Autofahren mit Medikamenten ...
... oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker
rbw. “Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie ....” - Deutschlands bekanntester Satz im Fernsehen führt nicht immer zur absolut richtigen Antwort. Wer einer besonderen Indikation wegen Medikamente nehmen muss, der sollte sich schließlich auch über die Wirkung der Pharmaka auf das Fahrverhalten informieren. Dazu dienen dann tatsächlich der Beipackzettel oder die Hinweise von Arzt oder Apotheker.
- Ganz erheblich verlängern Schlaf- und Beruhigungsmittel die Reaktionszeit, vor allem wenn sie Benzodiazepine und Barbiturate enthalten.
- Harmlos vermutete Husten-Mittel enthalten häufig Codein und haben dieselbe Wirkung wie Schlaf- und Beruhigungsmittel.
- Wer sich der Diagnose beim Augenarzt stellt und dabei zur Untersuchung Augentropfen erhalten hat, dem ist Vorsicht geboten. Die Tropfen vermindern die Sehschärfe und steigern die Blendempfindlichkeit.
- Medikamente, die Kortison enthalten, können bei Langzeitbehandlung die Sehschärfe beeinträchtigen.
- Schmerzmittel reduzieren das Bewusstsein, machen benommen und verringern die Sehschärfe. Absolutes Fahrverbot gilt auf die Einnahme von Opioiden wie zum Beispiel Morphin
- Selbst auf Appetitzügler können Unruhe, Schwindel bis hin zur Angst-Attacken auftreten.
- Auf manche verschriebene und regelmäßig einzunehmende Psycho-Pharmaka ist selbst nach der Therapie zwei Wochen auf das Autofahren zu verzichten.
- Bei den als eher noch harmlos vermuteten Magen-Darm-Medikamente gegen Durchfall und Erbrechen ist kaum anzumerken, dass sie stark beruhigend auf den gesamten Organismus wirken.
