Deutsche BKK ab September ohne Zusatzbeitrag
Im letzten Jahr hat die Deutsche BKK wie auch viele andere gesetzliche Krankenkassen Rücklagen durch Überschüsse aufbauen können: In 2011 lag der Überschuss bei 58 Millionen Euro, die Gesamteinnahmen lagen bei 2,5 Milliarden Euro. So wurde es jetzt vom Vorstandsvorsitzende der Deutschen BKK, Achim Kolanoski, mitgeteilt. Nachdem die Zahlen und der positive Verlauf des letzten Jahres nun endlich ausgewertet wurden, hat die Deutsche BKK beschlossen, auch auf ihren Zusatzbeitrag verzichten zu wollen. Allerdings zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt als all die anderen Kassen, ab September dieses Jahres.
Zu Einsparungen war es unter anderem bei Arzneimitteln gekommen, aber auch eine sehr gute Konjunktur hat geholfen, die Finanzen zu sanieren. Des Weiteren sind die neu geschlossenen Rabattverträge ein Grund für die Abschaffung des Zusatzbeitrages. Ab dem 30. September 2012 wird es also in der Deutscher BKK keinen Zusatzbeitrag mehr geben. Kolanski äußerte sich kritisch zu diesem Thema. Ursprünglich ist der Zusatzbeitrag im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform mit dem Ziel eingeführt worden, das Verhalten der Patienten hinsichtlich der Häufigkeit der Arztbesuche zu verändern. Die Regierung war der Ansicht, auf diese Weise die Patienten dazu bewegen zu können, unnötige Arztbesuche zu unterlassen. Dazu ist es allerdings nicht gekommen. Aus diesem Grund wird jetzt insgesamt über eine endgültige Abschaffung des Zusatzbeitrages nachgedacht. Darüber jedoch muss das Bundesversicherungsamt in letzter Instanz entscheiden. Die Abschaffung des Zusatzbeitrages könnte also möglich sein. Experten gehen jedoch davon aus, dass es schon Anfang des nächsten Jahres wieder erste Zusatzbeiträge in der GKV geben muss.
