Partnerseiten
Impressum
Kontakt
Sitemap
AGB

Montag, Juni 30, 2008

Angsterkrankungen und die körperlichen Folgen

Wer unter einer Angsterkrankung und Panikattacken leidet, bei dem besteht auch ein erhöhtes Risiko, eine Erkrankung des Herzens zu bekommen. Wissenschaftler der Universität Bonn haben nun festgestellt, dass die Angst den Körper sehr stark beeinflusst und weitaus schlimmere als nur psychische Folgen hat. So macht Angst Beklemmungsgefühle, löst Schweißausbrüche aus, führt zu erhöhtem Puls, das Herz rast und löst Schwindelgefühle aus. Wenn eine Angst krankhaft ist – im Gegensatz zu der Angst, die jeder in sich trägt und die zum menschlichen Sein dazu gehört – und die Panikattacken sich wiederholen, wird die Blutgerinnung beeinflusst. Außerdem besteht dann die Gefahr, an einer Thrombose zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Genau deshalb haben Angstpatienten das vervierfachte Risiko, an einer Erkrankung des Herzens zu sterben. Wenn jedoch eine Psychotherapie angegangen und erfolgreich durchgeführt wird, dann sinkt dieses Risiko wieder.

Eine Angsterkrankung ist eine schwerwiegende Erkrankung, die aber auch wieder aufgefangen werden kann, in dem man zum Beispiel eine Gesprächstherapie bei einem geeigneten Psychologen durchführt. Angst hat viel mit Vermeidung zu tun. Ich habe Angst, also laufe ich weg und lass es in Zukunft nicht mehr zu solchen Situationen kommen. Wie diese Angst entsteht, kann nicht genau gesagt werden, sie ist individuell und hat ganz unterschiedliche Ausprägungen und Auswirkungsgrade. Gerade in der Angst jedoch vermeidet der so Erkrankte das, was ihm Angst macht. Dies führt ihn jedoch in einen Teufelskreis hinein, der immer enger wird. Bis möglicherweise der Tag kommt, an dem er vor lauter Angst nicht einmal mehr die heimischen vier Wände verlassen kann. So weit muss es jedoch nicht erst kommen. Wer merkt, er bekommt Angst vor Dingen, die zuvor noch zum selbstverständlichen Lebensinhalt gehört haben, der sollte sich nach einer Therapie und einem Therapeuten umsehen. Eine sehr geeignete Therapie ist in diesem Fall die Konfrontationstherapie. Sie ist entweder eine ganz eigenständige Therapie, oder aber in den meisten Fällen in eine Verhaltenstherapie eingebettet. Dies ist vor allem deshalb sinnvoll, weil ein an Angst Erkrankter auch sein Verhalten verändert, wichtige Lebenspunkte vermeidet und sich seines eigenen Lebens auf krankhafte Art und Weise beschneidet.

Schämen muss man sich übrigens nicht für eine Angsterkrankung und das Erleiden von Panikattacken. Die nicht mehr gesunde Form der Angst kommt bei uns häufiger vor, als man denken könnte. Und sie wird nur deshalb eben kaum bemerkt, da sich die so Erkrankten eben in ihre Angst zurückziehen. Dabei ist der einzige Weg raus aus der Angst die Konfrontation damit, und die Begegnung mit den Ursachen. Das kann sehr schmerzhaft sein, aber was bedeutet der Schmerz gegen ein Leben mit Angst und allen Einschränkungen, die man dadurch erlebt? Den Preis muss man bezahlen, aber der Gewinn, den man dadurch erhält, ist nicht mit allem Gold der Welt aufzuwiegen. Deshalb kann man nur eines sagen: „Stelle Dich Deiner Angst, und Du wirst frei von ihr!“.  Manchmal kommt die Angst dann irgendwann mit leisen Schritten wieder und will den ehemals Erkrankten wieder in ihre Fänge ziehen. Hier muss man umgehend auf Konfrontationskurs mit der Angst gehen und sich ihr sofort stellen. Dann verschwindet sie auch sogleich wieder, und taucht erstmal wieder für eine ganze Weile lang nicht mehr auf.

Posted by Christel on 06/30 at 04:28 PM
Gesundheit • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
Page 1 of 1 pages

Name:

Email: (optional)

URL: (optional)

Smileys

Persönliche Daten merken

Bei Folge-Kommentaren benachrichtigen?

Bitte das Wort in der Grafik in das untere Feld eintragen: