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Mittwoch, März 17, 2010

Baufinanzierung: Die Nebenkosten nicht auf die leichte Schulter nehmen

Ein Immobilienerwerb ist an hohe Kosten gekoppelt. Für die meisten Objekte werden beachtenswerte Kaufpreise gefordert, die nur wenige Kaufinteressenten aus Eigenmitteln bedienen können. Doch der Kaufpreis ist längst nicht alles. Es fallen zusätzliche Kosten, die sogenannten Nebenkosten, an. Hierbei handelt es sich um einen Posten, der von etlichen Käufern unterschätzt wird.

Allerdings wäre es falsch, die Erwerbsnebenkosten auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn in Abhängigkeit von den jeweiligen Rahmenbedingungen ist es möglich, dass die Kosten relativ hoch bemessen sind. Den größten Posten macht die Grunderwerbsteuer aus, die je nach Bundesland bei 3,5 oder sogar 4,5 Prozent des Kaufpreises liegt. Hinzu kommen Kosten für Notar und Grundbuchamt, die sich auf ungefähr 1,5 Prozent des Kaufpreises belaufen. Somit fallen 5 bis 6 Prozent an Kosten an, die als unausweichlich gelten. Hinzu können noch weitere Kosten kommen. Hierzu zählt besonders die Maklercourtage: Falls sie anfallen sollte, kann sie die Nebenkosten noch einmal verdoppeln: Einige Makler lassen sich ihre Arbeit mit einer Courtage in Höhe von 5 bis 6 Prozent des Kaufpreises vergüten.

Wenn man einen Kaufpreis für ein Eigenheim in Höhe von 200.000 Euro ansetzt, so werden bei einer Maklercourtage von 5 Prozent insgesamt 20.000 Euro an Nebenkosten fällig. Weil die Nebenkosten üblicherweise mit Eigenmitteln bezahlt werden, wird das Eigenkapital, das für den Rest der Finanzierung bleibt, oftmals stark verringert. Wer mindestens 20 Prozent Eigenkapital einsetzen möchte, um einen guten Zinssatz zu erhalten, muss somit weitere 40.000 Euro zur Verfügung stehen haben. Insgesamt müssten also 60.000 Euro an Eigenmitteln vorhanden sein, um solch eine Finanzierung zu stemmen – wobei ein Drittel des Eigenkapitals für die Entrichtung der Nebenkosten unweigerlich verloren geht.

Posted by Jochen on 03/17 at 07:54 AM
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