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Montag, Oktober 24, 2011

Angst vor Altersarmut: Postbank Studie zur Altersvorsorge in Deutschland

Seit 2003 führt die Postbank mithilfe des Institutes für Demoskopie Allensbach die Studie „Altersvorsorge in Deutschland“ durch. Selten hat sich die schlechte Stimmung an den Märkten so sehr auf die Bereitschaft der Bundesbürger niedergeschlagen, ein paar Euro auf die hohe Kante zu legen, wie in diesem Jahr. Hinzu kommt ein zweiter Aspekt, der 2011 immer öfter diskutiert wurde und sich zu einem Dauerthema entwickeln könnte: die Altersarmut.

Mittlerweile hat jeder fünfte Berufstätige ab 50 Jahren Zweifel daran, den Lebensunterhalt später aus eigenen Mitteln bestreiten zu können. Das ist der höchste Wert, der je von der Postbank ermittelt wurde. Auf der anderen Seite lassen aber auch die Ausgaben und die Bereitschaft für die private Altersvorsorge merklich nach. In der Pressemitteilung des Unternehmens heißt es dazu: „Nur rund die Hälfte der jungen Berufstätigen unter 30 Jahren plant noch einen Ausbau der privaten Altersvorsorge.“ Gleichzeitig sackte der monatliche Betrag, der für den Ruhestand angelegt wird, um sechs Prozent auf 188 Euro nach unten. Wenn investiert wird, dann inzwischen am liebsten in Gold – das als sehr sicher bewertet wird – oder das Eigenheim. Die Riester-Rente und der Wohn-Riester sind diesbezüglich deutlich abgeschlagen.

Dr. Michael Meyer, Retailvorstand der Postbank fordert angesichts der Ergebnisse, dass die Angebote zur privaten Altersvorsorge stärker motivieren müssen. Würde die staatliche Förderung vorgezogen, zum Beispiel über eine „attraktive Sofortprämie bei Riester-Produkten gleich zu Beginn der Vertragslaufzeit“, könnten dadurch verstärkt Anreize gesetzt werden. Damit hofft Dr. Meyer vor allem berufstätige Frauen mit niedrigem Einkommen anzusprechen, die bislang noch zu wenig für das Alter vorsorgen. Des Weiteren wünscht sich der Postbankvorstand eine Ausweitung der betrieblichen Altersvorsorge und eine bessere Umsetzung der positiven Stimmung in puncto Immobilienerwerb. Dazu sei eine einfachere und „schneller fühlbare Förderung“ als beim Wohn-Riester nötig.

Posted by Andre on 10/24 at 08:08 AM
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