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Dienstag, Juli 13, 2010

Baufinanzierung: Aufgepasst beim Vergleichen von Restschuldbeträgen

Ein Darlehensvergleich darf einfach nicht fehlen, wenn die Aufnahme eines Immobiliendarlehens angedacht ist. Schließlich geht es um hohe Darlehensbeträge – da ist es umso wichtiger, ein Darlehen mit niedrigem Zinssatz abzuschließen. Immerhin können selbst geringfügig aussehende Zinssatzunterschiede zu einem immensen finanziellen Vorteil führen.

Der Vergleich mehrerer Darlehensangebote kann auf unterschiedlichem Wege erfolgen. So bietet es sich beispielsweise an, die Zinssätze miteinander zu vergleichen. Auf einen Blick wird so ersichtlich, welche Kosten aus dem Darlehen resultieren. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Restschuldbeträge zu betrachten. Viele Darlehensnehmer machen hiervon Gebrauch: Sie wollen sehen, wie hoch die Restschuld nach einem bestimmten Zeitpunkt bemessen ist.

Im Grunde ist der Restschuldvergleich eine gute Sache: Ein kurzer Blick auf den Tilgungsplan reicht aus, um sagen zu können, wie es um die Schuldensituation zum Zeitpunkt X bestellt sein wird. Allerdings gilt es bei dieser Art von Vergleich gut aufzupassen. Gleich zwei Punkte müssen unbedingt berücksichtigt werden.

Da wäre erst einmal die Tatsache, dass Darlehen mit höherem Zinssatz, nach mehreren Jahren den niedrigeren Restschuldbetrag aufweisen. Der Grund ist simpel: Die höhere Darlehensrate bzw. Annuität erlaubt einen höheren Tilgungsanteil, weshalb ein größerer Betrag getilgt wird. Hier darf man sich nicht täuschen lassen: Der Restschuldbetrag ist zwar niedriger bemessen, aber dafür hat man auch höhere Raten errichtet. Folglich ist es wichtig, die monatliche Mehrbelastung auf die Laufzeit umzurechnen und ebenfalls zu berücksichtigen.

Des Weiteren gilt es zu wissen, dass die Tilgungspläne der einzelnen Banken nicht immer direkt vergleichbar sind. Zwar kann die Zinsbindung einzelner Darlehensangebote gleich bemessen sein, jedoch können deshalb unterschiedliche Tilgungszeiträume angesetzt werden. Einige Banken machen es sich leicht und ziehen die gesamte Laufzeit bzw. Zinsbindung zur Restschuldberechnung an. Die ermittelten Beträge werden in der Realität jedoch selten erreicht: Darlehensaufnahme (Beginn der Zinsbindung) und die Auszahlung (ab hier erfolgt frühestens die Tilgung) liegen oftmals mehrere Monate auseinander. Einige Banken berücksichtigen diesen Umstand. Um eine Vergleichbarkeit zu erzielen, ist es daher am besten, die wichtigsten Konditionsbestandteile heranzuziehen und die Restschuldbeträge selbst zu ermitteln. Dadurch wird eine Vergleichbarkeit gewährleistet.

Posted by Jochen on 07/13 at 08:38 AM
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