ist durch das Eigenheimrentengesetz auch der Weg frei, selbst genutztes Wohneigentum durch die Riester-Förderung zu begünstigen. Dies gilt für Spar- und Tilgungsleistungen bis 2.100 Euro jährlich (abzüglich der Zulagen). Berechtigte erhalten eine jährliche Grundzulage von 154 Euro; für jedes Kind 185 Euro. Sind Kinder nach 2008 geboren, erhöht sich dieser Betrag auf 300 Euro pro Kind. Nach Berechnung von Stiftung Warentest kann eine Familie, die mit zwei Kindern in 20 Jahren eine Immobilie abbezahlt, in derselben Zeit Riester-Zulagen bis zu 13.560 Erhalten. Fließt dieser als Tilgung aufs Darlehenskonto, spart die Familie bei 5,5 Prozent Kreditzinssatz weitere 10.000 Euro an Zinsen. Leider wissen wohl nur 50 von 100 Bundesbürger überhaupt etwas von dem sogenannten “Wohn-Riestern”.
Mittwoch, November 18, 2009
Finanztest geht mit klassischen Rentenversicherungen hart ins Gericht
Die private Altersvorsorge ausschließlich auf einer klassischen Rentenversicherung aufzubauen ist laut „Finanztest“ keine gute Idee. Die Zeitschrift hat für die Ausgabe 12/2009 jeweils 47 Tarife für Männer und Frauen verglichen. Das Ergebnis ist nicht wirklich überzeugend. Ein „sehr gut“ erhielten nur je zwei Tarife. Die Note „gut“ fiel je Modellfall auch nur acht Mal. Kritisiert wurden vor allem die hohen Kosten für eine private Rentenversicherung.
Lohnen würden sich die Policen in den meisten Fällen erst dann, wenn die Kunden 90 Jahre und älter würden. Anderenfalls lege man sogar drauf. „Doch keiner weiß, wie alt er wird“, so „Finanztest“. Diese Aussagen beziehen sich auf die Rentenleistungen, die von den Anbietern garantiert werden. Eine Berechnung, mit der diese Aussagen gestützt werden, liefert die Zeitschrift leider nicht. Von daher stehen sie ein wenig im luftleeren Raum – oder man greift selbst zum Taschenrechner.
Ausgegangen wurde von einer 37-jährigen Frau bzw. einem 37-jährigen Mann, die 30 Jahre lang 1.200 Euro jährlich in eine klassische Rentenversicherung investieren. Garantiert werden zwischen 179 und 206 Euro Rente für Männer und zwischen 164 und 189 Euro bei Frauen, die sich aufgrund der höheren Lebenserwartung mit deutlich weniger Leistung zufrieden geben müssen. Dieser Wert floss zu 40 Prozent in die Benotung ein. Ebenfalls 40 Prozent machten die Chancen auf eine Überschussbeteiligung aus, für die der Anlageerfolg der vergangenen drei Jahre zugrunde gelegt wurde. Transparenz und Flexibilität runden das Ergebnis ab.
Für die private Rentenversicherung spreche, dass man bei der Auszahlung frei entscheiden könne, ob das Geld auf einen Schlag oder als Rente gezahlt werden soll. Diese Flexibilität biete eine Riester- oder Rürup-Rente nur bedingt oder gar nicht. Problematisch sei hingegen die meist lange Laufzeit, bei der ein vorzeitiger Ausstieg oder eine Zahlpause den Versicherten teuer zu stehen komme. Kunden die sich für die klassische Rentenpolice entscheiden, sollten genau vergleichen, die Kosten anhand der Rückkaufwert-Tabelle berücksichtigen und sich finanziell nicht übernehmen. Mit „sehr gut“ von „Finanztest“ empfohlen werden aktuell die Asstel (Tarif RMA112APN) und die Debeka (A1 (01/08)).
Posted by Andre on 11/18 at 08:13 AM
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Montag, November 16, 2009
Rürup-Rente dämmert vor sich hin
Die Riester-Rente ist ein echtes Erfolgsmodell: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hofft, noch in diesem Jahr 13 Millionen Verträge vermelden zu können. Die Rürup-Rente als staatlich geförderte Altersvorsorge für Selbständige dämmert hingegen vor sich hin. Bislang konnte noch nicht einmal die Millionen-Grenze überschritten werden. Wann es soweit sein wird, dazu äußert sich wohlweislich niemand. Denn sonderlich begehrt ist die Basisrente nicht. Aus Sicht der Verbraucher überwiegen die Nachteile. Daran kann auch die Option, Steuern zu sparen, nur wenig ändern.
