Baufinanzierung: Kurzarbeit vernichtet den Traum vom Eigenheim
Wer derzeit mit dem Gedanken spielt, ein Bauvorhaben zu beginnen oder ein Bestandsobjekt zur Eigennutzung zu kaufen, kann auf äußerst attraktive Zinsen blicken und somit den Traum von der eigenen Immobilie relativ günstig finanzieren: Die Bauzinsen befinden sich auf einem Rekordtief und machen den Immobilienerwerb somit interessant.
Doch bevor man diesen Traum verwirklichen kann, muss man zunächst einmal eine Finanzierungszusage erhalten. Hierbei handelt es sich um eine Aufgabe, die nicht zu unterschätzen ist. Zunehmend mehr Interessenten stehen nämlich vor dem großen Problem, dass die Banken plötzlich nicht mehr mitspielen wollen. Grund ist die Kurzarbeit: Aufgrund der Wirtschaftskrise sehen sich etliche Unternehmen dazu angehalten, auf Kurzarbeit zu setzen. Mit dieser Maßnahme sollen Arbeitsplatze gesichert werden: Für den Zeitraum der Kurzarbeit verringert sich zwar das Einkommen der Arbeitnehmer, allerdings ist dies immer noch viel besser, als den Job ganz zu verlieren.
Bei der Suche nach einer Baufinanzierung kann die Kurzarbeit schnell dafür sorgen, dass der Erhalt einer Finanzierungszusage nicht mehr möglich ist. Einige Banken sehen von einer Darlehensvergabe umgehend ab, sobald sie auf den Gehaltsabrechnungen sehen, dass Kurzarbeit besteht. Andere Banken rechnen das Einkommen trotzdem an, stehen aber vor dem Problem, dass dieses aufgrund der Kurzarbeit nicht mehr ausreichend bemessen ist, um die Finanzierung zu tragen.
Deshalb haben all diejenigen, die derzeit von Kurzarbeit betroffen sind und deshalb ein geringeres Einkommen erzielen, keine besonders guten Karten, wenn es um den Erhalt einer Finanzierungszusage geht. So bleibt nur zu hoffen, dass sich die wirtschaftliche Lage bessert und wieder das frühere Einkommen erzielt wird – und das für mindestens drei Monate, um den Banken entsprechende Unterlagen vorlegen zu können.
