Auch mit weniger als 18 Punkten zum „Idiotentest“
Die landläufig als „Idiotentest“ bezeichnete medizinisch-psychologische Untersuchung, kurz MPU, ist der Alptraum eines jeden Autofahrers. Aber, sagen sich viel, es müssen ja erst einmal 18 Punkte auf dem Konto in Flensburg sein, ehe es soweit kommt. Pustekuchen: Wer innerhalb kurzer Zeit zu viele Eingänge auf seinem Punktekonto hat, erhält die wenig beliebte „Einladung“ zum Test.
Acht Punkte in neun Monaten für zu schnelles Fahren reichten jetzt, um einen Autofahrer aus München zur MPU zu schicken. Gegen den Bescheid der Behörde legte der Mann Widerspruch, allerdings vergeblich. Denn auch das Verwaltungsgericht München bestätigte die Entscheidung (VG München DAR 07, 167), da die Verkehrsverstöße gehäuft auftraten und es somit offensichtlich an Einsicht mangele.
Während der ADAC das Urteil kritisiert, weil das Punktesystem ausgehebelt werde, befürworten die Experten der ARAG-Versicherung die Entscheidung. Schließlich handele es sich bei dem System nur um eine Richtschnur, die Raum für eigene Entscheidungen der Straßenverkehrsbehörden lasse.
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