Die Rürup-Rente gilt als äußerst starr. Flexibilität kann man ihr nur in einem Punkt zugutehalten: Dass einmal jährlich eine Sonderzahlung möglich ist, um das gesparte Kapital aufzustocken – abgestimmt auf die persönliche finanzielle Situation. Allerdings bietet die private Altersvorsorge nach Rürup weder eine Kapitalgarantie noch kann vor dem 60. Lebensjahr über das Geld verfügt werden. Für Finanzexpertin Stefanie Kühn steht deshalb fest: „Diese rigiden Vorgaben schrecken viele ab“. Wie richtig sie mit dieser Einschätzung liegt, beweisen die Vertriebszahlen der Versicherer seit der Einführung der Basisrente im Jahr 2005.
Geschaffen wurde sie, um auch Selbständigen die Möglichkeit zu geben, staatlich gefördert Vorsorge zu betreiben. Allerdings nicht mit Zuschüssen, sondern ausschließlich mit Steuervorteilen. Für dieses Jahr können 68 Prozent der Einzahlungen geltend gemacht und damit maximal 13.600 Euro als Sonderausgaben bei der Steuererklärung aufgeführt werden. Bis 2025 steigt dieser Betrag auf 20.000 Euro. Die Steuergeschenke haben jedoch einen Haken: Im Alter holt sich der Staat zumindest einen Teil davon zurück, weil die Renteneinnahmen versteuert werden müssen, aktuell zu 58 Prozent, ab 2040 dann komplett.
Arbeitnehmer, die sich für die Basisrente entscheiden, müssen ohnehin genau rechnen. Denn bei ihnen werden die Sonderausgaben für die private Rentenversicherung unter anderem um die Beiträge für die gesetzliche Rente gekürzt. Als problematisch gelten auch Rürup-Renten mit Extras wie einem Hinterbliebenenschutz. Die Idee, Partner oder Partnerin und Kinder damit abzusichern, ist löblich, aber sehr teuer. Laut Finanztest schrumpft die garantierte Rente erheblich. In einem Beispiel werden 25 Jahre lang jeweils 6.000 Euro gespart. Als Rente werden 748 Euro garantiert. Mit Schutz für Hinterbliebene wären es im gewählten Tarif 111 Euro weniger. Deshalb: Eine Basisrente will gut überlegt sein.
Posted by Andre on 11/16 at 08:38 AM
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Freitag, November 13, 2009
Riester-Rente weiter auf Erfolgskurs
„Trotz der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise ist die Zahl der Riester-Verträge weiter gestiegen. Auch im dritten Quartal haben wieder rund 250.000 Bürgerinnen und Bürger einen neuen Vertrag abgeschlossen“, erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in seiner jüngsten Pressemitteilung.
Damit wurden innerhalb der ersten neun Monate dieses Jahres rund 750.000 Riester-Renten vereinbart und stieg die Zahl der Riester-Sparer auf insgesamt 12,9 Millionen. Das Ministerium hofft, die 13-Millionen-Marke noch in 2009 zu knacken. Sehr zufrieden zeigt man sich auch mit der Entwicklung der Eigenheimrente, dem Wohn-Riester. Seit ihrer Einführung wurde diese Form der Zusatzvorsorge bereits 119.000 Mal gewählt.
Die Verteilung der Riester-Varianten im dritten Quartal dürfte vor allem die Versicherungsbranche jubeln lassen. Etwa 123.000 Mal entschieden sich die Deutschen für eine Riester-Rentenversicherungen zur privaten Altersvorsorge. Fondssparpläne liegen mit 59.000 Neuverträgen deutlich abgeschlagen dahinter. Klarer Gewinner in punkto Zuwachs sind die Wohn-Riester-Verträge mit 53.000. Nur selten nachgefragt wurden klassische Banksparpläne.
Damit bestätigt sich der Jahrestrend: Hier kommen die Rentenversicherungen auf 60 Prozent, die Fondssparpläne auf 21 Prozent und die Eigenheimrente auf 13 Prozent – bezogen auf den Nettozugang in 2009. Ähnlich verhält es sich mit Blick auf die Gesamtzahl der Verträge: Versicherungen liegen mit 74,6 Prozent klar auf dem ersten Platz. Es folgen die fondsbasierten Riester-Renten mit 19,7 Prozent, Banksparpläne mit 4,7 Prozent und der Wohnriester mit 0,9 Prozent.
Posted by Andre on 11/13 at 12:45 PM
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Dienstag, November 10, 2009
Vielen Deutschen sind die Alterseinkünfte aus der privaten Vorsorge unbekannt
Private Altersvorsorge ist wichtig – daran sollte es mittlerweile eigentlich keine Zweifel mehr geben. 75 Prozent der Bundesbürger sind in dieser Hinsicht bereits aktiv. Das Fatale daran: 54 Prozent wissen nicht, wie sich ihre Bemühungen später in Euro und Cent bezahlt machen. Sie können nicht einschätzen, wie hoch ihre Alterseinkünfte sind und ob sie tatsächlich reichen, um den Lebensstandard halten zu können. Mit diesen Zahlen wartete jetzt der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) auf.
