Baufinanzierung - Die Klima-Prämie für Hausbesitzer und Mieter
Wer Haus oder Wohnung neu baut oder umbaut, gut dämmt und den restlichen Wärmebedarf durch erneuerbare Energien deckt, kann Investitionszuschüsse und zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschuss in Anspruch nehmen. Die Baufinanzierung wird dadurch sehr viel günstiger.
Da Dämmung, Wärmeschutzfenster und moderne Heizungstechniken zuerst einmal sehr viel Geld kosten, - und somit eine zusätzliche Belastung darstellen - kann man einen Zuschuss oder einen Kredit mit günstigeren Zinsen bekommen. Diese bekommt man über das CO2-Gebäudesanierungsprogamm der KfW. Für die Förderung stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Die Kredit- und die Zuschuss-Variante. Die Kredit-Variante steht allen Investoren offen. Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern bzw. Eigentumswohnungen in Wohnungseigentumsgemeinschaften können alternativ auch die Zuschussvariante nutzen. Bei der Zins-Variante kommt man in den Genuss einer sehr günstigen und attraktiven Finanzierung - mit niedrigen Zinsen, Tilgungszuschuss bei besonders wirksamen energetischen Altbausanierungen, feste Zinssätze für 10 Jahre, 100%-Finanzierung usw. Die Zuschuss-Variante für kleinere Investitionsvolumina von Privatleuten, enthält Zuschüsse für die Sanierung selbst, sowie auch für die Baubegleitung.
Die Klima-Prämie bei der Umrüstung auf erneuerbare Energien
Wer die Energieversorgung seines Hauses auf erneuerbare Energien umstellt, kann man das Marktanreizprogramm in Anspruch nehmen. Thermische Solaranlagen, Biomasseheizkessel und Wärmepumpen werden aus ein Fördertopf gefördert, in dem 2008 fast 350 Millionen - und 2009 bis zu 500 Millionen Euro enthalten sind.
Die Klima-Prämie kann man in Anspruch nehmen, wenn man Thermische Solaranlagen, eine Kombination von Brennwerttechnik und thermischer Solaranlage, automatisch beschickte Biomassekesse oder effiziente Wärmepumpen einbauen lässt. Folgende Klima-Prämien können beantragt werden
Für Solarkollektoren, die Warmwasser bereiten, kann man einen Zuschuss von 60 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche erhalten. Der Mindestzuschuss beträgt 410 Euro.
Für Solarkollektoren, die warmes Wasser erzeugen und die Heizung unterstützen, werden pro Quadratmeter Kollektorfläche 105 Euro Zuschuss gezahlt. Das gilt auch, wenn die Solaranlage kühlt oder Prozesswärme bereitstellt.
Wer eine thermische Solaranlage mit einer anderen erneuerbaren Energieform kombiniert, erhält 750 Euro zusätzlich.
Wenn an oder auf einem Mehrfamilienhaus eine 20 bis 40 Quadratmeter große Kollektorfläche installiert werden, erhält man 210 Euro Zuschuss pro angefangenem Quadratmeter - summa summarum also bis zu 8.400 Euro Zuschuss. Das gilt auch für kälte- oder prozesswärmeerzeugende thermische Solaranlagen. Eine Solaranlage mit einer Kollektorfläche, die größer ist als 40 Quadratmeter wird über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert.
Wer einen Öl- oder Gasheizkessel nutzt, der ohne Brennwerttechnik arbeitet, kann eine Klima-Prämie für einen neuen Heizkessel (750 Euro) und eine warmwassererzeugende Solaranlage (105 Euro pro Quadratmeter) bekommen, wenn der neue Heizkessel mit Brennwerttechnik mit der Solaranlage kombiniert wird.
Für den Einbau eines automatisch beschickten Biomassekessels bis zu einer Nennwärmeleistung von 100 Kilowatt, kann man 36 Euro pro Kilowatt - also bis zu 3.600 Euro Zuschuss bekommen. Ein Pelletofen wird mit mindestens 1.000 Euro gefördert - ein Pelletkessel mit mindestens 2.000 Euro. Verfügt der Pelletofen zusätzlich über einen sogenannten Pufferspeicher von 30 Liter pro Kilowatt Kesselleistung, beträgt die Fördersumme mindestens 2.500 Euro. Hackschnitzelkessel und Scheitholzvergaser werden pauschal mit 1.000 bzw. 1.125 Euro gefördert. Der Einbau eines Keramikfilters erhält einen Zuschuss von 500 Euro.
Effiziente Wärmepumpen, die Haus und Wasser erwärmen, werden ebenfalls mit der Klima-Prämie gefördert. Werden sie in einem Neubau installiert, gibt es 10 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche - bis maximal 200 Quadratmeter - also 2.000,- Euro. Mehrfamilienhäuser werden pauschal mit 10 Prozent der Investitionssumme unterstützt. Wer ein bestehendes Gebäude umrüstet, wird pro Quadratmeter mit bis zu 20 Euro gefördert - maximal 3.000 Euro je Wohneinheit werden überwiesen. Mehrfamilienhäuser erhalten bis zu 15 Prozent der nachgewiesenen Investetionssumme dazu
