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Dienstag, August 26, 2008

Baufinanzierung: Nicht ausschließlich auf den Effektivzins achten

Inzwischen sind sich die meisten Immobilienkäufer und Bauherren der Tatsache bewusst, dass es sich lohnt, eine Baufinanzierung erst dann abzuschließen, nachdem man ausreichend viele Finanzierungsangebote eingeholt und miteinander verglichen hat. Immerhin hat sich der Markt in den vergangenen Jahren spürbar verändert: Wer einen Vergleich vornimmt, kann im Hinblick auf die Gesamtlaufzeit des Darlehens eine Menge Geld, meist mehrere tausend Euro, sparen.

Was den eigentlichen Vergleich betrifft, so achten die Verbraucher in erster Linie auf den effektiven Jahreszins bzw. den so genannten Effektivzins. Dies ist zunächst einmal richtig, schließlich wird der Effektivzins nicht umsonst als Vergleichszins bezeichnet. Wenn es darum geht, Darlehenangebote zu vergleichen, sollte man zunächst auf ihn achten, weil in ihm nicht nur die reinen Zinskosten, sondern auch weitere Kosten wie zum Beispiel Bearbeitungsgebühren berücksichtigt sind.

Auf der anderen Seite sollte man sich beim Darlehensvergleich auch nicht zu sehr auf den effektiven Jahreszins stützen. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ in der vergangenen Woche berichtet hat, existieren noch weitere Kostenfaktoren, die von den Banken nicht in den Effektivzins eingerechnet bzw. in ihm berücksichtigt werden. Die Banken handhaben es meistens so, dass sie ausschließlich die zusätzlichen Kosten im Effektivzins anrechnen, deren Berücksichtigung durch den Gesetzgeber in der so genannten Preisangabenverordnung festgehalten ist. Somit können je nach Finanzierungsangebot einige Kostenarten existieren, die nicht im effektiven Jahreszins berücksichtigt sind und somit die Gesamtkosten nach oben treiben.

Aus diesem Grund gilt es, beim Finanzierungsvergleich vorsichtig zu sein. Zwar kann man den Effektivzins innerhalb eines gewissen Rahmens zur Vorauswahl der besten Angebote heranziehen, die endgültige Entscheidung, sollte jedoch nur unter der Berücksichtigung weiterer Kriterien erfolgen. So gilt es, sämtliche Zusatzkosten wie zum Beispiel Gutachterkosten zu ermitteln und den Gesamtkosten hinzuzurechnen. Nur so hat man letzten Endes die Gewissheit, auch tatsächlich eine günstige Finanzierung abzuschließen.

Posted by Jochen on 08/26 at 05:12 AM
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