BVR-Präsident Uwe Fröhlich ist zwar durchaus zufrieden mit dem hohen Anteil derer, die vorsorgen. Völlig unverständlich ist ihm allerdings, dass viele sparen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was später unter dem Strich steht. „Es ist schon erstaunlich, dass so viele Menschen offensichtlich nicht wissen, ob ihre privaten Vorsorgemaßnahmen im Alter ausreichen werden“, wundert er sich. Schließlich könne nur derjenige Vorsorgelücken schließen, der die volle Transparenz über seine zu erwartenden Einkünfte im Alter habe.
Das Thema Altersvorsorge scheint momentan ohnehin eher aufs Abstellgleis geschoben zu werden. Einer Studie der Postbank zufolge haben bereits 17 Prozent der Berufstätigen wegen Einbußen beim Einkommen ihre Policen gekündigt oder die Beiträge reduziert. 53 Prozent wollen die vorhandenen Verträge so belassen und nichts weiter unternehmen. Immerhin jeder Dritte hat nach eigener Aussage später keine Einnahmen aus einem privaten Vorsorgemodell. Laut Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, drohe die Gefahr, dass „aus der Finanz- und Wirtschaftskrise eine langfristige Krise der Altersvorsorge in Deutschland resultieren kann“. Inzwischen fragen sich 32 Prozent, ob Riester-Rente und Co. überhaupt noch Sinn machen.
Als geeignetste Form der Vorsorge wird nach wie vor die eigene Immobilie genannt (49 Prozent), wobei der Wunsch nach einem Eigenheim bei 37 Prozent vorhanden ist. Deutlich schlechter schneiden private Renten- und die Kapitallebensversicherungen ab. Sie kommen nur auf 26 Prozent, gefolgt von Gold und Edelmetall (acht Prozent), festverzinslichen Anlagen (sieben Prozent) und Aktien sowie Fonds (sechs Prozent).
Posted by Andre on 11/10 at 10:57 AM
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Donnerstag, November 05, 2009
Hallo, Rentner! Steuererklärung Ja oder Nein?
Neue Steuerregeln für Renteneinnahmen und die demnächst bevorstehende Kontrolle durch die Finanzverwaltung “bedroht” viele Rentner und macht diese unsicher. Gegen dieses ungute Gefühl bieten die Vereinigte Lohnsteuerhilfe VLH e.V., die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO), einer Lobby-Organisation für Senioren, Rentner und Pensionäre, und der Renten Service der Deutschen Post allen interessierten Rentnerinnen und Rentnern einen Steuer-Check im Internet an.
Wird bundesweit in über 2.800 Beratungsstellen der VLH nach wie vor viel gefragt zur neuen Rentenbesteuerung von Ruhegehaltsempfängern, so benötigen viele Rentner Informationen auch dazu,
* wann eine Einkommensteuererklärung verpflichtend wird,
* welche Steuer-Sparmöglichkeiten sich ergeben,
* was passiert, wenn keine Steuererklärung abgegeben worden ist oder was ist,
* wenn versehentlich nicht sämtliche Bezüge erklärt worden sind.
Wegen dieser Unsicherheiten, wegen der Ängste und wegen des großen Informationsbedarfs der Rentner hat der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. ein Internet-basierter Check-Up-Angebot ins Netz gestellt.
Schon seit langem bietet der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. die steuerliche Beratung und erstellt auf Antrag die Einkommensteuererklärung. Wie bei allen Lohnsteuerhilfevereinen geschieht dies im Rahmen einer Mitgliedschaft, wenn Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit oder aus Renten gegeben sind und die Nebenkosten aus Überschuss-Einkünften wie Vermietung oder Zinsen 13.000 Euro bei Alleinstehenden oder 26.000 Euro bei Zusammenveranlagung nicht übersteigen.
Die Mitglieds-Beiträge sind in diesem Sinne sozial gestaffelt und liegen zwischen 32 und 240 Euro. Bis zum 30. Juni 2010 entfällt die Aufnahmegebühr für Rentner.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V (BAG-SO) vertritt 101 Verbände mit ca. 13 Mio. älteren Menschen als deren Mitglieder.
Rentner ans Netz!
Der Steuer-Check ist auf den Internetseiten der BAGSO unter www.bagso.de/steuern.html, der des Renten Service unter www.rentenservice.de/steuern und der der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e.V. unter www.vlh.de zu erreichen.
Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. ist mit fast 500.000 Mitgliedern und rund 2.800 örtlichen Beratungsstellen bundesweit der größte Lohnsteuerhilfeverein. Der Verein betreut seine Mitglieder als Arbeitnehmer und Rentner bei deren Einkommen-Steuererklärung im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.
Der Renten Service der Deutschen Post AG sorgt dafür, dass monatlich rund 25 Millionen Renten pünktlich an über 19 Millionen Rentenempfänger ausgezahlt werden. Außerdem erhalten die Rentenempfänger im Internet nützliche Informationen zu Themen rund um die Lebenswelt älterer Menschen und die Rente. Weitere Infos www.rentenservice.de .
