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Freitag, September 28, 2007

Aus für die Volksfürsorge

Die schlimmsten Befürchtungen werden für die Mitarbeiter der Volksfürsorge in Hamburg wahr. Wie schon im August berichtet, wird das in Deutschland recht bekannte Unternehmen demnächst zumindest auf dem Papier nicht mehr existieren. Die Volksfürsorge soll auf Anordnung des Generali-Konzerns, zu dem die Versicherung gehört, mit der Deutschland-Tochter, der deutschen Holding AMB Generali, verschmelzen. Neuer Sitz soll München sein. Der Standort Hamburg bleibe allerdings erhalten.

Bis Anfang 2009 soll alles in trockenen Tüchern sein. Einziges Ziel der Maßnahme: Generali möchte die Kosten um 100 Millionen Euro pro Jahr senken. Zu den Konsequenzen für die immerhin 2000 Angestellten in den Büros in Hamburg gibt es bislang keine klare Aussage. Für die Gewerkschaft Ver.di gibt es keinen Zweifel daran, dass angesichts der hochgesteckten Ziele hunderte Arbeitsplätze gestrichen werden. Das sagt Berthold Bose, der für den Fachbereich Finanzleistungen zuständig ist.

Wirtschaftliche Gründe, die beiden Firmen zu verschmelzen, gebe es nicht. Die Volksfürsorge habe ihren Gewinn deutlich steigern können und dem Mutterkonzern rund 100 Millionen Euro in die Kassen gebracht. Eine seit 95 Jahren bekannte Marke von der Bildfläche verschwinden zu lassen, sei „strategischer Irrsinn“. Denn im Gegensatz zum Namen Volksfürsorge sei Generali der Mehrheit der deutschen Kunden überhaupt nicht bekannt.

Posted by Andre on 09/28 at 06:18 PM
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