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Freitag, Mai 09, 2008

Allianz möchte das Eon-Netz übernehmen

Wenn es demnächst im Anschluss an ein Beratungsgespräch zur Riester-Rente, einer Lebensversicherung oder der günstigsten Alternative für eine Krankenzusatzversicherung heißt, „möchten Sie nicht auch beim Strom sparen?“, könnte es sein, dass die Allianz Erfolg hatte. Laut Financial Times Deutschland, die sich auf Finanzkreise beruft, plane der Versicherungskonzern die Übernahme des Stromnetzes von E.on und bereite das neue Infrastrukturteam alles für den Verkaufsprozess vor. Zu einem Kommentar sei das Unternehmen allerdings nicht bereit gewesen.

Die Chancen, dass die Allianz in das Energiegeschäft einsteige, stünden nicht einmal schlecht, da die Politik Vorbehalte gegen ausländische Käufer habe. Dass sich der Stromriese von 10.000 Kilometern Stromnetz trennen möchte, ist seit Februar bekannt. E.on hatte diesen Schritt mit der EU-Kommission vereinbart und sich so einer Kartellstrafe entzogen. Sie war von Brüssel aus angedroht worden, weil RWE und E.on Preisabsprachen getroffen haben sollen.

Sonderlich glücklich ist die Bundesregierung nicht, dass die Bürokraten der EU die Energiekonzerne dazu zwingen, ihre Netze zu verkaufen. Das liegt vermutlich daran, dass über den Hochspannungsmasten vor allem ausländische „Geier“, pardon, Finanzinvestoren und Netzbetreiber kreisen. Und genau das möchte man nach möglichst verhindern. Derjenige, der den Zuschlag erhält, muss jedenfalls tief in die Tasche greifen. Das Eon-Netz wird auf einen Wert von rund 1,5 Milliarden Euro geschätzt. 

Posted by Andre on 05/09 at 03:03 PM
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