Dienstag, November 03, 2009
Gericht erlaubt Ampelcheck Geldanlage
Der „Ampelcheck Geldanlage“ der Verbraucherzentrale Hamburg war nur kurz im Umlauf. Im Juni 2009 erschien das Heft. Seit dem 13. August durfte es nicht mehr vertrieben werden, weil die Debeka einen entsprechenden Beschluss erwirkt hatte. Nun befasste sich das Landgericht Berlin erneut mit dem Thema und hob das Verbot mit Urteil vom 10. September auf (Aktenzeichen 27 O 778/09).
Ziel der Broschüre ist es, Verbraucher über mögliche Risiken und die Rendite einer Vielzahl von Anlageformen und Produkten zu informieren und sie so durch den Dschungel aus Angeboten für Sparen und Altersvorsorge zu lotsen. Kapital-Lebens- und Rentenversicherungen hatten in diesem Zusammenhang als Optionen für die private Altersvorsorge die rote Karte erhalten – eine Bewertung, die vielen Versicherern bitter aufstieß und deshalb auch zur Klage geführt hatte.
Für 6,90 Euro im Versand oder 4,90 Euro für Selbstabholer steht der „Ampelcheck Geldanlage“ jetzt wieder zur Verfügung. Die Einstufung der einzelnen Produkte erfolgt nach dem simplen Prinzip „Rot“ gleich Gefahr, „Gelb“ gleich Risiko oder mit Nachteilen behaftet und „Grün“ für empfehlenswert. Bewertet hatte die Verbraucherzentrale vor allem die Sicherheit, die Rendite, die Transparenz und die Liquidität der Produkte. Ein weiterer Faktor war die Eignung für die private Altersvorsorge. In diesem Punkt gehen die Meinungen der Verbraucherschützer und der Versicherungsbranche offensichtlich so weit auseinander, dass gleich der Klageweg beschritten werden muss.
„Wir freuen uns über die Aufhebung des Verbotes. Jetzt kann wieder offen über die klare Kennzeichnung von Finanzprodukten diskutiert werden“, betont Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg, in einer Pressemitteilung vom 2. November. Den Assekuranzen gibt er mit auf den Weg, sich endlich die Kritik zu Herzen zu nehmen und mit Verbesserungen zu reagieren, „statt Kritikern einen Maulkorb zu verpassen“. Wie lange der Ratgeber jetzt an den Mann und die Frau gebracht werden darf, hängt davon ab, ob die Debeka Rechtsmittel einlegt. Ein glücklicher Schachzug wäre es sicherlich nicht.
Mittwoch, Oktober 28, 2009
Neuer Verbraucherschutz für Alter und Pflege
Wohn- und Betreuungsvertrags-Gesetz seit Oktober in Kraft
Was die Soziologie längst weiß, ist der Politik manchmal fremd geblieben: Kinder und Senioren bedürfen des besonderen Schutzes - der besonderen Förderung die einen und der besonderen Fürsorge der anderen.
Mit dem neuen Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz stärkte die Bundesregierung den Schutz älterer, pflegebedürftiger und behinderter Menschen. Das vom Bundesministerium für Familie vorgelegte Gesetz trat am 1. Oktober 2009, dem internationalen Tag des älteren Menschen, in Kraft.
Wird es künftig konsequent angewendet, soll es davor schützen, bei Verträgen benachteiligt zu werden, die geschlossen werden, wenn Wohnraum mit Betreuungs- oder Pflegeleistungen überlassen wird.
Nach ministeriellem Anspruch sollen Menschen im Alter, bei Pflegebedürftigkeit oder bei Behinderung so selbstbestimmt und selbstständig wie möglich leben. In ihrer Vita waren und sind ältere Menschen ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft, weshalb auch im fortgeschrittenen Alter die Weichen für ihren Lebensabend zu stellen sind. Dazu benötigen die Senioren und die Angehörigen in besonderen Maße Transparenz, Verlässlichkeit und Sicherheit. In diesem Sinne markiert das neue Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz den Verbraucherschutz für die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflege-Einrichtungen und es stärkt den Schutz derjenigen, die sich für eine neue Wohn- und Betreuungsform entscheiden.
Konsequente Vorschriften
Maßgebliche Vorschriften des Wohn- und Betreuungsvertragsgesetzes sind:
* Verbraucherinnen und Verbraucher haben Anspruch auf vorherige Informationen in leicht verständlicher Sprache über Leistungen, Entgelte
und das Ergebnis von Qualitätsprüfungen;
* Verträge werden grundsätzlich auf unbestimmte Zeit und schriftlich abgeschlossen;
* eine Befristung ist nur zulässig, wenn sie den Interessen des Verbrauchers nicht widerspricht;
* das vereinbarte Entgelt muss angemessen sein; ein höheres Entgelt ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich und bedarf der Begründung;
* bei Änderung des Pflege- oder Betreuungsbedarfs muss der Unternehmer einen angepassten Vertrag anbieten; Ausnahmen bedürfen der
gesonderten Vereinbarung;
* eine Kündigung des Vertrages durch die Einrichtung ist nur aus wichtigem Grund möglich; für Verbraucher gelten besondere Kündigungsmöglichkeiten.
