Barrierefreiheit beim Immobilienerwerb nicht vergessen
Noch nie zuvor haben Bauherren und Immobilienkäufer solch hohe Anforderungen an Design und Ausstattung gestellt. Die Zeiten, in denen es ausschließlich darum ging, ein Dach über den Kopf zu haben, sind schon lange vorüber. Heutzutage spielt Lebensqualität eine wichtige Rolle, die u.a. auch durch Design- und Markenbewusstsein geprägt wird. Dementsprechend kann es schon einmal vorkommen, dass die Funktionalität einer Immobilie leidet – zumindest wenn es um die spätere Nutzung im Alter geht.
Treppen und Plateaus erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit – zudem werden die Räumlichkeiten immer größer. In jungen Jahren mag dies sehr erfreulich sein. Viele Bauherren entscheiden sich mittlerweile sogar bewusst für eine aufwendigere Architektur, um sich somit von der Masse abzuheben – eine Entscheidung, die sich später bzw. im Alter rächen kann.
Immerhin ist es so, dass zunehmend mehr Senioren alleine leben und somit ganz auf sich gestellt sind. Aufgrund der Berufswelt zieht es die Kinder in alle Himmelsrichtungen. Alleine in einem Designerhaus zurechtzukommen, gestaltet sich im Alter jedoch gar nicht immer so leicht. Kurze Wege und möglichst keine Treppen und Stufen sind wünschenswert, um sich uneingeschränkt bewegen zu können. Wenn dieser Punkt außer Acht gelassen wird, können später hohe Umbaukosten drohen. Oder es ist sogar erforderlich, in ein anderes Gebäude zu ziehen, selbst wenn ursprünglich angedacht war, die Immobilie bis ans Lebensende zu nutzen.
Zunehmend häufiger müssen Senioren im Alter noch einmal richtig Geld in die Hand nehmen, um ihre eigenen Objekte umzubauen. Stufen müssen entfernt, Bäder angepasst und beispielsweise Treppenlifte eingebaut werden. Die hiermit in Verbindung stehenden Kosten sind nicht zu unterschätzen. Barrierefreies bzw. altersgerechtes Wohnen kann richtig teuer werden.
Um diese Kosten zu vermeiden bzw. sie so gering wie möglich zu halten, empfiehlt es sich, von Beginn an bzw. direkt beim Immobilienerwerb an die Zukunft zu denken. Dies mag einem womöglich nicht immer leicht fallen, doch es lohnt sich. Schließlich wäre es ärgerlich, wenn man die Immobilie 20 oder 25 Jahre lang finanziert, um später erneut viel Geld investieren zu müssen.
