Anschlussfinanzierung rechtzeitig in Angriff nehmen
Zu Beginn dieser Woche habe ich hier im Blog aufgezeigt, welche Bedeutung der Anschlussfinanzierung zukommt: Die meisten Immobilieneigentümer müssen mindestens eine solche Finanzierung vornehmen. Gleichzeitig wurde verdeutlicht, dass es zumeist besser ist, den Darlehensgeber zu wechseln bzw. eine Umschuldung vorzunehmen, um somit von besseren Darlehenskonditionen profitieren zu können.
Jedoch kommt es in der Praxis eher selten vor, dass sich Darlehensnehmer für einen Wechsel der Bank entscheiden. Die meisten Immobilieneigentümer bleiben bei ihrer Bank, weil ihnen somit ein wenig Arbeit erspart bleibt. Dies hat zur Folge, dass das Thema Anschlussfinanzierung erst sehr spät angegangen wird – meistens erst wenige Wochen vor dem Ende der Zinsbindung.
Allerdings ist es alles andere als ratsam, sich erst so spät mit der Thematik auseinanderzusetzen. Wer sich günstige Darlehenskonditionen sichern möchte, muss wesentlich früher damit beginnen, sich auf die Suche nach dem passenden Immobiliendarlehen zu begeben. Wenn man erst wenige Wochen vor dem Ende der Zinsbindung mit der Suche beginnt, fehlt einem die erforderliche Zeit, um Darlehensangebote einzuholen und miteinander zu vergleichen. Außerdem bleibt keine Möglichkeit, die stattfindenden Zinsschwankungen auszunutzen.
Jetzt ist beispielsweise ein guter Zeitpunkt, um sich den Zinssatz für die spätere Anschlussfinanzierung zu sichern: Die Hypothekenzinsen befinden sich auf einem äußerst niedrigen Niveau. Viele Darlehensnehmer, die sich die aktuell günstigen Zinsen sichern, setzen ihre spätere Finanzierung mit einem spürbar niedrigeren Zinssatz fort. Die Sicherung der aktuellen Konditionen ist mithilfe sogenannter Forwarddarlehen schon bis zu vier Jahre vor dem eigentlichen Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung möglich. Durch den Abschluss eines Forwarddarlehens fallen in der Zwischenzeit keine Zinsen an – eine finanzielle Doppelbelastung gibt es nicht.