Durch das neue Gesetz wurden die Vorschriften des Heimgesetzes abgelöst und weiterentwickelt. Künftig kommt es nicht mehr auf die Einrichtungsform an, maßgeblich sind ausschließlich die vertraglichen Vereinbarungen.
Wer wird geschützt?
Mit der Reform werden nicht nur mehr als 700.000 Menschen geschützt, die in Pflegeheimen leben, sondern auch alle Menschen, die vertraglich im “Betreuten Wohnen” leben. Dazu ist Bedingung, dass zum überlassenen Wohnraum auch das Vorhalten von Pflege- oder Betreuungsleistungen vereinbart ist.
Gesetzlich ausgenommen sind Verträge, bei denen zum Wohnraum ausschließlich allgemeine Leistungen zur Betreuung vertraglich vereinbart sind, wie Pflege, Notruf- oder hauswirtschaftliche Versorgung.
Mittels einer Übergangsvorschrift wird sichergestellt, dass die neuen Regelungen erst sieben Monate nach ihrem Inkrafttreten auf Alt-Verträge nach bisherigen Heimrecht angewandt werden. Für Altverträge anderer Art wie Miet- und Dienstverträge im Bereich des Betreuten Wohnens gilt das Gesetz auch künftig nicht.
Donnerstag, Oktober 22, 2009
Riester-Verträge auf Fondsbasis konnten nicht überzeugen
Fonds nehmen wieder an Fahrt auf – zumindest im Bereich der Riester-Rente. Inzwischen werden deutlich mehr staatlich geförderte Privatrenten auf Fondsbasis an den Mann und die Frau gebracht als klassische Rentenversicherungen. Die Stiftung Warentest hält das für einen Fehler. Denn von den 21 Policen und zwölf Fondssparplänen, die getestet wurden, konnte nicht ein einziges Produkt zu 100 Prozent überzeugen. Bei zwei Verträgen heißt es abschließend zwar „empfehlenswert“ - allerdings nur mit Abstrichen.
Dabei verteufelt die Zeitschrift „Finanztest“ Fonds im Rahmen der privaten Altersvorsorge nicht grundsätzlich. Als reiner Riester-Fondssparplan werden sie den fondsgebundenen Riester-Versicherungen sogar vorgezogen. Immerhin gelten sie als ideal, um an den Renditechancen der Aktienmärkte teilzuhaben. Entscheidendes Kriterium ist aber auch hier der Preis. Die Rentenpolicen sind der Redaktion durchweg zu teuer. Fondssparpläne, die sich an den Vorgaben für eine Riester-Rente orientieren, seien günstiger und darüber hinaus auch renditestärker. Verbraucher sollten beim Vertragsabschluss daher vor allem auf die Kosten achten.
Interessant sei Riestern mit Fonds in erster Linie für Kunden unter 40, die das nötige Durchhaltevermögen mitbringen. Kursstürze und -schwankungen ließen sich besser abfedern, je länger in den Vertrag eingezahlt werde – optimal also für die jüngere Generation. Verluste oder gar ein Minus sind dank der staatlich vorgeschriebenen Garantien, dass mindestens die eigenen Einzahlungen und die Zuschüsse erhalten bleiben müssen, nicht zu befürchten. Trotzdem lohnt sich ein Vergleich. Bei der Stiftung Warentest nicht gänzlich durchs Raster gefallen sind die DWS TopRente Dynamik und die UniProfiRente, die bei schlechter Marktlage in sichere Anlageformen investiert.
Posted by Andre on 10/22 at 10:02 AM
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Montag, Oktober 19, 2009
Deutsche versichern eine private Rente von durchschnittlich 231 Euro im Monat
Private Altersvorsorge soll eigentlich dafür sorgen, die Lücke vom letzten Nettogehalt zur gesetzlichen Rente zu schließen. Das ist leichter gesagt als getan. Je nachdem, wie weit die Schere auseinanderklafft, muss auch entsprechend in Versicherungsprodukte investiert werden. Selbst bei der besten Rendite und Überschussbeteiligung reichen ein paar Euro nicht aus, um auf mehrere hunderte Euro private Rente zu kommen. Der Map-Report hat jetzt berechnet, in welchem Umfang die Deutschen vorsorgen. Im Schnitt versichern sie eine private Rente in Höhe von 231 Euro monatlich – ohne Bonus- oder Gewinnrente. „Das wird im Alter nicht reichen“, lautet die Einschätzung von Manfred Poweleit, Herausgeber des Reports.
