Alternative Heizungen: Viele Bauherren sind verunsichert
In den letzten Tagen ist es recht kühl geworden und etliche Menschen haben die Heizung aufgedreht. Allerdings fällt es dieses Jahr vergleichsweise vielen Menschen schwer, schon zu einem so frühen Zeitpunkt die Heizung anzumachen. Grund sind die gestiegenen Energiepreise: In der heutigen Zeit muss man tief in die Tasche greifen, wenn es darum geht, die Tanks der Ölheizung befüllen zu lassen. Beim Erdgas sieht es nicht viel anders aus: Erst in der vergangenen Woche haben wieder einige Versorger angekündigt, die Preise anheben wollen.
Weil die fossilen Brennstoffe so teuer geworden sind, fällt es zahlreichen Bauherren sehr schwer, sich auf eine bestimmte Art von Heizung festzulegen. Im Grunde genommen tendieren die meisten Bauherren zur Öl- oder Gasheizung, weil diese in der Anschaffung vergleichsweise günstig sind. In beiden Fällen ist man bei einer mittelgroßen Heizungsanlage (ohne Rohre und Heizkörper) mit etwa 7.500 Euro dabei. Allerdings sorgen beide Varianten für hohe Folgekosten – da kann selbst die Brennwerttechnik nichts dran ändern. Aus diesem Grund spielen immer mehr Bauherren mit dem Gedanken, auf andere Heizungsanlagen zu setzen – das Problem besteht lediglich darin, dass diese in der Anschaffung wesentlich teurer sind.
So erfreut sich zum Beispiel die Wärmepumpe einer stark wachsenden Beliebtheit. Allerdings kann hier schon allein die Bohrung für die Wärmesonde so viel kosten, wie eine komplette Ölheizung. Bei anderen Systemen wie zum Beispiel Holzheizungen, sieht es nicht viel anders aus. Ganz egal ob man mit Erdwärme oder Holz heizen möchte: Für die Installation einer entsprechenden Anlage fallen schnell 15.000 Euro oder mehr an.
Dennoch kann den meisten Bauherren und Modernisierern nur dazu geraten werden, sich für alternative Heizungssysteme zu entscheiden. Zahlreiche Beispielrechnungen belegen, dass man auf lange Sicht wesentlich günstiger heizt und somit eine Menge Geld spart. Sollte der Ölpreis auf seinem jetzigen Niveau bleiben, macht sich der Aufpreis für alternative Heizungsanlagen sehr schnell bezahlt: Nach ungefähr zehn Jahren haben sich die zusätzlichen Kosten amortisiert.
