Angeschlagene Kfz-Versicherer wollen Kunden nicht wechseln lassen
Bereits in der vergangenen Woche sorgten die beiden Kfz-Versicherer Ineas und LadyCarOnline für Schlagzeilen. Die Versicherungsunternehmen gelten als finanziell stark angeschlagen. Die Löcher in den Kassen der Versicherer sind so groß, dass Schäden aller Voraussicht nach nicht mehr vollständig reguliert werden können. Die zuständige niederländische Behörde (die Muttergesellschaft beider Anbieter hat ihren Sitz in den Niederlanden) hat bereits reagiert und die Versicherer unter ihre Aufsicht genommen.
Als dies bekannt wurde, haben sich zahlreiche Versicherungsexperten zu Wort gemeldet. Alles in allem raten die meisten Experten zu einem Wechsel. Die Versicherungsnehmer sollten bewusst auf einen Versicherungswechsel setzen und lieber erneut einen Beitrag für dieses Versicherungsjahr bezahlen, anstatt ein großes finanzielles Risiko einzugehen, indem sie beim bisherigen Versicherer bleiben.
Ein solcher Wechsel sei durchaus möglich, weil das BGB ihn zulässt, sofern das Versicherungsunternehmen in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten steckt. Dementsprechend wäre es nicht verwunderlich, wenn die angeschlagenen Versicherer in diesen Tagen von einer großen Kündigungswelle heimgesucht werden.
Die Versicherer selbst haben sich bereits zu Wort gemeldet und deutlich gemacht, dass sie den ausgesprochenen Sonderkündigungen nicht zustimmen bzw. diese nicht als gültig anerkannt werden. Die Versicherer berufen sich dabei vor allem auf die Tatsache, dass sie noch keine Insolvenz angemeldet haben und daher ihr Versicherungsgeschäft weiter betreiben dürfen.
Wie „n-tv“ berichtet, wurden die Versicherer vom Bund der Versicherten (BDV) stark kritisiert. Die Versicherungsexperten glauben nicht, dass sich die Versicherer in der Lage befinden, einen angemessenen Schutz zu bieten, weshalb sich Kunden nicht beirren lassen und dennoch einen Versicherungswechsel einleiten sollten.
KFZ-Versicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