Ein Blick in die Versicherungsordner zeigt, dass die meisten Kunden nach wie vor auf Kapitallebensversicherungen bauen. Sie wird von Verbraucherzentralen schon seit Jahren kritisch gesehen und als zu teuer und daher auch unrentabel eingestuft. Inzwischen scheinen diese Rufe auch bei den Verbrauchern angekommen zu sein. Zwar gibt es laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft derzeit rund 93 Millionen Lebensversicherungspolicen. Das entspricht, bezogen auf die Versicherungssumme, einem Anteil von 37,6 Prozent. Im Neuzugang ist allerdings ein klarer Abschwung erkennbar. Dort erreicht das Produkt lediglich einen Anteil von 8,4 Prozent.
Deutlich besser verkaufen sich aktuell private Rentenversicherungen. Sie kommen auf 44 Prozent im Neuzugang, haben allerdings erst einen Anteil von 27,6 Prozent (bezogen auf die Stückzahl). Laut Map-Report wird inzwischen vermehrt auch auf Einmalgeschäfte gesetzt. Allerdings sorgen sie nicht dafür, dass die versicherte Durchschnittsrente steigt. Berechnet wurde sie für die großen deutschen Versicherungsunternehmen. Im Branchendurchschnitt stehen die besagten 231 Euro. Je nach Unternehmen reicht die Spanne von knapp 135 Euro bis 699 Euro. Es zeigt sich also, dass es sehr stark auf die finanziellen Möglichkeiten der Kunden ankommt. Erfreulich ist, dass die Abschluss- und Verwaltungskosten langsam sinken und damit mehr vom Geld bleibt.
Donnerstag, Oktober 15, 2009
Policen für Kinder sind absolut im Trend
Die Deutschen sind aktuell zwar nicht bereit, mehr Geld auf die hohe Kante zu legen. Geht es aber um den Nachwuchs, ist ihnen nichts zu teuer. Die Kinder stehen nach wie vor an erster Stelle. Dieses Fazit lässt sich angesichts der Umfrageergebnisse ziehen, die jetzt von der Aspecta Lebensversicherung veröffentlicht wurden. Demnach setzen Eltern, Großeltern und Verwandte vor allem auf eine frühe Absicherung gegen die Risiken des Lebens. Ebenso wichtig ist ihnen, den Grundstein für die private Altersvorsorge der Kinder zu legen.
33 Prozent aller Befragten – über 2.000 Personen im Alter von 18 bis 80 Jahren – haben bereits eine Versicherung für Kinder abgeschlossen, zum Beispiel eine Kinder-Unfallversicherung. 16 Prozent denken darüber nach. Von den Eltern sind bereits 64 Prozent aktiv geworden und haben Policen für den Nachwuchs unterschrieben. Bei den Großeltern waren es 18 Prozent. Diejenigen, die noch keine Kinderversicherung haben, wollen zu 24 Prozent maximal 25 Euro im Monat für die Absicherung bezahlen. 20 Prozent wären bereit, bis zu 50 Euro auszugeben und zwei Prozent mehr als 100 Euro. Allerdings sagen auch 31 Prozent, dass sie gar nichts investieren möchten.
Die Aussagen der Eltern, die vom Meinungsforschungsinstitut Forsa befragt wurden, decken sich mit denen der Versicherungsmakler, die bei einer Umfrage von „Focus Money Versicherungsprofi“ Rede und Antwort standen. Sie bewerten die Verkaufschancen von Policen, die speziell auf Kinder abgestimmt sind, zu 86 Prozent mit „gut“ und sehr gut“. Wichtig sei, dass die Policen über Merkmale wie Berufsunfähigkeits- und Invaliditätsschutz, Ausbildungs- und Altersvorsorge verfügten. Nicht einmal die Wirtschaftskrise könne diesen Trend bremsen. Im Gegenteil, sie verbessere sogar die Verkaufschancen. Davon sind 77 Prozent der Versicherungsagenten und -makler überzeugt.
Lüder Mehren, Vertriebsvorstand der Aspecta Lebensversicherung, kennt den Grund: „An den Kinder wird zuletzt gespart“. Allerdings werde häufig vollkommen falsch investiert. 60 Prozent der Eltern geben jährlich rund 200 Euro pro Kind für Geschenke aus. Hinzu kommen 100 Euro von den Großeltern, plus das, was die Freunde kaufen. Berge von geschenktem Spielzeug seien das Ergebnis. „Hier schlummert ein erhebliches Potential. Statt das zehnte Kuscheltier zu kaufen, wäre es doch sinnvoller, das Geld zum Beispiel in die Altersvorsorge des Kindes zu stecken“, schlägt Mehren nicht ganz uneigennützig vor.
