Altersvorsorge nach Plan
Die private Altersvorsorge richtig zu planen ist eine Aufgabe, die nicht eben nebenbei oder mal kurz am Wochenende erledigt ist. Es handelt sich vielmehr um einen Prozess, der in den unterschiedlichen Lebensphasen jeweils völlig neuen Voraussetzungen unterliegt. Studierenden und Auszubildenden steht in der Regel deutlich weniger Geld zur Verfügung, das auf die hohe Kante gelegt werden kann, als einem Angestellten mittleren Alters. Dennoch gleichen sich die Fragen, die es zu beantworten gilt: Wie viel und in welche Produkte investiere ich für den Ruhestand?
Niels Neuhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät, sich erst einen soliden Versicherungsschutz zu schaffen – inklusive der privaten Haftpflichtversicherung –, mögliche Schulden zu tilgen und dann die Geldanlage in Angriff zu nehmen. Wie sie sich konkret gestalte, hänge einzig von der aktuellen und individuellen Situation ab. Grundsätzlich gelte aber, die Risiken zu minimieren und das Kapitel zu streuen, statt alles auf ein Pferd zu setzen. Diese Faustregel geben auch die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Hilfesuchenden mit auf den Weg.
Sich nur auf ein Produkt zu konzentrieren, mache zu sehr von dessen Entwicklung abhängig und könne, wenn es sich zum Beispiel um Investmentfonds handelt, auch im Totalverlust enden. Wer hingegen nur auf sichere Anlagen für die private Altersvorsorge setze und sein Geld auf dem Sparbuch versauern lasse, gehe mit einer extrem niedrigen Rendite in den Ruhestand. Die Mischung macht´s, von Bankprodukten über Wertpapiere bis hin zu Sachanlagen. Die genaue Streuung richte sich nach der Risikobereitschaft.
Für einen sicheren Hafen sorgen dabei Produkte wie die Riester-Rente, klassische Rentenversicherung und Kapitallebensversicherungen, wobei die Riester-Rente von den Verbraucherschützern und der Zeitschrift Finanztest bevorzugt wird. Gerade das staatlich geförderte Modell eigne sich hervorragend für alle, die mit 30 bis 50 Jahren noch keine private Altersvorsorge betreiben. In dem Fall sei die Zeit, ein Vermögen aufzubauen, relativ knapp bemessen. Für die Riester-Rente sprechen dabei die Kapitalgarantie und die Mindestrente. Die Frage, wie viel generell für das Alter gespart werden soll, lässt sich nicht pauschal beantworten – nur so viel: Je eher man beginnt, desto einfacher ist es, die gesteckten Ziele zu erreichen.
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