Dienstag, Oktober 13, 2009
Riester-Zulagen fließen nicht automatisch
Mit aktuell rund 12,6 Millionen Verträgen gehört die Riester-Rente zu den erfolgreichsten Modellen der privaten Altersvorsorge. Das hat sie den staatlichen Zulagen zu verdanken: 154 Euro Grundzulage, 185 Euro je Kind das vor 2008 geboren wurden, 300 Euro für Kinder, die ab 2008 das Licht der Welt erblickten, und der einmalige Bonus für Berufseinsteiger in Höhe von 200 Euro. Obwohl die Zuschüsse bei den meisten Kunden den Ausschlag für den Vertragsabschluss gegeben haben dürften, kümmern sich immer noch rund 2,5 Millionen Menschen nicht darum, dass die Zulagen auch gebucht werden.
Walter Glanz von der Deutschen Rentenversicherung versteht es nicht: „Viele Riester-Sparer verschenken ihre Zulagen.“ Sie wissen anscheinend nicht, dass die Zulagen beantragt werden müssen und nicht automatisch fließen. Bislang liegen nur 10,1 Millionen Anträge bei der Deutschen Rentenversicherung vor, die als Zulagen-Stelle für die Zahlung der Zuschüsse verantwortlich zeichnet. Bis Ende 2009 haben Sparer noch die Möglichkeit, die Zulagen für die Jahre 2007 und 2008 zu beantragen. Wer sich auch bis dahin nicht die Mühe macht, das Formular auszufüllen und der Versicherung oder Bank zu geben, geht leer aus.
Dabei ist das Prozedere bereits vereinfacht worden. Musste in der Anfangszeit der Riester-Rente noch jedes Jahr aufs Neue ein Antrag für die staatlichen Zuschüsse gestellt werden, reicht inzwischen ein Dauerzulagenantrag. Die Papiere gibt es bei dem Unternehmen, über das der Riester-Vertrag abgeschlossen wurde. Wichtig ist, die ausgefüllten Unterlagen rechtzeitig einzuschicken. Es gilt eine Frist von zwei Jahren. Ansprüche aus 2007 müssen demnach bis Ende 2009 geltend gemacht werden. Wenn der Dauerzulagenantrag erst einmal vorliegt, müssen sich die Kunden um nichts weiter kümmern. Dann übernimmt die Bank oder Versicherung automatisch die Aufgabe, die für die Bewilligung der Zulagen nötigen Schritte einzuleiten.
Mittwoch, Oktober 07, 2009
Jeder Dritte zweifelt am Sinn der privaten Altersvorsorge
Die Allensbach-Untersuchung „Altersvorsorge in Deutschland“, die seit 2003 im Auftrag der Postbank durchgeführt wird, zeigt in diesem Jahr eine erschreckende Tendenz auf: Immer mehr Deutsche setzen den Rotstift bei der privaten Altersvorsorge an. 17,4 Prozent, damit fast jeder fünfte Bundesbürger, haben aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise bereits die Sparraten gekürzt oder gleich ganz gekündigt. 53 Prozent wollen alles so belassen und ihre Absicherung nicht weiter aufstocken.
Dabei fällt auf, dass gerade die junge Generation im Alter von 16 bis 29 kaum noch bereit ist, für das Alter vorzusorgen. Nur 13 Prozent von ihnen zahlen in eine Riester-Rente ein. Vor gut einem Jahr waren es noch zehn Prozent mehr. Unabhängig vom Alter haben 32 Prozent der Befragten Zweifel, ob es überhaupt Sinn macht, in eine der privaten Anlageformen zu investieren. Das Vertrauen in die Informationen zur privaten Altersvorsorge haben inzwischen 31 Prozent verloren.
Grund für den Sinneswandel ist die Krise. Sie sorgt vor allem bei Haushalten mit mittlerem Einkommen dafür, dass die Bereitschaft zur Altersvorsorge abnimmt. Schon jetzt gibt jeder dritte Berufstätige an, später kein Geld aus einer privaten Absicherung zu erhalten. Befürchtet wird zudem, dass die Wirtschaftskrise sich auf die gesetzliche Rente auswirken könnte. 45 Prozent gehen davon aus, dass sie Einbußen haben werden.
Uneinig sind sich die Umfrageteilnehmer, wie viel Geld zurückgelegt werden muss, um den aktuellen Lebensstandard halten zu können. 180 Euro sagen Haushalte mit einem Nettoeinkommen zwischen 1.500 und 2.499 Euro. Bei einem Einkommen unter 1.500 Euro wurde ein Wert von durchschnittlich 235 Euro genannt. Deutlicher ist da schon der Trend zum Eigenheim. Jeder zehnte plant den Kauf einer Immobilie. Allerdings gehen nur 39 Prozent davon aus, im Rentenalter tatsächlich Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung zu sein.
Postbankvorstand Michael Meyer, sieht die Ergebnisse der aktuellen Studie kritisch: „Die Gefahr ist damit offensichtlich: Aus der Finanz- und Wirtschaftskrise kann jetzt eine langfristige Krise der Altersvorsorge werden.“ Daher fordert er eine gesetzliche Pflicht zur privaten Vorsorge. Gegen solche Pläne sprechen sich jedoch 34 Prozent der Bundesbürger aus. Sie sind aufgrund der Krise überhaupt nicht in der Lage, Geld auf die hohe Kante zu legen.
Posted by Andre on 10/07 at 05:52 AM
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Mittwoch, September 30, 2009
Alternativen zur Kündigung einer Police bei finanziellen Engpässen
Die private Altersvorsorge und die Absicherung der Familie sollten nicht unüberlegt gekündigt werden. Wenn das Geld knapp ist, zum Beispiel aufgrund von Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit, gibt es bessere Alternativen, mit denen der Versicherungsschutz erhalten bleibt und gleichzeitig die Haushaltskasse entlastet wird. Die Cosmos Direkt nennt drei Möglichkeiten. Welche davon in Frage kommt, sollte in Ruhe mit der Versicherung geklärt werden – auch im Hinblick auf die Konsequenzen für die Lebensversicherung oder die private Rente.
Ideal ist es, wenn weiterhin Beiträge gezahlt werden, wenn auch in reduziertem Umfang. Häufig gibt es einen Mindestbeitrag, auf den sich Kunde und Versicherung einigen können. Die Police samt Schutz bleibt damit bestehen. Die einst vereinbarte Leistung wird allerdings nicht mehr erreicht. Sie fällt aufgrund des geringeren Beitrages niedriger aus. In der Regel besteht jedoch die Möglichkeit, die eingesparte Summe binnen einer bestimmten Frist nachzuzahlen, um wieder den alten Status quo herzustellen. Ob eine erneute Gesundheitsprüfung nötig wird, hängt von den Versicherungsbedingungen ab.
Geht gar nichts mehr und wäre schon ein Minimalbeitrag für die Renten- oder Kapitallebensversicherung zu viel, kann der Vertrag beitragsfrei gestellt werden. Das bisher eingezahlte Guthaben bleibt erhalten und wird auch weiterhin verzinst. Allerdings gilt, wie auch bei einem niedrigeren Beitrag, dass die ursprünglich angepeilte Versicherungssumme und damit Leistung nicht mehr in voller Höhe erreicht werden kann. Wie hoch die Einbußen sind, hängt davon ab, wie viel bereits in den Vertrag investiert wurde und wie lange die Police beitragsfrei gestellt wird.
Die Lebens- oder Rentenversicherung zu beleihen wäre die dritte Alternative, die von der Cosmos Direkt genannt wird. Der Kredit wird in Höhe des Rückkaufwertes eingeräumt – über den man sich vorab informieren sollte – und muss mit Zinsen zurückgezahlt werden. Sicherheiten werden dazu keine verlangt. Interessant ist diese Option nur, wenn dringend eine größere Summe benötigt wird.
Dienstag, September 29, 2009
Altersvorsorge: Aktien genießen wieder das Vertrauen der Verbraucher
Das Vertrauen in Aktien und andere Wertpapiere hat durch die Finanz- und Wirtschaftskrise einen gewaltigen Knacks erlitten. So langsam scheint sich dieser Riss jedoch wieder zu schließen. Eine vom britischen Lebensversicherer Clerical Medical initiierte Umfrage ergab, dass aktuell fast 75 Prozent der Deutschen Aktienfonds und Aktien für eine langfristige Altersvorsorge geeignet halten. Damit stieg ihr Anteil seit Januar um stolze zehn Prozent.
Zinsanlagen hingegen mussten deutliche Einbußen bei der Beliebtheit hinnehmen. Von den 1.030 Verbrauchern, die das GfK Marktforschungsinstitut befragt hat, halten 28 Prozent (plus 7,0 Prozent) diese Form der Anlage für nicht rentabel. Es bleibe angesichts von Steuern und Inflation zu wenig für die Altersvorsorge über. Grundsätzlich wollen viele Sparer lieber Rendite als eine teuer erkaufte Sicherheit. Jeder Dritte fordert, dass die Kosten für die Garantie den späteren Ertrag nicht zu sehr schmälern dürfen. Nur 27 Prozent (minus 4,0 Prozent) sind bereit, für eine sichere Geldanlage auf eine höhere Rendite zu verzichten.
Thomas Bahr, Vertriebschef von Clerical Medical, kommentiert das Ergebnis der Umfrage sichtlich zufrieden: „Das ist erfreulich, denn nur Anlageformen mit höherem Ertragspotenzial können dazu beitragen, den Lebensstandard im Alter zu halten.“. Interessant ist, dass vor allem die 50- bis 59-Jährigen wieder mehr Hoffnungen auf Aktien setzen. Dass kontinuierlich für das Alter gespart werden muss, betonen immerhin 50 Prozent aller Befragten. Sie wünschen sich allerdings mehr Informationen (17 Prozent) und eine ausführlichere Beratung (19 Prozent), damit sie ihre Anlageentscheidung treffen können. 16 Prozent bevorzugen dabei einfache und transparente Produkte.
Posted by Andre on 09/29 at 09:16 AM
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